Rebound- und Seiteneffekte im Verkehrssystem

Rebound- und Seiteneffekte im Verkehrssystem

Obwohl die Motoren effizienter werden, steigt der gesamte Energiebedarf des Pkw-Verkehrs in Österreich. Ursache dafür ist, dass Pkw immer schwerer und stärker motorisiert sind, der Besetzungsgrad pro Pkw sinkt und die Anzahl der Pkw insgesamt zunimmt.

Der Energiebedarf des Verkehrs nimmt zu, die Treibhausgas-Emissionen steigen – trotz technologischer Innovationen
und laufender Verbesserungen der Energieeffizienz. Ein wichtiger und häufig unberücksichtigter Grund dafür sind Rebound- und Seiten-Effekte, die einen Teil der Effizienzsteigerungen und Fortschritte aus unterschiedlichen Gründen wieder zunichte machen. Zum Beispiel dann, wenn Kosteneinsparungen in zusätzliche Fahrten oder in neue und größere Autos investiert werden. Oder wenn vom Öffentlichen Verkehr auf das Auto umgestiegen wird. Alleine durch relative Effizienzsteigerungen kann das UNKlimaziel nicht erreicht werden, wenn der Energiebedarf und die Treibhausgas-Emissionen in absoluten Zahlen weiter steigen.

Wird durch höhere Effizienz zum Beispiel der Betrieb eines Pkw günstiger, hat dies nicht nur Auswirkungen auf die unmittelbare Nutzung des Fahrzeugs, sondern auch auf andere Konsumbereiche und gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge.

Die VCÖ-Publikation „Rebound- und Seiten-Effekte im Verkehrssystem“ zeigt auf, inwiefern diese Effekte Verbesserungen in unserem Verkehrssystem behindern und das Erreichen der Klimaziele gefährden, wenn sie unberücksichtigt bleiben. In der VCÖ-Publikation werden potenzielle Rebound-Effekte in Bereichen beleuchtet, in denen von technologischen Entwicklungen grundlegende Verbesserungen des Verkehrssystems erwartet werden, wie zum Beispiel Digitalisierung und Automatisierung sowohl im Personen-, wie auch im Güterverkehr, durch den Online-Handel oder durch die Elektrifizierung der Pkw- Flotten. Auch Seiten-Effekte des Ausbaus von Verkehrsinfrastruktur werden beleuchtet. Abschließend werden politische Handlungsspielräume aufgezeigt, wie bereits im Planungsprozess Rebound- und Seiteneffekte strategisch berücksichtigt werden können, um unerwünschte Entwicklungen und Nebenwirkungen bestmöglich zu verhindern.

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