VCÖ-Mobilitätspreis Tirol

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol für Tram/Regionalbahn Innsbruck

Seit Jänner dieses Jahres ist der erste Abschnitt der Tram/Regionalbahn Innsbruck in Betrieb. Die Straßenbahnlinien 2  und 5 wurden verlängert. Nun ist auch das Olympische Dorf angebunden und im Westen die Peerhofsiedlung und die Haltestelle Technik-West. In den nächsten Schritten werden auch die Gemeinde Rum und die Gemeinde Völs angebunden werden. Die Kapazität auf der Strecke zwischen der Haltestelle Technik-West und Olympischen Dorf um 40 Prozent erhöht. Eine Straßenbahngarnitur bietet 160 Personen Platz. Im Frühverkehr ersetzt damit eine einzige Straßenbahnfahrt rund 140 Autofahrten, macht der VCÖ aufmerksam. Denn im Schnitt sitzen in 100 Autos nur 115 Personen.

„Mehrere Aspekte zeichnen dieses Projekt aus. Zum einen ist die umsteigfreie Verbindung vom Umland in die Stadt ganz zentral, um den Pendlerverkehr im nötigen Ausmaß vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr verlagern zu können. Zudem muss auch der Öffentliche Verkehr Schritt für Schritt von fossilen Energieträgern unabhängig werden. In diesem Fall wurde die mit Dieselbussen betriebene Linie durch eine mit Strom fahrende Straßenbahn ersetzt“, gratuliert Valentina Kofler vom VCÖ den Gewinnern. Pro Jahr werden laut Innsbrucker Verkehrsbetriebe rund 730.000 Liter Diesel eingespart und mehr als 1.900 Tonnen CO2 vermieden.

Video Verleihung VCÖ-Mobilitätspreis Tirol: https://www.youtube.com/watch?v=jLTnrHpATkI&feature=youtu.be

Carsharing floMOBIL als  vorbildliches Projekt ausgezeichnet

Ende 2017 gestartet, ist das Carsharing-Projekt floMOBIL bereits in 15 Gemeinden vertreten. Es werden nur E-Fahrzeuge eingesetzt, den Kundinnen und Kunden stehen bereits 56 Fahrzeuge zur Verfügung. Da viele Fahrten alleine gemacht werden und kurz sind, bietet floMOBIL nicht nur E-Autos, sondern auch E-Scooter, E-Fahrräder und so genannte Weelz (elektrisches Dreirad mit Umhausung) an. floMOBIL ist als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr insbesondere in den ländlichen Regionen konzipiert. Inhaberinnen und Inhaber von Jahresnetzkarten können auch das floMOBIL nutzen. 

 

Auch grenzüberschreitende Radverkehrsförderung als vorbildliches Projekt prämiert

Wie können Gemeinden mehr Bürgerinnen und Bürger zum Radfahren motivieren? Antworten auf diese Frage erarbeitet das vom Klimabündnis Tirol geleitete grenzüberschreitende Projekt PRO-BYKE. Neben zehn Tiroler Gemeinden nehmen auch 20 Gemeinden aus dem Friaul und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt sowie die Stadt Vicenza teil. Gemeinsam mit den Gemeinden werden Maßnahmen erarbeitet, wie der Radverkehr gefördert werden kann. Der Austausch zwischen den beteiligten Gemeinden wird  dabei forciert. Damit können die Gemeinden voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und erfolgreiche Maßnahmen nachahmen. PRO-BYKE läuft nach einem standardisierten Prozess ab.  In jeder Gemeinde wird ein Radteam gebildet, in dem Politik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger, die Radfahren, vertreten sind. Der Prozess umfasst unter anderem eine Radtour mit Helmkamera durch die Gemeinde, einen Fahrradklimatest und eine Stärken-Schwächen-Analyse. Auf Basis dessen werden Maßnahmen zur Radverkehrsförderung erarbeitet. In den Gemeinden Brixlegg, Landeck, Schwaz, Virgen und Wattens wurden infolge der Beratung insgesamt 143 Maßnahmen erarbeitet, die umgesetzt werden.

Klimafreundlich zu den Ausflugszielen: APP für TVB Wilder Kaiser

Den Freizeit- und Ausflugsverkehr auf Klimakurs zu bringen ist für das Tourismusland Tirol besonders wichtig. Die Tourismusregion Wilder Kaiser hat eine Maßnahme gestartet, die dazu einen wichtigen Beitrag leisten kann. Mit der web-basierten App www.wilderkaiser.naturtrip.app/welcome können sehr einfach Ausflugsziele gesucht werden, die optimal mit Bahn und Bus erreichbar sind. „Gerade im Ausflugsverkehr steigen viele aus Gewohnheit ins Auto. Dabei sind viele Ausflugsziele durchaus gut mit dem Öffentlichen Verkehr erreichbar. Dieses Projekt wird hoffentlich von vielen Tourismusregionen nachgeahmt“, gratuliert Valentina Kofler vom VCÖ den Gewinnern.

Die „Mobilitätswende voranbringen“ war das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Tirol, der vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt und von der TIWAG unterstützt wird.  „Der VCÖ-Mobilitätspreis bietet innovativen Tiroler Mobilitätsprojekten alljährlich eine Bühne, um sie einer breiten Öffentlichkeit noch näher zu bringen. Viele der eingereichten Projekte haben starkes Zukunftspotenzial und jene, die prämiert werden, tragen vielfach bereits zu einer verbesserten und nachhaltigen Mobilität in Tirol bei. Ich gratuliere allen ausgezeichneten Projektverantwortlichen“, so die für Umwelt und Nachhaltigkeit zuständige LHStvin Ingrid Felipe.

„Klimaschutz ist derzeit in aller Munde und der Verkehr ist insbesondere in Tirol der Hauptverursacher für den hohen CO2-Ausstoß. Statt auf andere zu zeigen beginnen wir einfach bei uns selbst und machen bei den täglichen Wegen den Klimacheck. Wir haben in Tirol 421 Kilometer Schiene, unsere Tochter ÖBB-Postbus erreicht fast 2.000 Haltestellen, nahezu jeder hat ein Fahrrad daheim, aber jedenfalls seine eigenen Füße. Mit Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß haben wir schon vier Optionen, um öfter klimafreundlich unterwegs zu sein“, so René Zumtobel der Regionalleiter des ÖBB-Personenverkehrs in Tirol.

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Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt:

       

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Ausgezeichnete Projekte

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