Pilotversuch Schulstraße Vereinsgasse

eingereicht von der Ganztagesvolksschule (GTVS) Vereinsgasse

Kurzbeschreibung

Jedes fünfte Volksschulkind wird in Wien mit dem Auto zur Schule gebracht. Oft gut gemeint, bringt der Eltern- Bring-Verkehr häufig gefährliche Situationen für das eigene und auch andere Kinder mit sich. Sogenannte Schulstraßen sind eine Maßnahme, um den morgendlichen Kfz-Verkehr zu reduzieren. Dabei wird die Straße vor der Schule für eine halbe Stunde vor Schulebeginn für den Kfz-Verkehr gesperrt. So können die Schülerinnen und Schüler das letzte Stück des Schulwegs sicher zurücklegen. In der Vereinsgasse konnte eine derartige Maßnahme erstmal im urbanen Umfeld umgesetzt werden.

Innovation

Die Maßnahme „Schulstraße“, als temporäres Fahrverbot vor Volksschulen, galt in Expertenkreisen als für die Großstadt ungeeignet. In einem Pilotversuch konnte nicht nur das Gegenteil bewiesen, sondern auch eine große Resonanz und Zustimmung erzielt werden. Darüber hinaus wurde erstmals ein generelles Fahrverbot für Kfz umgesetzt. Das bedeutet, dass das Zu- und Abfahren auch für AnrainerInnen während der halben Stunde verboten ist. Damit können die Schülerinnen und Schüler das letzte Stück des Schulwegs sicher zurücklegen. Aufgrund der positiven Ergebnisse aus dem Pilotprojekt in der Vereinsgasse kann die Maßnahme auch auf weitere Schulstandorte in Wien ausgeweitet werden. Über 20 Wiener Volksschulen haben sich bereits bei der Mobilitätsagentur Wien gemeldet. Im Herbst 2019 werden mindestens drei weitere Schulstraßen in Wien entstehen. Dabei soll in Kooperation mit einer Ganztages-Volksschule auch ein temporäres Fahrverbot am Nachmittag getestet werden.