Mobilitätspreis Wien

VCÖ-Mobilitätspreis Wien für Carsharing-Projekt „Elfride“ und für „SPEEDY Fußwegeplan“

Gesellschaftliche Entwicklungen, wie Urbanisierung, demografischer Wandel und Digitalisierung sowie Trends wie Sharing verändern die Mobilität und damit auch die Anforderungen an das Mobilitätsangebot. Deshalb war heuer der VCÖ-Mobilitätspreis dem Thema „Mobilität im Wandel“ gewidmet. Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt. Österreichweit wurden mehr als 300 innovative Projekte eingereicht, die meisten davon in Wien, nämlich 88. Eine Fachjury hat die Projekte bewertet.

„Immer mehr Wienerinnen und Wiener nutzen umweltfreundliche Verkehrsmittel in der Stadt. In den vergangenen Jahren haben wir in Wien das Angebot massiv verbessert, zum Beispiel durch die Vergünstigung der Jahreskarte oder den Ausbau von Carsharing. Auch die Wienerinnen und Wiener setzen jetzt selbst Initiativen für mehr umweltfreundliche Mobilität in der Stadt. Dafür möchte ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim VCÖ-Mobilitätspreis herzlich danken“, so Wiens Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.

SPEEDY Fusswegeplan mit VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet

Wie das zu Fuß gehen gefördert werden kann, zeigt eine in der Lokalen Agenda 21 in Wien Landstraße aktive Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger. In den inneren Bezirken Wiens und damit auch in Wien-Landstraße ist der Anteil des Gehens in der Alltagsmobilität überdurchschnittlich hoch. Die Agendagruppe hat heuer in Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohner des 3. Bezirks einen einfach lesbaren Plan für das Gehen im Alltag erstellt. Darin sind Abkürzungen und Durchgänge (inklusive Öffnungszeiten) eingezeichnet, ebenso Wege, die durch Grünflächen führen. Der Plan ist kostenlos erhältlich und liegt im Bezirk unter anderem in öffentlichen Einrichtungen wie dem Bezirksamt auf.

Das Anliegen der Initiatorin, Bettina Berger-Zimmermann, ist es „über kurze, ruhige und oft auch sehr schöne Fußwege zu informieren und zum zu Fuß gehen im Dritten einzuladen“. Der Bezirk profitiert von der Förderung des Gehens: Fußgängerinnen und Fußgänger stärken die Nahversorgung und damit die Wirtschaft und das Sozialleben. Der Plan wird laufend erweitert, Anregungen eingearbeitet. Weitere Informationen

Auch Carsharing-Initiative „Elfride“ mit VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet

Der Trend des Sharings verändert auch die Einstellung zum Auto. „Nutzen statt besitzen“ heißt für zunehmend mehr Menschen in der Stadt das Motto. Carsharing erfreut sich in Wien wachsender Beliebtheit. In Zukunft ist mit einer Zunahme auch von nicht-kommerziellen Carsharing-Initiativen zu rechnen. Ein Beispiel dafür ist der Verein „Elfride“, der seit August 2013 aktiv ist. Das Auto wird von 12 Nutzerinnen und Nutzer verwendet, neun Mitgliedern nutzen es für private Fahrten, drei auch für geschäftliche Fahrten. Wer eine Wiener Linien Jahreskarte oder eine ÖBB-VorteilsCard hat, zahlt keinen Mitgliedsbeitrag (60 Euro pro Jahr).

Das Auto hat einen fixen Standort in einer Tiefgarage im 7. Bezirk. Innerhalb von zwölf Monaten wurde das Auto 212 Mal gebucht. Im Schnitt gaben die Mitglieder 310,- Euro pro Jahr für die Autonutzung aus. Carsharing ist um ein Vielfaches günstiger als der Besitz eines eigenen Autos. Für die Allgemeinheit hat Carsharing den Vorteil, dass weniger Parkplätze gebraucht werden, betont der VCÖ. Ein klassisches Carharing Auto ersetzt  bis zu 15 herkömmliche Pkw. Weitere Informationen

Michael Fröhlich von der ÖBB-Personenverkehr AG gratuliert den Gewinnern und Gewinnern: „Der Öffentliche Verkehr bildet das Mobilitätsrückgrat für die Carsharing-Kundinnen und Kunden. Die kombinierte Mobilität kennt nur Gewinner: Die Kundinnen und Kunden, den Öffentlichen Verkehr, die Umwelt und auch die Städte. Und zu Fuß gehen ist sowieso immer richtig – und wichtig.“

„Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis wollen wir zeigen, dass es für Herausforderungen und Probleme im Verkehrsbereich praxiserprobte Lösungen gibt. Wir hoffen, dass die diesjährigen ausgezeichneten Projekte viele Nachahmerinnen und Nachahmer haben“, gratuliert VCÖ-Sprecher Gratzer den Preisträgerinnen und Preisträger.

 

VCÖ-Mobilitätspreis Wien - Die bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner

Jahr 2015: Elfride–Carsharing und SPEEDY Fußwegeplan

Jahr 2014: Verein „Wohnprojekt Wien“

Jahr 2013: Carsharing 24/7

Jahr 2012: Lastenfahrradtransport – Heavy Pedals

Jahr 2011: ABC Consulting, Projekt „Com-o Ver“

Jahr 2010: A1 Telekom Austria „Telepresence“ und SPAR „Einkaufsmobilität“

Jahr 2009: Transportservice des ReparaturNetzwerks

Jahr 2008: Bezirk Landstraße - „Landstraßer Durchgänge“

Jahr 2007: Bike-City Wien-Leopoldstadt

Jahr 2006: Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) – „compano“

Jahr 2005: Landespolizeikommando Wien

Quelle: VCÖ 2015

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird unterstützt von: