Tram/Regionalbahnprojekt im Zentralraum von Innsbruck

eingereicht von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben und der Stubaitalbahn GmbH

Kurzbeschreibung

Mit ca. 67,8 Millionen (Stand 2018) Fahrgästen im Stadtgebiet von Innsbruck gibt es eine Steigerung um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - und die Zahl steigt immer weiter. Um der Zunahme des Pkw-Verkehrs im Tiroler Zentralraum insbesondere von und nach Innsbruck entgegenzuwirken, beschlossen das Land Tirol und die Stadt Innsbruck das Angebot des öffentlichen Verkehrs mit einer attraktiven, schnellen Straßen- und Regionalbahn zu erweitern: das Projekt "Tram/Regionalbahn" wurde 2010 mit den ersten Bauarbeiten gestartet. Seit 26. Jänner 2019 wird das Straßenbahnnetz durch die Linien 2 und 5 zwischen der Haltestelle Technik West und Peerhofsiedlung und der Haltestelle Josef-Kerschbaumer-Straße im Olympischen Dorf erweitert. Ab 2022 bzw. 2023 werden die Gemeinden Rum und Völs angeschlossen, um eine Ost/West-Verbindung durch das Stadtgebiet von Innsbruck sicherzustellen.

Innovation

Durch das Tram/Regionalbahnprojekt ist eine Abholung des Pendlerverkehrs bereits vor dem Stadtrand von Innsbruck und damit eine wesentliche Entlastung des Kernbereiches von Innsbruck möglich. Somit wird der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr durch attraktive kurze Wegzeiten und eine gute Verbindungsfrequenz gefördert, da die Strecken zu den Zielorten durch das rechtzeitige Umsteigen nicht doppelt gemacht werden müssen. Zudem konnten durch das Tram/Regionalbahnprojekt zahlreichen Straßen in Innsbruck generalsaniert werden. In jenen Straßen, in denen die IVB die Trasse für die Tram/Regionalbahn gebaut haben, haben die Versorgungsunternehmen und PartnerInnen im Vorfeld wenn nötig gleich die Leitungen getauscht, der Straßenbelag wurde erneuert, barrierefreie Haltestellen wurden eingerichtet und zum Teil wurden Gehsteige saniert. Durch das Tram/Regionalbahnprojekt konnte somit auch das gesamte Straßenbild innerhalb von nur acht Jahren Bauzeit aufgewertet werden.