Faire Besteuerung im Verkehr

Laut EU-Ziel sollen die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs im Jahr 2050 um mindestens 60 Prozent niedriger sein als im Jahr 1990. Die EU möchte damit erreichen, dass der globale Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt wird. Für Österreich bedeutet dieses Ziel, dass die CO2-Emissionen des Verkehrs vom heutigen Stand weg um 75 Prozent zu verringern sind.

Dieses Ziel ist nur mit einem grundlegenden Wandel in unserer Mobilität erreichbar. Ein Wandel, der aber derzeit durch das bestehende Steuer- und Abgabensystem massiv behindert wird. So fließen derzeit allein rund 3,5 bis 3,7 Milliarden Euro an kontraproduktiven Subventionen mit umweltschädlicher Wirkung in den Straßenverkehr. Dazu zählen unter anderem Steuerbegünstigungen für Firmenwagen, Steuerbegünstigungen für Diesel und Kerosin und die derzeitige Form des Pendelpauschales.

Weitere elf Milliarden Euro an Kosten, die der Straßenverkehr im Vorjahr verursachte, werden auf die Allgemeinheit abgeschoben. Diese so genannten externen Kosten umfassen unter anderem Gesundheitskosten durch Verkehrsabgase und Unfälle, Kosten für Klimaschäden und Schäden für Tourismus und Immobilien durch zu viel Verkehr.

Der VCÖ setzt sich für eine ökologische Steuerreform im Verkehrsbereich ein. Mit einer ökologischen Steuerreform wird Fortbewegung, die viel Energie braucht und viele Treibhausgase ausstößt höher besteuert. Energieaufwändige, lange Transporte werden teurer und es kommt zu einer Verlagerung auf kürzere Wege. Öffentlicher Verkehr, Gehen und Radfahren gewinnen an Bedeutung.

Deutschland hat mit der Einführung der Ökosteuern den Energieverbrauch des Verkehrs deutlich verringern können. Die Pkw-Fahrleistung ist in Deutschland zwischen 1999 und 2003 um 7,1 Prozent zurückgegangen, während sie in Österreich im gleichen Zeitraum um 18,1 Prozent gestiegen ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

VCÖ-Schriftenreihe „Mobilität mit Zukunft“:

VCÖ-Factsheets: