Gesundheitsgefahr Luftschadstoffe

In Deutschland hat der Lungenarzt Dieter Köhler Diskussionen über die Gesundheitsschädlichkeit von Stickoxiden und Feinstaub ausgelöst. Unter anderem sagte er: „Lungenärzte sehen in Kliniken Todesfälle durch COPD und Lungenkrebs. Durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgfältiger Anamnese, nie." Bernd Lamprecht (Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie ) stellt klar: "Besagte Todesfälle haben als Diagnose nicht Feinstaub, sondern eine Erkrankung, die dadurch ausgelöst wird, etwa COPD oder ein Lungenkarzinom." In der Todesursachenstatistik scheint Feinstaub daher nicht auf.Quelle

Mittlerweile hat Köhler mehrfache Rechenfehler zugegeben. Lungenfacharzt verrechnete sich mehrfach und Falsche Angaben zu Stickoxid: Lungenarzt mit Rechenschwäche

„Die Argumente der Grenzwertkritiker wurden zunächst erschreckend unkritisch wiedergegeben. Die Aufregung war groß, der Informationsgehalt vieler Berichte klein. Dabei hätte bereits eine kurze Recherche zum Inhalt und den Hintergründen der gut orchestrierten PR-Aktion Alarmglocken schrillen lassen müssen.“ Und weiter schreibt der Wissenschaftsjournalist Ralf Krauter in Spektrum.de (Quelle): „Die Wissenschaft, die sich mit solchen populationsweiten Effekten befasst, ist die Epidemiologie. Doch unter den Grenzwertkritikern findet sich kein einziger, der sich auf diesem Gebiet einen Namen gemacht hätte. Es sind Lungenfachärzte, die sich ausgehend von anekdotischer Evidenz aus ihrer Praxis auf ein Gebiet vorgewagt haben, wo sie keine Fachleute mehr sind. (…) Aus Sicht der Epidemiologie ist die Beweislage nach 30 Jahren intensiver Forschung auf dem Gebiet nämlich erdrückend. Kohortenstudien, in die Gesundheitsdaten von Hunderttausenden einfließen, belegen: An Tagen mit höherer Luftverschmutzung sterben mehr Menschen als an Tagen mit niedriger Luftverschmutzung.“

Forum der Internationalen Lungengesellschaften, FIRS widerspricht deutschen Lungenärzten:

„Die Lunge ist am stärksten von der Luftverschmutzung betroffen, durch die Luftschadstoffe werden auch andere Organsysteme geschädigt und chronische Erkrankungen verschlechtert. Akute Effekte zeigen den sichtbarsten Effekt, Langze Langzeitexposition erzeugt hingegen chronische Veränderungen, die langfristig tödlich sein können: Krebs, Herzkrankheiten, Schädigungen des Neugeborenen und Demenz sind mit Luftverschmutzung assoziiert, dafür sind vor allem Partikel mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometern (PM2,5) und andere Dieselabgase verantwortlich.“Quelle

Der "Deutsche Bundesverband der Pneumologen" stellt fest: „Eine Bagatellisierung der Auswirkungen von Luftschadstoffen gefährdet die Bemühungen, Risiken und Gefahren von Luftverschmutzung zu minimieren." Und: „Stickoxide sind Marker für schlechte Luft. Sie sind Indikatoren für Belastungen der Atemluft durch den motorisierten Individualverkehr, sie stehen stellvertretend auch für die übrigen, oft wesentlich gefährlicheren Schadstoffe, wie z.B. den Feinstaub, aber auch für Belastungen durch Lärm und auch als Vorläufersubstanz für Ozon.“ „Für uns Pneumologen, die wir täglich Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, Bronchitis und Lungenkrebs behandeln, ist es selbstverständlich, dass die Luftbelastung so weit als möglich herabgesetzt wird“, stellt Dr. Frank Powitz, Vorstandsmitglied im BDP fest.Quelle

Um Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen, nachfolgend Stellungnahmen von Fachleuten sowie Medizinerinnen und Mediziner zur Gesundheitsschädlichkeit von Feinstaub und Stickstoffdioxid:

Max-Planck-Institut und Universitätsmedizin Mainz

Wissenschaftlerteam um Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie und Thomas Münzel, Professor an der Universitätsmedizin Mainz hat ermittelt, dass Luftverschmutzung die durchschnittliche Lebenserwartung der Europäer um rund 2 Jahre verringert. Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM2,5) sind die Hauptursache für Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Europäische Grenzwert für Feinstaub, der für den Jahresdurchschnitt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt, viel zu hoch ist“, sagt Thomas Münzel, Direktor des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz. Der Wert liegt weit über der Richtlinie der WHO von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter.Quelle 

Deutscher Bundesverband der Pneumologen:

„Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen insbesondere der Verbrennungsprodukte von Dieselfahrzeugen (neben anderen KFZ und Feuerungsanlagen für fossile Energieträger) sind aus epidemiologischen Studien lange und gut bekannt: Einschränkungen der Lungenfunktion, Neigung zu Atemwegsinfekten und Lungenentzündung, erhöhtes Lungenkrebsrisiko sind Ergebnisse aus der europäischen ESCAPE Studie (1,2), die bereits letztes Jahr auf dem deutschen Jahreskongress der Lungenärzte in Stuttgart vorgestellt wurden. Sie belegen besonders eindrucksvoll die negativen Auswirkungen v. a. auf chronisch Kranke wie Patienten mit Asthma, COPD, koronare Herzerkrankung oder Diabetes. Besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen wie atemwegskranke Patienten, Kinder, Schwangere sind durch die Auswirkungen der Schadstoffe besonders gefährdet und Kleinkinder im Kinderwagen quasi auf Auspuffhöhe maximal exponiert."

"Aus epidemiologischen Daten liegen aber bereits eindeutige Zusammenhänge der Luftbelastung insbesondere durch Feinstaub und Stickoxide und deren gesundheitsschädliche Auswirkungen vor. Bei der Schadstoffbelastung in Städten, die überwiegend Verbrennungsprozessen geschuldet ist, handelt es sich um einen toxischen Mix aus gesundheitsgefährdenden Substanzen. Nur ein kleiner Teil davon wird an den innerstädtischen Messstellen als Indikatoren der Luftqualität gemessen." 

"Gesundheitliche Auswirkungen im Experiment nur auf einen Schadstoff wie Stickstoffdioxid als potentiell atemwegstoxisches Reizgas zu beschränken entspricht daher auch nie der realen Gesamtbelastung in verkehrsnahen Wohn- und Lebensbereichen."   Quelle

Bernd Lamprecht, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP):

"An der Gefahr des Feinstaubs besteht wissenschaftlich kein Zweifel. Er löst Entzündungen in den Atemwegen aus, das wurde in einer Reihe von Studien nachgewiesen", sagt Bernd Lamprecht, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP). Es gibt gut untersuchte Kurzzeiteffekte, etwa eine Studie aus England: Dafür wurden zwei Gruppen entlang der Oxford Street und im Hyde Park spazieren geschickt. Die Gruppe, die an der stark befahrenen Straße unterwegs war, hatte weit höhere Entzündungswerte in den Schleimhäuten und Atemwegen als die Kontrollgruppe. "Die Reparaturmechanismen, die diesen Entzündungen folgen, führen zu Schädigungen an den Atemorganen", so Lamprecht. Weltweit ist COPD die häufigste tödliche Erkrankung durch Feinstaub. "Die Hälfte aller Betroffenen sind Nichtraucher, sie leiden also an Risiken aus der Umwelt wie etwa Belastungen aus dem Straßenverkehr", sagt Lamprecht. Quelle

Sylvia Hartl (Lungenfachärztin im Otto-Wagner-Spital und Forschungsleiterin der Österreichische Lungengesundheitsstudie (Lead), die bereits seit acht Jahren mehr als 11.500 Probanden untersucht):

"Es ist unrichtig, dass man die Auswirkungen nicht kennt. Es gibt auch viele Studien zu kardiovaskulären Erkrankungen, die auf Feinstaub zurückzuführen sind. Der Mechanismus der Schädigung ist relativ klar." Hohe Belastungen schaden vor allem jenen, die bereits krank sind. „Krankenhaus-Akutzuweisungen, Spitalsaufnahmen, Asthmaanfälle und COPD-Verschlechterungen werden in kurzer Zeit mehr, wenn die Feinstaubbelastungen erhöht sind.“  Quelle

