VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten

VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten geht nach Klagenfurt

Der Weg zur Schule ist für Kinder und Jugendliche der häufigste Alltagsweg. „Der Schulweg bietet eine Chance, Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen und auf die tägliche Portion gesunde Bewegung zu kommen. Und der Schulweg hat auch starken Einfluss auf die zukünftige Mobilität. Denn wie unsere Kinder mobil sind, beeinflusst sehr stark ihr späteres Mobilitätsverhalten“, stellt VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak fest.

Wie Kinder zum Radeln in die Schule motiviert werden können, zeigt das Projekt „bike2school“, das von der ARGE BH Fahr!Rad an Klagenfurter Schulen durchgeführt wurde. Der VCÖ, Landesrat Rolf Holub und ÖBB-Postbus überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an DI Beatrice Bednar.

„Ein Vergleich der Umweltbilanz zeigt: Bereits die Produktion eines Pkw verschlingt so viel Energie und Rohstoffe, wie die Produktion von 80–100 Fahrrädern. Zukünftig wird der Stellenwert des Fahrrades als nachhaltiges Verkehrsmittel steigen. Daher ist bereits so früh als möglich mit der Bewusstseinsbildung zu beginnen“, gratuliert Landesrat Rolf Holub den Gewinnerinnen und Gewinner Ing. Erwin Kletz, ÖBB-Postbus Regionalmanager ergänzt: „Der VCÖ-Mobilitätspreis ist ein wichtiger Anstoß für eine umweltbewusste Mobilität und wird deshalb gerne von ÖBB-Postbus unterstützt.“

Das Projekt wurde an der Volksschule, Neuen Mittelschule und dem Gymnasium im Klagenfurter Stadtteil Viktring durchgeführt. Den Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 11 Jahren wurde viel Wissen rund ums Radfahren auch spielerisch vermittelt, die gesundheitliche Bedeutung des Radfahrens wurde mit einer Praxisübung zum Energieverbrauch verdeutlicht und es wurde auch die Radfahr-Infrastruktur im Schulumfeld analysiert. Es wurde eine Karte erstellt, wie die Kinder am besten von zu Hause in die Schule radeln können und wie sie in der Freizeit ihre Ziel mit dem Fahrrad sicher und gut erreichen können. Zudem wurden Problemstellen in einer Karte eingetragen und in der Folge mit Politik und Verwaltung diskutiert.

„Wenn Kinder früh genug für das Radfahren begeistert werden, dann werden sie auch später als Jugendliche und Erwachsene mehr Strecken umweltfreundlich und gesund mit dem Fahrrad zurücklegen. Ich hoffe, dass dieses Projekt in vielen anderen Schulen ebenfalls umgesetzt wird“, gratuliert VCÖ-Geschäftsführer Nowak.

„Mobilität im Wandel“ war das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten, der vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt wird und vom Kärntner Verkehrsverbund und der KELAG unterstützt wird.

 

Die Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten

Jahr 2015: ARGE BH Fahr!Rad „bike2school“

Jahr 2014: Dr. Arno Brandhuber „Autofahren ist heilbar“

Jahr 2013: Gemeinde Weissensee „Naturpark Weissensee – Modellregion Sanfte Mobilität“

Jahr 2012: „Busaktionen /eMobilität“ Stadtwerke Klagenfurt

Jahr 2011: „Sonnenstadt“ St. Veit an der Glan

Jahr 2010: Dezentrale Mobilitätsservicestelle Völkermarkt

Jahr 2009: Lebensland Kärnten „elektromobile Zukunft“

Jahr 2008: GO-Mobil

Jahr 2007: Kundenkartensystem Stadtwerke Klagenfurt

Jahr 2006: Tourismusbüro Hermagor

Jahr 2005: Villacher Nachtbus

Quelle: VCÖ 2015

Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten wird unterstützt von: