VCÖ-Mobilitätspreis Wien

VCÖ-Mobilitätspreis Wien für Neugestaltung der Zieglergasse und Rotenturmstraße

Durch die Klimakrise wird die Hitze in Wien in Zukunft stark zunehmen. Hitze ist für ältere Menschen sowie für gesundheitlich beeinträchtigte Personen lebensbedrohend. Die „Kühle Meile Zieglergasse“ ist ein Pionierprojekt für Abkühlungsmaßnahmen im dicht verbauten Gebiet. 24 Bäume werden hier als Schattenspender gepflanzt, es wird Trinkbrunnen geben, die Gehsteige erweitert, helle Plattenbelege verwendet, Sitzmöglichkeiten mit Pergola errichtet und Kühlbögen aufgestellt als Novum im öffentlichen Raum in Wien. Die Baumpflanzungen werden bei breiteren Abschnitten Richtung Fahrbahnmitte verschoben, um großkronige Bäume pflanzen zu können. Der Umbau wurde Ende August gestartet und wird zum Jahresende abgeschlossen sein.

Fit für die Zukunft wird auch die Rotenturmstraße gemacht. Die beliebte Einkaufsstraße wird eine Begegnungszone, womit die Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich mehr Platz bekommen. An Spitzentagen sind hier bis zu 60.000 Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs und damit 20 Mal mehr als Pkw. Zudem werden auch hier Maßnahmen zur Abkühlung umgesetzt. 16 Bäume werden neu gepflanzt, zwei Trinkbrunnen und zwei Fontainenbrunnen errichtet. Über 20 neue Bänke laden zudem zum Verweilen ein. Die neue Rotenturmstraße wird im November eröffnet.

Den VCÖ-Mobilitätspreis Wien überreichten VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, Harald Wielander von ÖBB-Postbus und für die Stadt Wien SPÖ-Klubobmann Josef Taucher an den Leiter der MA 19 Franz Kobermaier, die Projektleiterinnen Martina Frühwirth (Kühle Meile Zieglergasse) und Clarissa Knehs (Rotenturmstraße Neu) von der MA 19 und Planerin Anna Detzlhofer von DnD Landschaftsplanung.

„Wer eine nachhaltige Stadt will, muss heute den Grundstein dafür legen. Diesem Gedanken trägt der VCÖ-Mobilitätspreis Rechnung, indem er zukunftsweisende Ideen, Projekte und Unternehmen auszeichnet, die den Weg für eine klima- und umweltfreundliche Zukunft bereiten. Die Politik hat die Aufgabe, den Rahmen zu schaffen, den es braucht, um diese Trendwende zu ermöglichen“, betont Josef Taucher

Essen auf Elektrolastenrädern als vorbildliches Projekt prämiert

Der Samariterbund hat im Jahr 2017 mit dem Projekt „Essen auf (E-Lasten)rädern“ mit Transporträdern  gestartet. Mittlerweile sind bereits 21 E-Lastenräder im Einsatz, mit Ausnahme der Flächenbezirke 21 und 22 wird bereits in ganz Wien mit Transportfahrrädern zugestellt. Ein E-Lastenrad hat ein Ladevolumen von 35 Essensboxen. Pro Jahr vermeidet „Essen auf (E-Lasten)rädern“ rund 19.000 Kilogramm CO2.

Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien nahmen der Geschäftsführer des Samariterbund Wiens Oliver Löhlein, Claudia Ertl-Huemer   (Gourmet Menü-Service) und  Maria Ransmayr (Fonds Soziales Wien) entgegen.

1. vollelektrisches Müllsammelfahrzeug der MA 48 ausgezeichnet

Die MA48 der Stadt Wien hat in Zusammenarbeit mit den Unternehmen MAN, M-U-T und Framo Österreichs erstes vollelektrisches Müllsammelfahrzeug entwickelt. Seit Ende Mai 2019 ist es im Einsatz. Sowohl der Antrieb als auch die Behälterentleerung und die Müllverdichtung erfolgen elektrisch. Die Batterien haben eine Kapazität von 230 kWh und eine Reichweite von 100 Kilometern. Die Nutzlast beträgt elf Tonnen, das Sammelvolumen 18 Kubikmeter. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien nahmen Thomas Hampel und Ulrike Volk von der MA 48 entgegen.

Auszeichnung für Schulstraße der Volksschule Vereinsgasse

Vorreiterin ist auch die Volksschule Vereinsgasse: Hier wurde im September des Vorjahres die 1. Schulstraße in Wien gestartet. Dabei wird vor Unterrichtsbeginn zwischen 7.45 und 8.15 Uhr die Straße für den Autoverkehr gesperrt. Grund für die Schulstraße waren Elterntaxis, die vor der Schule zu Verkehrschaos und unübersichtlichen Situationen geführt haben. Die Volksschule Vereinsgasse hat in Kooperation mit der Mobilitätsagentur Wien und der Bezirksvorstehung Leopoldstadt die Schulstraße umgesetzt. Mit der Schulstraße hat sich die Zahl der Eltern, die ihr Kind mit dem Auto Richtung Schule bringen, stark reduziert. Aufgrund des erfolgreichen Pilotprojekts wird das Modell der Schulstraße im Herbst 2019 bei drei weiteren Schulen – Gilgegasse (Alsergrund), Fuchsröhrenstraße (Simmering) und Deckergasse (Meidling) - umgesetzt.

Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien als vorbildliches Projekt nahmen Volksschuldirektorin Gebriele Lener, die Geschäftsführerin der Mobilitätsagentur Petra Jens und die Bezirksvorsteherin des zweiten Bezirks Ursula Lichtenegger entgegen.

„Die Zukunft der Mobilität ist entscheidender Faktor im Kampf gegen Klimawandel. Bei Postbus verfolgen wir langfristig das Ziel, auf im Fahrtbetrieb völlig emissionslose Antriebe umzustellen. In Summe geht es um 2.300 Busse in ganz Österreich. Innovative Verkehrskonzepte wie sie heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet wurden, sind unabdingbar für die Mobilitätswende“, gratuliert Nikolaus Ott, Regionalmanager von ÖBB-Postbus, allen Gewinnerinnen und Gewinnern.

Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Wien, der vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt und von Gesiba unterstützt wird, war dem Motto „Mobilitätswende voranbringen“ gewidmet. 89 Projekte wurden eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland.

 

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt:

           

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird unterstützt von:

      

Ausgezeichnete Projekte

Wählen Sie ein Jahr aus und informieren Sie sich über die beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichneten Projekte (PDF-Dokumente).

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