EU-Ziele unverzichtbar für Mobilitätswende

Maßnahmen zur Mobilitätswende werden meist erst aufgrund von EU-Zielen gesetzt

Ulla Rasmussen
VCÖ-Verkehrspolitik

Die Regierung in Österreich lobt sich dafür, dass sie eine Klimaund Energiestrategie beschlossen hat. Sie sagt nicht dazu, dass dies aufgrund EU-weiter Ziele für Treibhausgas-Reduktion und Regeln, wie diese zu erreichen ist, de facto vorgegeben wurde. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass Projekte und Maßnahmen vor Ort in den Gemeinden, die die Mobilitätswende voran treiben wollen, meist erst aufgrund von EU-Zielen existieren.

Der VCÖ beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Gesetzgebung auf europäischer Ebene, vor allem in den für Mobilität und Gütertransport so wichtigen Bereichen Klima, Energie und Luftqualität, und meist in enger Zusammenarbeit mit unserem Dachverband „Transport and Environment“ (T&E).

Ohne EU-Zielsetzungen für Luftqualität gäbe es keine Umweltzonen für Lkw und keine Temporeduktionen in schadstoffgeplagten Gebieten. Ohne EU-Ziele für Klimaschutz fänden viele Klimaschutzprojekte im Mobilitätsbereich
keine Unterstützung und Finanzierung. Der Einsatz für strikte Regeln in Bezug auf Luftverschmutzung und Klimaschutz
ist oft langwierig, enorm technisch und von starkem Gegenwind, nicht zuletzt aufgrund ökonomischer Interessen, geprägt. Das nehmen wir jedoch gerne in Kauf dafür, dass dadurch die Mobilitätswende vor Ort vorangetrieben wird.

>>> Ihre Meinung dazu an ulla.rasmussen@vcoe.at


Titelbild Magazin

VCÖ-Magazin 2018-04 - 30 Jahre VCÖ - Mobilität mit Zukunft

Im Jahr 2050, also in gut 30 Jahren, muss der fast völlige Ausstieg aus Erdöl und Erdgas im Verkehr abgeschlossen sein, um Österreichs Verantwortung für ein stabiles Weltklima nachzukommen.


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