VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten

VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten für Mobilitätsknoten hi MOBIL in Klagenfurt

Der Mobilitätsknoten hi MOBIL der Stadt Klagenfurt gewinnt den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten. Ebenfalls ausgezeichnet das betriebliche Mobilitätsmanagement von Mahle in St. Michael ob Bleiburg sowie Rad-Workshops für Schulen, die vom Ingenieursbüro lenaplant aus Afritz konzipiert und durchgeführt werden.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Kärnten unterstützt. „Die „Mobilitätswende voranbringen“ ist nicht nur Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises, sondern mein Herzensanliegen für einen nachhaltigen Verkehr in Kärnten. Mehr Qualität im Öffentlichen Verkehr und moderne Verkehrslösungen sind dazu oberstes Gebot“, so der Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig.

VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten geht nach Klagenfurt

Im Osten Klagenfurts entsteht in Harbach das erste Smart-City-Siedlungsgebiet Kärntens für rund 1.700 Bewohnerinnen und Bewohner. Im Wohnbauprojekt hi-Harbach wird erstmals in Kärnten ein multimodaler Mobilitätsknoten umgesetzt, in Kooperation mit dem Wohnbauträger VKS (Vorstädtische Kleinsiedlung). Der Mobilitätsknoten umfasst eine Anbindung an den Öffentlichen Verkehr (Bushaltestelle), Sharing-Angebote für Fahrräder, E-Carsharing, E-Transportfahrräder, Fahrradanhänger und Trolley, eine E-Ladestation, ein Fahrrad-Service-Station, Fahrradabstellplätze, eine digitale Service Plattform und Selbstbedienungs-Paketstationen, die für alle Anbieter offen sind. Damit will die Stadt eine Vorbildwirkung für andere Wohngebiete erzielen. Insgesamt sind weitere 20 multimodale Mobilitätsknoten in Klagenfurt geplant. „Die Zukunft der Mobilität ist nicht autodominiert, sondern vielfältig. Der Öffentliche Verkehr sowie Gehen und Radfahren als Rückgrat, Sharing-Angebote als nützliche Ergänzung. Der multimodale Mobilitätsknoten lässt uns in die Mobilitätszukunft blicken“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Landesrat Sebastian Schuschnig, VCÖ-Experte Markus Gansterer und der Koralmbahn-Projektleiter Gerald Zwittnig (ÖBB-Infrastruktur) überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an Bürgermeisterin Marie-Luise Mathiaschitz und Verkehrsstadtrat Frank Frey.

Rad-Workshops für Schulen als vorbildliches Projekt ausgezeichnet

Die vom Land Kärnten beauftragten Rad-Workshops für Schulen motivieren Kinder zum Radfahren. Im Schuljahr 2017/2018 wurden 12 Workshops an Schulen abgehalten, im vergangenen Schuljahr bereits 30 Workshops bei denen in Summe mehr als 600 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden. Bei den Workshops können die Kinder verschiedenste Fahrräder ausprobieren, es wird gezeigt und besprochen, was beim Radfahren zu beachten ist. Die Schulworkshops werden vom Ingenieurbüro lenaplant aus Afritz am See konzipiert und durchgeführt. Die Leiterin Lena Uedl-Kerschbaumer nahm die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten entgegen.

Betriebliches Mobilitätsmanagement von Mahle prämiert

Die Betriebe und Unternehmen spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Anzahl der Autofahrten zur Arbeit zu reduzieren. Das zeigen auch die Firmen Mahle-Filterwerk und Bosch-Mahle, die mit ihren zusammen rund 3.000 Beschäftigten die größten Arbeitgeber in der Region um St. Michael ob Bleiburg sind. Als eine Vergrößerung des Betriebes nötig wurde, entschied sich das Unternehmen, durch  betriebliches Mobilitätsmanagement zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad zu motivieren.

Koordiniert wurden die Maßnahmen vom Verkehrsverbund Kärnten. Im Dezember 2017 wurde das S-Bahnangebot auf der S3 verbessert. Vom Bahnhof St. Michael verkehrt seit August 2018 ein Elektrobus, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Betriebsgelände bringt. Der E-Bus ersetzt den mit Diesel betriebenen Werksverkehr, wurde in das Linienangebot der Kärntner Linien aufgenommen und steht auch der Bevölkerung zur Verfügung. Zudem wurden Verbesserungen bei den Radverbindungen umgesetzt, die Anzahl der Fahrradabstellplätze deutlich erhöht und am Bahnhof St. Michael stehen absperrbare Fahrradboxen zur Verfügung. Als weiteren Anreiz gibt es ein günstiges Öffi-Jobticket.

Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten nahmen Verkehrsverbund Kärnten Geschäftsführer Christian Heschtera, die Projektleiterin von Mahle Andrea Klatzer und Albert Kreiner, der Leiter der Verkehrsabteilung des Landes Kärnten entgegen. 

Koralmbahn-Projektleiter Gerald Zwittnig (ÖBB-Infrastruktur) gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern: „Seit dem Jahr 2018 bieten wir als ÖBB Infrastruktur den Bahnunternehmen 100 Prozent grünen Bahnstrom an. Damit ersparen wir der Umwelt jährlich 3,5 Millionen Tonnen CO2. Zudem arbeiten wir daran, die Bahn noch attraktiver zu machen und das Streckennetz im Sinne unserer Kundinnen und Kunden zu erhalten, zu modernisieren und auszubauen. So wird nach Inbetriebnahme der Koralmbahn  im Dezember 2025 die Fahrzeit von Klagenfurt nach Graz nur mehr 45 Minuten betragen.“

Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt:

         

Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten wird auch unterstützt von:

         

Ausgezeichnete Projekte

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