Umfrage-Ergebnisse „Wie fußgängerfreundlich ist Ihr Wohnort?“

Mehr als 2.000 Personen haben sich an der (nicht repräsentativen) Umfrage beteiligt. 93 Prozent der Teilnehmenden an der Umfrage beantworteten die Fragen ausschließlich aus Fußgängersicht, sieben Prozent schlossen auch die Nutzung von Tretrollern, Inlineskates oder ähnlichem auf Gehwegen ein.

Alltagswege zu Fuß, Gründe, nicht zu Fuß zu gehen und Maßnahmen fürs Gehen

Die Teilnehmenden der Umfrage legen am häufigsten Wege zum Bahnhof beziehungsweise zu Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs und Wege für Einkäufe und private Erledigungen zu Fuß zurück. Arbeits- und Dienstwege und Wege in der Freizeit werden deutlich seltener täglich oder mehrmals wöchentlich zu Fuß zurückgelegt. Hol- und Bringdienste und Wege zur Schule, Ausbildung werden kaum auschließlich zu Fuß gegangen.

Für knapp 70 Prozent der Teilnehmenden ist die Distanz der häufigste Grund, einen Weg nicht zu Fuß oder mit Tretroller etc. zurücklegen zu können. Vergleichbar häufig werden als Grund Transporte von unhandlichen Dingen genannt. Immerhin fast ein Viertel der Teilnehmenden gab an, manchmal oder oft auf einen Fußweg zu verzichten, weil er ihnen zu gefährlich scheint, rund ein Drittel gab als Grund fehlende Gehwege und Hindernisse auf der Strecke an.

Mehr Zebrastreifen und Abkürzungen für zu Fuß Gehende wurden am häufigsten als jene Maßnahmen genannt, die die Bedingungen zum Gehen im Alltag verbessern. Auch andere Verbesserungen bei der Infrastruktur für das Gehen wie etwa verkehrsberuhigte Zonen, breitere Gehwege und Begegnungszonen werden als förderlich für das Gehen erachtet. Die Dauer der Ampelschaltungen, Sitz- und Verweilmöglichkeiten und Schutz vor Wind und Wetter sind den Teilnehmenden der Umfrage hingegen weniger wichtig für das Gehen im Alltag.

 

Generelle Zufriedenheit mit den Bedingungen im eigenen Wohnort

Grundsätzlich sind mehr als 70 Prozent der Teilnehmenden im Großen und Ganzen zufrieden mit den Bedingungen für das Gehen in ihrem Wohnort. 70 Prozent erachten es als eher oder sehr attraktiv im Wohnort/Wohnbezirk Wege zu Fuß zurückzulegen. Immerhin fast 40 Prozent gaben an, dass es für Gehende in ihrem Wohnort in den letzten Jahren zumindest geringe Verbesserungen gab. Verschlechterungen werden eher selten wahrgenommen.

 

Wege zur Schule oder zum Kindergarten

Fast die Hälfte der Teilnehmenden gab an, Kinder oder Enkelkinder zu haben, die eine Schule oder den Kindergarten besuchen. Die Wege dorthin legen die Kinder großteils zu Fuß, mit dem Öffentlichen Verkehr oder in Kombination dieser beiden zurück. Etwas mehr als die Hälfte der Kinder legen diese Wege alleine oder gemeinsam mit anderen Kindern zurück. 40 Prozent werden von einer erwachsenen Person begleitet. So ist es nicht verwunderlich, dass 87 Prozent der Teilnehmenden Schulstraßen in Österreich für wichtig oder sehr wichtig halten und sich 70 Prozent eine solche Schulstraße auch vor der Schule oder dem Kindergarten ihres eigenen Kindes wünschen.

 

Einsatz für bessere Bedingungen für das Gehen

Mehr als 70 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, dass die Politik sich noch stärker für bessere Bedingungen für das Gehen einsetzen soll.

Gute Bedingungen für bewegungsaktive Mobilität wie Gehen und Radfahren zu schaffen, ist ein wesentlicher Schritt nicht nur in Richtung Klimaschutz, sondern auch hin zu einer sozial gerechten, leistbaren Mobilität, die allen nützt.

Der VCÖ setzt sich als gemeinnützige Organisation für eine solche ökologisch verträgliche und sozial gerechte Mobilität mit Zukunft ein. Der intensive Einsatz des VCÖ ist nur Dank der Unterstützung durch Spenden von Privatpersonen möglich.

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