Umweltmediziner Dr. Hans-Peter Hutter (Medizinuniversität Wien):

Stickoxide (NOx) tragen zur Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon bei, es reizt die Schleimhäute und kann Atemwegserkrankungen auslösen. Grenzwerte für die Außenluft müssen alle Menschen schützen, auch Säuglinge und ältere Menschen, 24 Stunden am Tag. Der Umweltmediziner hält den derzeitigen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresschnitt für „absolut sinnvoll und wissenschaftlich abgesichert“, wenn es darum geht, die Bevölkerung vor Atemwegsreizungen und Atemwegserkrankungen durch Stickoxide zu schützen. Quelle

Barbara Hoffmann, Leiterin der Umweltepidemiologie am Uniklinikum Düsseldorf:

"Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat ein „Integrated Science Assessment“ über die Gesundheitsgefahren durch Stickoxide verfasst. Auf 1148 Seiten sind mehr als 1500 Fachartikel aufgeführt, darunter epidemiologische Studien, Tests mit gesunden oder erkrankten Teilnehmern sowie Experimente, für die Versuchstiere belastete Luft atmen mussten. „Und die meisten dieser Studien weisen in dieselbe Richtung“, sagt Barbara Hoffmann, Leiterin der Umweltepidemiologie am Uniklinikum Düsseldorf: „Stickstoffdioxid ist schädlich und schadet der Gesundheit auf zahlreichen Wegen.“ Noch empfindlicher reagieren alle, die an Asthma oder einem chronisch obstruktiven Lungenleiden erkrankt sind. Ihre Atemwege sind vorgeschädigt. Deshalb könnten schon Konzentrationen im Bereich der offiziellen Grenzwerte Asthmaattacken auslösen und Beschwerden wie Atemnot oder Husten verstärken, erklärt die Medizinerin Hoffmann. Eine halbe Stunde Autofahrt in einem vielbefahrenen Straßentunnel genügt, wie eine schwedische Studie ergab, damit Asthmatiker zum Beispiel früher und heftiger auf Allergene reagieren." Quelle

Prof. Nino Künzli, PhD Stv. Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH), Basel:

„Unbestritten ist, dass NOx eine wichtige Rolle spielen in der Lufthygiene – zum Beispiel als Vorläufer von Ozon – und auf diesen Wegen klar beteiligt sind an den Gesundheitsfolgen des ‚Gemischs Luftverschmutzung’. Eine auch mit NOx weniger belastete Stadtluft ist gesünder.

[…] Die Zusammenhänge sind auf der Skala der relativen Risiken somit linear: je höher die Konzentrationen [von NO2], umso höher ist die Zahl der Gesundheitsschäden.

[…] Die WHO hat die derzeitigen Studien zusammengefasst und den quantitativen Zusammenhang (relatives Risiko) als Report publiziert [1] [2]. Man rechnet zum Beispiel mit einer Zunahme der vorzeitigen Todesfälle um 5,5 Prozent pro Zunahme des Jahresmittelwertes von NO2 um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter.“ Quelle

Dr. Ulrich Franck, Senior Scientist, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig:

„Aus meiner Sicht, aus der Kenntnis der Literatur und aus eigenen Studien gibt es sowohl toxikologische als auch epidemiologische Hinweise auf eine die menschliche Gesundheit schädigende Wirkung von NO2. Auch wenn die Risiken im Vergleich zu anderen Lebensrisiken geringer sind, so ist die Zahl der Betroffenen in Städten durchaus hoch. Deshalb scheint es sinnvoll, zumindest mittelfristig die NO2-Konzentrationen zu senken und zum Beispiel bei Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen geringere Emissionen anzustreben.“ Quelle

Prof. Dr. Bert Brunekreef, Professor of Environmental Epidemiology, Institute for Risk Assessment Sciences, Universität Utrecht:

