VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten

VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten für Touristische Mobilitätszentrale

„Die Mobilitätsdaten in Europas Städten zeigen in eine eindeutige Richtung: Immer mehr Haushalte haben kein eigenes Auto. Um die wichtige Zielgruppe der Städter auch in Zukunft für den Tourismus gewinnen zu können, braucht es gute autofreie Mobilitätsangebote in Kärnten. Die touristische Mobilitätszentrale Kärnten ist dabei  ein Vorreiter“,  gratuliert VCÖ-Experte Markus Gansterer dem Gesamtsieger beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten, der unter dem Motto „klimaverträglich mobil“ stand.

Acht Kärntner Tourismusregionen haben sich zusammengeschlossen, um Gästen eine autofreie Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen. Im Jahr 2016 wurden daher von der Touristischen Mobilitätszentrale landesweit Bahnhof-Shuttles eingeführt, die eine öffentliche Verbindung vom Bahnhof direkt zum Ziel ermöglichen. Ausgehend von zehn Zielbahnhöfen können Gäste zu mehr als 4.300 Nächtigungsbetrieben und 260 Ausflugszielen fahren. Das Angebot steht selbstverständlich auch den Kärntnerinnen und Kärntnern zur Verfügung.

Ziel ist es, in den nächsten Jahren mit dem Bahnhof-Shuttle landesweit mindestens 50.000 Personen zu transportieren und das Angebot von den derzeit acht Regionen auf ganz Kärnten auszuweiten. Der VCÖ, Landesrat Rolf Holub und die ÖBB überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an Geschäftsführer Georg Overs von der Region Villach Tourismus und an den Projektleiter Markus Reisner. Der VCÖ- Mobilitätspreis Kärnten wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Kärnten und der KELAG unterstützt.

Kärntens Verkehrslandesrat Rolf Holub gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich. Die Gewinnerprojekte würden zeigen, wofür Kärnten steht: „Klimaschutz wird immer wichtiger. Das kreative Potenzial war auch beim heurigen VCÖ-Mobilitätspreis wieder sehr groß. Die Gewinnerinnen und Gewinner sind ein Vorbild für alle Klimaschützerinnen und Klimaschützer Mit dem Klimakompass, dem Energie- sowie Mobilitätsmasterplan geht das Land Kärnten die kommenden Herausforderungen durch den Klimawandel aktiv an“, so Holub

„Silber“ für Volksschule Lind ob Velden beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten
Die Volksschule Lind ob Velden wurde für das Projekt „autofrei zur Schule“ ausgezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Lind ob Velden haben in der Fastenzeit 40 Tage lang versucht ohne Elterntaxi auszukommen. Jeder Schulweg, der zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichem Verkehrsmittel zurückgelegt wird, ist auch ein Gewinn für die Gesundheit der Kinder. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Klimabündnis Kärnten durchgeführt.

Wie Kinder heute mobil sind, hat wesentlichen Einfluss auf ihr späteres Mobilitätsverhalten. In Kärnten kommen immerhin zwei Drittel der Kinder umweltverträglich zu Fuß, mit dem Öffentlichen Verkehr oder Fahrrad zur Schule. Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, tun ihrem Kind nichts Gutes. Der Schulweg ist für Kinder eine Chance, Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen und auf die tägliche Portion gesunde Bewegung zu kommen, betont der VCÖ. Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten nahm Volksschuldirektor Christian Zeichen entgegen. 

„Silber“ beim VCÖ-Mobilitätspreis auch für E-Motor zum Nachrüsten von Fahrrädern
81 Prozent der Kärntner Haushalte besitzen ein Fahrrad. Es gibt mehrere Gründe, warum die Fahrräder nicht häufiger genutzt werden, um Alltagsziele zu erreichen. Für zwei Gründe -- Steigungen oder auch die Streckenlänge – gibt es mit dem E-Fahrrad keine Ausrede mehr. Und mit dem Elektromotor-Nachrüstsatz des Villacher Unternehmens GP Motion können auch herkömmliche Fahrräder zu E-Fahrrädern  umgerüstet werden. add-e ist ein kleiner, zwei Kilogramm schwerer Elektromotor. Die nachgerüsteten Fahrräder sind leichter als herkömmliche E-Fahrräder.

Der VCÖ weist darauf hin, dass in Kärnten jede sechste Autofahrt kürzer als zweieinhalb Kilometer ist, vier von zehn sind kürzer als fünf Kilometer und sechs von zehn kürzer als zehn Kilometer. Distanzen, die mit dem E-Fahrrad um ein Vielfaches klimaverträglicher zurückgelegt werden können als mit dem Auto. Den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten nahm der Projektleiter Thomas Pucher von VCÖ, Landesrat Holub und ÖBB entgegen.

Auch Gerald Zwittnig von der ÖBB-Infrastruktur AG gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern und betont: „Die 130 Kilometer lange Koralmbahn bringt Fahrgäste künftig nicht nur schneller, sondern auch umweltschonender ans Ziel. Zudem können Güterzüge auf der modernen Hochleistungsstrecke länger und schwerer beladen werden. Das entlastet die Straße, schont die Umwelt und reduziert die Transportkosten. Mit jeder Tonne Fracht, die ein Zug voranbringt und nicht ein Lkw, wird um 15 Mal weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen.“

VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten – die Gewinnerinnen und Gewinner
Jahr 2017: Touristische Mobilitätszentrale Kärnten, „40 Tage ohne Elterntaxi“ von VC Lind ob Velden, add-e E-Motor zum Nachrüsten für Fahrräder
Jahr 2016: Naturpark Weissensee „Erlebnispass „mobil+“
Jahr 2015: ARGE BH Fahr!Rad „bike2school“
Jahr 2014: Dr. Arno Brandhuber „Autofahren ist heilbar“
Jahr 2013: Gemeinde Weissensee „Naturpark Weissensee – Modellregion Sanfte Mobilität“
Jahr 2012: „Busaktionen /eMobilität“ Stadtwerke Klagenfurt
Jahr 2011: „Sonnenstadt“ St. Veit an der Glan
Jahr 2010: Dezentrale Mobilitätsservicestelle Völkermarkt
Jahr 2009: Lebensland Kärnten „elektromobile Zukunft“
Jahr 2008: GO-Mobil
Jahr 2007: Kundenkartensystem Stadtwerke Klagenfurt
Jahr 2006: Tourismusbüro Hermagor
Jahr 2005: Villacher Nachtbus

Quelle: VCÖ 2017

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