VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg

VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg für Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugenossenschaft

Wie durch Mobilitätsmaßnahmen beim Wohnbau der Verkehr auf Klimakurs gebracht werden kann, zeigt der Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg. Landesrat Hans Mayr gratuliert dem Geschäftsführer der gswb, Dr. Bernhard Kopf: „Es ist mir eine ganz besondere Freude, in meiner Funktion als Verkehrslandesrat und Wohnbaulandesrat diesen VCÖ-Mobilitätspreis übergeben zu dürfen.“

Der Wohnbau der gswb in der Gaswerkgasse mit zehn Wohnungen ist aus zweierlei Sicht vorbildhaft. Zum einen schließt der im Oktober 2014 fertig gestellte Wohnbau eine Baulücke, trägt zur Nachverdichtung bei und wirkt damit der Zersiedelung entgegen. Zum zweiten wurde ein umfassendes Mobilitätskonzept umgesetzt. Statt 1,2 Pkw-Parkplätzen pro Wohneinheit wurden nur 0,5 Parkplätze errichtet. Stattdessen erhält jeder Haushalt drei Jahre lang ein Jahresticket für den Verkehrsverbund. Der Wohnbau ist sehr gut an den Öffentlichen Verkehr und an das innerstädtische Radwegenetz angebunden. 

ÖBB-Postbus Regionalmanager Peter Schmolmüller betont: „Bei der Wahl des Wohnortes ist es immer mehr Menschen wichtig, eine gute und regelmäßige Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu haben. Der heurige Preisträger ist der Beweis dafür, dass es praktikable Modelle gibt, um Wohnen und Mobilität sinnvoll zu vereinen. Der ÖBB-Postbus und die S-Bahn Züge der ÖBB sind jedenfalls gerne der tägliche Partner für den Weg zur Arbeit, Schule und Freizeit.“

Besonderes Augenmerk wird auf das Radfahren gelegt, sowohl was Quantität als auch Qualität der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder betrifft. Der große Fahrradraum ist ebenerdig leicht zugänglich, es gibt Steckdosen für Elektro-Fahrräder, eine Servicestation mit Luftpumpe und Werkzeug und versperrbare Boxen für Zubehör, Radhelm und Regenkleidung.

„Dieses Wohnprojekt zeigt, wie aus einem Energiesparhaus ein Verkehrsparhaus werden kann. Ein Vorbild nicht nur für den Wohnbau in Salzburg, sondern in ganz Österreich“, gratuliert VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer den Gewinnern.  Der VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg, wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Salzburg und den ÖBB durchgeführt und vom Salzburger Verkehrsverbund unterstützt.

Zersiedelung führt zur Auto-Abhängigkeit, was wiederum die Mobilitätskosten stark erhöht. „Viele, die wegen der niedrigeren Wohnkosten aufs Land ziehen, werden nachher von den hohen Kosten für die Mobilität überrascht. Umso wichtiger ist es, beim Übersiedeln Wohn- und Mobilitätskosten gemeinsam zu betrachten“, empfiehlt VCÖ-Experte Gansterer. Der Rechner Moreco (www.moreco.at) bietet Salzburger Familien dabei eine Unterstützung.

Die Pkw-Stellplatzverpflichtung schreibt in den Bauordnungen vor, dass beim Neubau von Wohnungen oder Bürogebäuden eine Mindestanzahl von Pkw-Parkplätzen zu errichten ist. Viele Gemeinden schreiben eine noch höhere Mindestanzahl von Parkplätzen vor und verteuern damit den Wohnbau und in der Folge das Wohnen.

 

Die bisherigen Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg

Jahr 2015: Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft: „Wohnbau Gaswerkgasse 15“

Jahr 2014: Universität Salzburg „PLUS radelt“

Jahr 2013: Schweighofer-Fiber GmbH „one-stop-shop“ Logistik

Jahr 2012: Regionalverband Tennengau

Jahr 2011: Pinzgauer Lokalbahn

Jahr 2010: Salzburger Landesradverkehrsnetz

Jahr 2009: Salzburg AG und ZGB

Jahr 2008: Regionalverband Tennengau

Jahr 2007: St. Johann im Pongau

Jahr 2006: MDF Hallein

Jahr 2005: Akzente Salzburg

Quelle: VCÖ 2015

Der VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg wird unterstützt von: