Leben mit Partizipation

Willi Nowak
VCÖ-Geschäftsführung

Es ist Herbst im Jahr 2033. Bernd und Leonore betrachten verwundert ein Bild der Wiener Mariahilfer Straße aus dem Jahr 2013. Eine Autokolonne schiebt sich an einkaufswilligen Menschen vorbei. Da ist auch ein Foto des Wiener Stephansplatzes aus dem Jahr 1963. Verkehrsampeln versuchen, Lkw und Pkw durch die Kärntnerstraße zu schleusen. Das Auto-Zeitalter war belastend für Österreichs Städte, stellt Bernd fest.

Jetzt, im Jahr 2033, haben Menschen Platz auf der Straße. Autos fahren, stehen aber nicht herum. Gehsteigkanten gibt es noch auf Hauptverkehrsstraßen. Entlang der Gebäudemauern verlaufen Grünstreifen für die verpflichtende Fassadenbegrünung. Die Temperatur im Straßenraum ist nun um zwei Grad geringer. Leonore blickt auf ein Bild ihrer Wohnumgebung mit Sitzgelegenheiten, Wasserentnahmestellen und einem Cargo Hub, der von E-Lieferfahrzeugen angefahren wird. Bernd zeigt auf Personen, die im Schatten eines Baumes sitzen. Das ist gelebte Partizipation und dies sei eine der lokalen Gruppen, die jetzt im Austausch mit Fachleuten die Gestaltung ihrer Straßen verantworten, sagt Leonore lächelnd.


Titelbild Magazin

VCÖ-Magazin 2018-03 Sharing: Geht die Ära der Privat-Pkw zu Ende?

Im digitalen Zeitalter bedeutet individuelle Mobilität, aus einer Vielzahl verschiedener Möglichkeiten flexibel wählen und diese kombinieren zu können – ohne vom Besitz eines eigenen Fahrzeugs abhängig zu sein.

 


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