VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich

VCÖ-Mobilitätspreis NÖ für easy mobil Station Griesfeld, für Rad-Highway, Gebrüder Weiss und St. Pölten

Die Gewinner beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ 2019 sind die Badner Bahn für die easy mobil Station in Griesfeld, die Stadt St. Pölten für das neue Stellplatzregulativ für den Wohnbau, die Gebrüder Weiss für eine klimaneutrale Güterzustellung und der geplante, gemeindeübergreifende Rad-Highway entlang der Südbahn im Bezirk Mödling

„Mobilitätswende voranbringen“ lautet das Motto des VCÖ-Mobilitätspreises, der vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Niederösterreich und den ÖBB durchgeführt und von WEB Windenergie unterstützt wird.

Die Zukunft der Mobilität ist vielfältig und vernetzt. Die easy mobil Station Griesfeld der Badner Bahn holt die Mobilitätszukunft in die Gegenwart. Hier halten nicht nur die Badner Bahn, die Buslinie 360 und Regionalbusse, es wird auch E-Carsharing von ECARREGIO, eine E-Tankstelle von Wien Energie und Bike-Sharing von Nextbike angeboten. Es gibt nicht nur wettergeschützte Fahrradabstellplätze, versperrbare Fahrradboxen und eine Rad-Servicestation , sondern auch einen Lebensmittel-Automat. Vom Angebot profitieren die Fahrgäste der Badner Bahn und auch die Bewohnerinnen und Bewohner der benachbarten Wohnanlage Anningerpark und die Beschäftigten des Industriezentrums Süd von dem vielfältigen Mobilitätsangebot. LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Landesrat DI Ludwig Schleritzko, VCÖ-Sprecher Mag. Christian Gratzer und Ing. Werner Baltram (ÖBB-Infrastruktur) überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis NÖ für die easy mobil Station Griesfeld an die Geschäftsführerin der Wiener Lokalbahnen Monika Unterholzner.

Radhighway entlang der Südbahn im Bezirk Mödling

Das Klimaschutz-Potenzial des Radverkehrs ist sehr groß. Im niederösterreichischen RADLgrundnetz wird für den Bezirk Mödling eine Nord-Süd-Achse entlang der Südbahn von Wien (U6-Station Siebenhirten) über Perchtoldsdorf – Brunn am Gebirge – Maria Enzersdorf – Mödling bis Guntramsdorf als Hauptradroute mit  höchster Priorität ausgewiesen. Die fünf betroffenen Gemeinden bilden entlang der Südachse einen nahezu geschlossenen Siedlungsraum mit insgesamt rund 65.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Dass hier gemeindeübergreifend zusammengearbeitet wird und eine durchgehende Radverkehrsanlage mit hoher Qualität errichtet wird, ist vorbildlich und wird mit dem VCÖ-Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet, der von Perchtoldsdorfs Bürgermeister Martin Schuster, dem Vizebürgermeister von Biedermannsdorf Josef Spazierer, von Werner Tippel (Geschäftsführer Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz im Bezirk Mödling) sowie Verkehrsplaner Michael Kniha entgegen genommen wurde.

Klimaneutrale Lieferung von Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss hat die Vision, eine durchgängig klimaneutrale Güterlieferung von Westösterreich (Vorarlberg, Tirol) bis Ostösterreich zu schaffen. Für die erste Meile (Abholung) und die letzte Meile (Zustellung) möchte das Logistikunternehmen Elektro-Lkw einsetzen, Pro Lkw wird eine jährliche Reduktion des CO2-Ausstoßes um 17 Tonnen erwartet. Der Hauptteil des Transports erfolgt mit der Bahn. Die zwei Ganzzüge, die schon heute von Wien über Hall nach Bludenz angeboten werden, verlagern täglich 120 Lkw-Fahrten auf die Schiene. Den VCÖ-Mobilitätspreis NÖ nahm Karl Meiringer, der Leiter des Gebrüder Weiss Standorts in Maria Lanzendorf entgegen.

Neues Stellplatzregulativ der Stadt St. Pölten

St. Pölten hat für die Errichtung von Pkw-Stellplätzen und Fahrradabstellanlagen im großvolumigen Wohnbau neue Vorgaben beschlossen. Das Stadtgebiet wird in vier Zonen aufgeteilt, abhängig von der Lage und der Erschließung mit Öffentlichem Verkehr. Im Innenstadtbereich wird die Anzahl der vorgeschriebenen Pkw-Stellplätze von 1,5 pro Wohneinheit auf 1 reduziert, in der Zone 2 auf 1,2 und in der Zone 3 auf 1,35 reduziert Die verringerte Anzahl an vorgeschriebenen Pkw-Stellplätzen reduziert den Autoverkehr und auch die Wohnbaukosten, und macht damit Wohnen und Mobilität günstiger. Den VCÖ-Mobilitätspreis NÖ nahmen Vizebürgermeister Franz Gunacker und Alexander Schmidbauer von der Abteilung Stadtplanung des Magistrats St. Pölten entgegen.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Um die Emissionen auch im Verkehrsbereich zu reduzieren, setzen wir auf den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, auf den Umstieg auf die E-Mobilität und auf den Ausbau der Radwege. Im Jahr 2030 soll jedes 5. Auto elektrisch unterwegs sein.“

Landesrat DI Ludwig Schleritzko schließt sich den Gratulationen an und betont: „Wir wollen in Niederösterreich eine Mobilitätswende hinlegen. Das bedeutet: Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern.“ Und Werner Baltram, Geschäftsbereichsleiter bei ÖBB-Infrastruktur, ergänzt: „Wir arbeiten daran, die Bahn noch attraktiver zu machen und den Kundinnen und Kunden am Bahnhof einen Umstieg von der Bahn auf klimaschonende Alternativen zu bieten, etwa mit Bike & Ride-Angeboten sowie mit Carsharing vom ÖBB Rail & Drive.“

Der VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Niederösterreich und den ÖBB durchgeführt:

      

Der VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich wird unterstützt von:

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