Städte unverzichtbar als Klima-Akteure

Ulla Rasmussen
VCÖ-Verkehrspolitik

Die EU hat meistens keine Zuständigkeit, wenn es um städtische Mobilität oder Stadtentwicklung geht. Allerdings sind die europäischen Städte für die Erreichung der EU-weiten Ziele im Bereich Klima, Energie und Luftqualität zentrale Partner. Deswegen wurde schon im Jahr 2008 von der Europäischen Kommission die Initiative „Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie“ ins Leben gerufen. Das Ziel war, die Entscheidungsverantwortlichen vor Ort für die Umsetzung der Klima- und Energieziele zu motivieren und auch zu unterstützen. Und das wirkt: Mittlerweile hat sich der Konvent mit der Initiative „Compact of Mayors“ zusammengetan und ist somit zu einer globalen Bewegung für kleine wie auch ganz große Städte geworden, die sich für die Umsetzung von Klima- und Energiezielen einsetzen.
Für die Städte der EU locken nicht nur Best-Practice-Beispiele, Informationsaustausch und Richtlinien, wie beispielsweise ein SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan) zu konzipieren ist. Es winkt auch Ko-Finanzierung bei der Umsetzung von Maßnahmen aus diesen Plänen. Der Einsatz für nachhaltige Mobilität in Städten ist nicht nur vorteilhaft für die Mobilität und die Gesundheit der Stadtbevölkerung, er hilft auch den EU-Mitgliedstaaten ihre nationalen Ziele zu erreichen – oder zumindest nicht ganz so arg zu verfehlen wie ohne städtische Akteurinnen und Akteure.

Ihre Meinung dazu an ulla.rasmussen@vcoe.at


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VCÖ-Magazin 2019-02 Mobilitätswende in Städten voranbringen

Städte haben aufgrund der Bevölkerungsdichte und der vielen zurückgelegten Wege große CO2-Reduktionspotenziale. Durch ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot werden viele Menschen erreicht und angeregt, neue Mobilitätsgewohnheiten zu entwickeln.


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