„Die Umweltbehörde der USA, die EPA, hat die integrierte wissenschaftliche Bewertung für Stickoxide veröffentlicht und ist zu dem Schluss gekommen, dass genügend Beweise für einen kausalen Zusammenhang zwischen kurzfristiger NO2-Exposition und Atemwegserkrankungen vorliegen.  Quelle

Dr. Dietrich Plaß, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Abteilung Umwelthygiene, Umweltbundesamt (UBA), Dessau-Roßlau:

„In einer Zusammenstellung heißt es jedoch, dass auch unterhalb von 20 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft negative gesundheitliche Effekte auftreten können.“

[…] „Das chemische Gemisch NOx ist komplex, auch in seinem chemischen Reaktionsverhalten in der Atmosphäre. Durch höhere NOx-Emissionen steigen die Konzentrationen von NO2, wodurch direkte gesundheitliche Effekte von NO2 auftreten können. Durch mehr NOx kann es zu mehr Sekundärpartikelbildung kommen, dadurch auch zu mehr Feinstaub, was ebenso zu direkten Wirkungen auf die Gesundheit führt“  Quelle

Guillaume Chossiere, wissenschaftlicher Mitarbeiter Laboratory for Aviation and the Environment, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA:

"Zuerst ist die Verbindung zwischen NO2-Exposition und vorzeitigen Sterblichkeit in der Literatur sehr deutlich dokumentiert. (…) Es ist ganz klar, dass das erhöhte Gesundheitsrisiko durch NO2-Exposition statistisch signifikant ist. Die WHO empfiehlt ausdrücklich, NO2-Auswirkungen in Kosten-Nutzen-Analysen im Zusammenhang mit Luftverschmutzung einzubeziehen."

[…]  „Es ist bekannt, dass NOx-Emissionen zur Bildung von Feinpartikeln (PM2.5) beitragen und unter bestimmten Bedingungen auch zur Bildung von Ozon. Beide Schadstoffe sind schädlich für die menschliche Gesundheit.“  Quelle

Prof. Dr. Barbara Hoffmann, Leiterin Umweltepidemiologie, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:

„Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen kurzfristigen NO2-Expositionen und respiratorischen Effekten (Asthma-Exazerbationen, COPD-Exazerbationen, respiratorische Infektionen, respiratorische Mortalität). Konzentrationen für Kurzzeitstudien: meist unter 40 ppb für den 24-Stunden-Mittelwert.“

[…] NO2, zusammen mit flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und UV-Licht, ist eine Hauptquelle von Ozon und eine bekannte Vorläufersubstanz von Feinstaub, zum Beispiel für Ammoniumnitrat-Aerosole, sogenannte sekundäre Aerosole. Damit trägt NO2 unabhängig von seiner Quelle zur Entstehung von Feinstaub und Ozon bei, also auch das NO2 aus den Dieselabgasen. Die nachteiligen gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub – bis hin zu einer erhöhten Mortalität, aber auch Wirkungen auf die Entstehung und den Verlauf von vielen chronischen Erkrankungen – gehen daher zum Teil auch auf NO2-Emissionen zurück.“

[…] „Zusätzlich dient NO2 als ein Anzeiger für einen verkehrsbedingten Schadstoff-Mix, in dem sich eine Vielzahl weiterer potenziell schädlicher Substanzen befinden, zum Beispiel Ultrafeinstäube.“   Quelle

Holger Schulz, Direktor des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum München

"Wir haben es mit einem enormen Gesundheitsproblem zu tun, das praktisch jeden einzelnen Bürger betrifft und dem sich niemand entziehen kann", sagt Schulz. "Das lässt sich nicht wegdiskutieren." Neben Lungenkrebs, Infarkt und Schlaganfall gebe es auch einen Zusammenhang zwischen Schadstoffen in der Luft und Leiden wie Diabetes und Demenz.

Im Fall der Luftschadstoffe, die aus Autoabgasen, aber auch vom Abrieb der Reifen und aus der Industrie stammen, handelt es sich um bis zu tausend verschiedene Substanzen, die das Atmen in Ballungsräumen schwer machen. "Wir atmen Milliarden ultrafeine Teilchen in die Lunge ein, die können wir noch gar nicht alle erfassen", sagt Schulz. "Aber manche davon dringen in die Blutbahn ein, ins Gehirn und gelangen sogar über die Plazenta zum Fetus." Stickstoffdioxid sei nicht nur selbst schädlich, sondern auch ein Indikator für die Belastung durch andere Luftschadstoffe, zu denen auch Ruß, Ozon, Kohlendioxid und etliche gefährliche aromatische Kohlenwasserstoffe gehören. Das heißt, wer Stickoxide begrenzt, begrenzt auch die Gefahren durch andere schädliche Stoffe in der Luft.

Auch Köhlers Vergleich, dass es kein typisches "Vergiftungsmuster" für Feinstaub, Stickoxide und Co. gebe, und Raucher trotz der Belastung auch nicht nach einem halben Jahr tot umfallen, entkräftet Schulz. "Bei einem jungen, gesunden Raucher sehen wir sehr wohl detailliert Entzündungszeichen in der Lunge und im Blut - das ist beim Zigarettenrauch ähnlich wie bei Feinstaub und Stickoxiden", so der Arzt und Epidemiologe. Quelle

Studien zum Thema Stickoxide:

London, Jahr 2007: Die Wissenschaftler des Nationalen Herz- und Lungeninstituts hatten Asthmakranke gebeten, zwei Stunden lang über Londons belebteste Einkaufsstraße, die Oxford Street, zu schlendern. Und zwar auf festgelegten Wegen, sogar die Pausen waren vorgegeben. Drei Wochen später wurde das Experiment in den Hyde Park verlegt und wieder die Lungenfunktion der Asthmatiker getestet. Auf der Oxford Street sind Autos mit Benzin im Tank verboten, dort verpesten nur mit Diesel betriebene Busse und Taxis die Luft; die Tests fanden im Winter statt, Blütenpollen waren als Störfaktoren ausgeschlossen, also müssten sich messbare Unterschiede nach den Spaziergängen, so das Kalkül der Forscher, theoretisch auf die Abgase zurückführen lassen. Und tatsächlich waren den Versuchsteilnehmern diese mitsamt den Stickoxiden schlecht bekommen, ihnen bereitete das Atmen nach dem Bummel über die Einkaufsmeile erkennbar mehr Mühe als im Park. Auch setzten die Emissionen ihren Atemwegen nachweislich zu: Laboruntersuchungen wiesen Entzündungsreaktionen nach. Quelle

EPA: (United States Environmental Protection Agency) „Integrated Science Assessment (ISA) for Nitrogen Dioxide (Health Criteria)“

Zur Studie

European Environmental Agency „Air quality in Europe – Report 2018 “

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European Respiratory Journal: „A joint ERS/ATS policy statement: what constitutes an adverse health effect of air pollution? An analytical framework“

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Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) : Gesundheitliche Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen

Zur Studie

Journal of Epidemiology: Reducing ambient levels of fine particulates could substantially improve health: a mortality impact assessment for 26 European cities

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Itai Klog: Fine particulate matter (PM2.5) association with peripheral artery disease admissions in northeastern United States 

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Neuberger /Moshammer / Rabczenko:  Acute and Subacute Effects of Urban Air Pollution on Cardiopulmonary Emergencies and Mortality: Time Series Studies in Austrian Cities  

Studie.pdf

P.E. Schwarze ua Particulate matter properties and health effects: consistency of epidemiological and toxicological studies

Zur Studie 

Lisa K. Baxter, James L. Crooks, Jason D. Sacks: Influence of exposure differences on city-to-city heterogeneity in PM2.5-mortality associations in US cities

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MarilenaKampa und EliasCastanas: Human health effects of air pollution 

Zur Studie

Harvard T.H. Chan School of Public Health : Short-term exposure to low levels of air pollution linked with premature death among U.S. seniors 

Zur Studie

VCÖ Factsheets zum Thema Luftschadstoffe

VCÖ-Factsheet: Gesunde Luft statt giftige Verkehrsabgase 

VCÖ-Factsheet: Dieselskandal und seine Folgen für Österreich 

VCÖ-Factsheet: Gesundheitsgefahr Ultra-Feinstaub