Informationen zum Jobticket

Mit dem Jobticket, das es seit 1.1.2013 uneingeschränkt für alle Beschäftigten gibt, können Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Öffi-Ticket freiwillig für den Arbeitsweg steuer-, abgaben- und sozialversicherungsfrei zur Verfügung stellen. Das Unternehmen kann es als Betriebsausgabe geltend machen, womit alle Seiten gewinnen.

Im Zuge der ökosozialen Steuerreform kommt es ab dem 1.Juli 2021 zu einer Neuregelung beim Kauf von Jobtickets. Bisher musste ein Jobticket vom Unternehmen gekauft werden. Zukünftig ist es Beschäftigten möglich, das Öffi-Jobticket selbst zu erwerben und es anschließend vom Betrieb gänzlich oder teilweise zurückerstattet zu bekommen. Dadurch soll die Zugänglichkeit und Abwicklung beim Erwerb des Öffi-Jobtickets erleichtert werden. Die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können die Kosten für Jobtickets als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen.

Anmerkung: Der Name Jobticket wird auch für vergünstigte Unternehmens-Angebote von lokalen Verkehrsunternehmen verwendet.

Wie bekomme ich das Jobticket?

Der VCÖ hat für Sie die Informationen zusammengestellt, was zu beachten ist, um das Jobticket in Ihrem Unternehmen umzusetzen.

In 5 Schritten zum Jobticket
Um das Jobticket erfolgreich zu nutzen, sind fünf einfache, aber wesentliche Punkte von Unternehmen und Beschäftigten zu beachten:

1. Steuerfrei für die Beschäftigten – Betriebsausgabe für das Unternehmen
Unternehmen und Organisationen können freiwillig den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln finanziell unterstützen, indem sie die Fahrkarte zur Verfügung stellen. Für die Beschäftigten fallen keine Steuern oder Sozialabgaben an, die Unternehmen können das Jobticket als Betriebsausgabe geltend machen.

2. Fahrkarten als Sachbezug zur Verfügung stellen
Das Jobticket ist ein Sachbezug und kann vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Um die Option eines Jobtickets zugänglicher zu machen, kann die Rechnung ab dem 1.7.2021 auch auf den Namen des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin ausgestellt werden. Das Unternehmen kann auch nur einen Teilbetrag der Fahrkarte als Jobticket übernehmen und steuerfrei abrechnen.

3. Als Jobtickets gelten Zeitkarten (z.B. Jahres- oder Monatskarte)
Ab dem 1.7.2021 ist die Reichweite des Tickets nicht mit der Strecke Wohnung – Dienstort –Wohnung begrenzt. Das Ticket muss nur zu Fahrten entweder am Wohnort oder am Dienstort berechtigen. Arbeitgeber können auch beispielsweise nur einen Teil der Kosten übernehmen.

4. Das Jobticket ist eine zusätzliche Leistung des Arbeitsgebers
Wichtig ist, dass es sich beim Jobticket um eine zusätzliche Leistung handelt und es nicht statt bisher gezahltem Lohn (Bezugsumwandlung) zur Verfügung gestellt wird. Ausgenommen sind schon bisher bezahlte Fahrtkostenzuschüsse, die nun als Jobticket abgewickelt werden.

5. Entfall des Pendelpauschales beachten und vermerken
Für Monate, in denen ein Jobticket oder ein Firmenwagen zur Privatnutzung genutzt wird, steht kein Pendelpauschale zu. Diese Kalendermonate sind im Lohnzettel und im Lohnkonto zu vermerken (Lohnkontenverordnung 2006).

Allerdings kann weiterhin Pendelpauschale für jenen Teil der Wegstrecke geltend gemacht werden, für den kein Jobticket zur Verfügung gestellt wird oder für den es keinen Öffentlichen Verkehr gibt, etwa für die Anreise zum Bahnhof. Die Einstiegsstelle für das öffentliche Verkehrsmittel, für das ein Jobticket vorhanden ist, ist dann für die Berechnung der Distanz wie die Arbeitsstätte zu betrachten. Wird ein Teil des Jobtickets durch die Beschäftigte oder den Beschäftigten bezahlt, können die Kosten für diese Zuzahlung bis zur Höhe des Pendelpauschales für den gesamten Arbeitsweg geltend gemacht werden.

Sonderfall: Beschäftigte besitzen bereits eine persönliche Strecken- oder Jahreskarte
Wenn Beschäftigte bereits eine persönliche Zeitkarte, etwa eine Jahreskarte, besitzen, sollten Möglichkeiten der Rückabwicklung laufender oder bereits bezahlter Fahrkarten bzw. die Umstellung der Rechnungsadresse mit dem betreffenden Verkehrsunternehmen bzw. Verkehrsverbund besprochen werden.

Wie Sie als Firmenleitung die Jobtickets für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den Verkehrsunternehmen und -Verbünden bestellen können, entnehmen Sie bitte dem folgenden Dokument: Jobticket-Informationen zur Bestellung

Weitere Informationen zur Abwicklung finden Sie unter folgenden Links:
https://www.bmf.gv.at/public/top-themen/oeffi-ticket.html