VCÖ-Blog

Der VCÖ-Blog will eine Plattform für innovative, vorausschauende, gesellschaftlich relevante, fachlich qualifizierte und inspirierende Inhalte rund um das Thema Mobilität mit Zukunft bieten.
Regelmäßige Beiträge des VCÖ, immer Mitte des Monats kompakt per E-Mail verschickt, zu jeweils einem ausgewählten Aspekt von Verkehr, Mobilität und Transport können Sie unter folgendem Link bestellen

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Willi Nowak
Geschäftsführung VCÖ

Sozial gerechte Mobilität ist klimaverträglicher

Der Zugang zu Mobilität ist eine Grundvoraussetzung um am öffentlichen und sozialen Leben in unserer Gesellschaft teilzunehmen. Doch dieser Zugang zu Mobilität ist ungleich verteilt.

Die Massenmotorisierung der letzten Jahrzehnte hat Entfernungen zwischen Wohnen und Arbeiten enorm steigen lassen, Leben aus den Ortskernen verdrängt und Nahversorgung unterdrückt. Dennoch wird genau diese motorisierte Mobilität gefördert. Damit verstärkt sich auch soziale Ungleichheit. Autogerechte Ortgestaltung, Verpflichtung zum Garagenbau bei Wohnungen bis hin zur Förderung des Arbeitspendelverkehrs unterstützen die Automobilität.

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Zersiedelung schafft soziale Probleme in der Mobilität

Mobilität unabhängig von Alter, Gesundheit und finanziellen Mitteln sicherstellen
In den Jahren 1961 bis 2000 wurden in Österreich etwas mehr als eine Million Einfamilienhäuser errichtet – sehr oft weit von Ortszentrum, Nahversorgung oder Öffentlichem Verkehr entfernt. Im Jahr 2025 werden etwa 1,9 Millionen Menschen in Österreich 65 Jahre oder älter sein – das sind um 300.000 Personen mehr als heute. Können verschiedene Einrichtungen von zu Hause nur mit dem Pkw erreicht werden, sind neben älteren Menschen auch Kinder, Jugendliche und andere Personen ohne die Möglichkeit, jederzeit selbst Auto zu fahren, in ihrer Mobilität massiv eingeschränkt...

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Personenverkehr auf der Bahn ist fünf mal energieeffizienter als mit Pkw

Energieeffizienter Öffentlicher Verkehr
Allein der Pkw-Verkehr der Privathaushalte im Bundesland Vorarlberg verbraucht beinahe so viel Energie wie alle Bahnen in Österreich im Personenverkehr. Mit diesem Energieaufwand wurden im Jahr 2016 in Vorarlberg 2,3 Milliarden Personenkilometer mit dem Auto zurückgelegt, dagegen mit der Bahn in ganz Österreich 12,6 Milliarden Personenkilometer.

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Markus Gansterer
VCÖ-Verkehrspolitik

Effizient und mit großer Kapazität mobil

Der Öffentliche Verkehr blickt spannenden Zeiten entgegen. Klar ist, dass seine Nutzung angesichts wachsender Ballungsräume und Klimakrise zunehmen muss. In vielen ländlichen Regionen wird die Bevölkerung gleichzeitig weniger und älter. Das bringt eigene Anforderungen mit sich, und andere Modelle als in der Stadt sind gefragt. Gleichzeitig ändern sich mit dem gesellschaftlichen Wandel und der zunehmenden Digitalisierung...

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Ulla Rasmussen
VCÖ-Verkehrsexpertin

Der schwache Schienengüterverkehr ist den vielen Privilegien des Lkw-Verkehrs geschuldet

Die EU-Kommissarin Violeta Bulc hat das Jahr 2018 zum Jahr der Multimodalität ausgerufen. Multimodalität wird
als Notwendigkeit gesehen, um ein dekarbonisiertes Verkehrssystem zu erreichen. Diese Einschätzung ist absolut richtig in den Fällen, wo es um eine Verlagerung von reinen Straßenverkehrsstrecken geht...

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Welche Faktoren über den Wechsel zwischen Auto und Bahn entscheiden

In keinem anderen EU-Staat werden pro Kopf so viele Kilometer mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gefahren wie in Österreich. Im Jahr 2016 wurden in Österreich pro Kopf 2.265 Kilometer auf der Schiene zurückgelegt. In Europa sind es nur beim Spitzenreiter Schweiz, dank dessen dichten Bahnnetzes, noch mehr Schienenkilometer.

Es geht nicht um punktuelle Verbesserungen, sondern um einen massiven Ausbau des Öffentlichen Verkehrs insgesamt. Beispielsweise ist aufgrund der Flexibilisierung von Arbeitszeiten und der Zunahme an Teilzeitjobs auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten für ein gutes Angebot mit regelmäßigen Verbindungen zu sorgen.

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Beate Littig
Beate Littig
Institut für Höhere Studien

Eingeübte Mobilitätspraktiken sind veränderbar

Soziologin Beate Littig über die Aufgabe der Politik, Anreize und niederschwellige Gelegenheitsstrukturen für die Änderung von individuellen Mobilitätsroutinen zu schaffen.

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Ulrich Brand
Gastbeitrag
Ulrich Brand, Universität Wien

Die dritte Piste ist eine verpasste Chance

Ein Kommentar von Politikwissenschaftler Ulrich Brand zur imperialen Lebensweise, der Ausbeutung von Mensch und Natur und zu den Chancen auf Veränderung durch das Aufzeigen von Alternativen.

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„Road Diets“: Warum international Straßen immer öfter auf Diät gesetzt werden

Auch in Amerika ist„größer“ nicht immer „besser“. Road Diets heißt ein Programm des U.S. Department of Transportation, das von zahlreichen Städten der USA umgesetzt wird. Straßen werden vor allem mittels Reduktion von Fahrstreifen verschmälert, vor allem um die Verkehrssicherheit zu erhöhen…

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Warum die E-Mobilität nicht auf den Wasserstoff-Durchbruch warten kann

In der Diskussion rund um das E-Auto wird häufig auf die Vorteile von Antriebskonzepten mit Wasserstoff als Energiequelle verwiesen. Die Hoffnung vieler beim Wasserstoff-Auto ist: So wie bisher kann an der Zapfsäule schnell für eine große Reichweite getankt werden - statt Benzin oder Diesel dann Wasserstoff beziehungsweise Treibstoffe auf Wasserstoffbasis. 
Andere verweisen auf den Vorteil von Wasserstoff, kurzzeitig überschüssigen Ökostrom, etwa in einer sehr windigen Nacht, mittels Wasserstofferzeugung verwerten und speichern zu können.

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