Presseaussendung Archiv

In Österreich ist seit 2010 die Anzahl der Autos mehr gestiegen als Einwohnerzahl

VCÖ (Wien, 21. März 2019) – In Österreich gibt es heute um rund 538.000 Autos mehr als im Jahr 2010, die Einwohnerzahl ist im gleichen Zeitraum um nur 485.000 gestiegen. Nur in Wien, Vorarlberg und Tirol ist die Bevölkerungszahl stärker gestiegen als die Anzahl der Autos, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Auch die Schere zwischen Stadt und Land geht beim Autobesitz immer stärker auseinander. Während drei Wiener Bezirke weniger als 300 Autos pro 1.000 Einwohner haben, gibt es bereits vier Bezirke, wo pro 1.000 Einwohner über 700 Pkw registriert sind. Der VCÖ fordert ein verbessertes öffentliches Verkehrsangebot für die Regionen, mehr Rad- und Gehwege sowie eine umfassende Reform der Raumordnung.

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In Österreich gibt es mehr Fahrräder als Autos

VCÖ (Wien, 19. März 2019) – Rund 6,5 Millionen funktionstüchtige Fahrräder besitzen Österreichs Haushalte. Damit gibt es mehr Fahrräder als Autos, macht der VCÖ aufmerksam. Nach dem Winter braucht ein Fahrrad unbedingt eine Wartung. Österreichs Bundesregierung hat das Ziel, den Radverkehr bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich sehr groß. Immerhin vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Um dieses Potenzial nutzen zu können, braucht es aber einen starken Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr, betont der VCÖ.

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Statt Dritter Piste braucht es Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen

VCÖ (Wien, 18. März 2019) - In Zeiten der Klimakrise braucht es keinen Ausbau des Flughafens, sondern den verstärkten Ausbau und die Beschleunigung grenzüberschreitender Bahnverbindungen, stellt der VCÖ zur aktuellen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass rund 40 Prozent aller vom Flughafen Wien ausgehenden Flüge kürzer als 800 Kilometer sind. Pro Personenkilometer verursachen Flugzeuge im Schnitt 31 Mal so viel klimaschädliches CO2 wie die Bahn.

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Lkw-Verkehr auf Österreichs Autobahnen hat in den vergangenen fünf Jahren massiv zugenommen

VCÖ (Wien, 14. März 2019) – Der Lkw-Verkehr auf Österreichs Autobahnen hat in den vergangenen fünf Jahren rund doppelt so stark zugenommen wie das Wirtschaftswachstum, macht der VCÖ aufmerksam. Eine aktuelle VCÖ-Analyse von 196 Zählstellen der Asfinag zeigt, dass bei jeder siebten Zählstelle der Schwerverkehr um über 30 Prozent gestiegen ist. Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreich seine Klimaziele nur mit weniger Lkw-Verkehr erreichen kann. Der VCÖ fordert verstärkte Lkw-Kontrollen, eine EU-weite Mindestmaut und den verstärkten Ausbau der Schiene.

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Fotocredit: Mobilitätsagentur Wien GmbH / Wolfgang Zajc. www.fahrradwien.at

Frauen von mangelnden öffentlichen Verkehrsverbindungen außerhalb der Pendlerzeiten besonders stark betroffen

VCÖ (Wien, 7. März 2019) – Mangelnde öffentliche Verkehrsverbindungen außerhalb der klassischen Pendlerzeiten trifft Frauen besonders stark, stellt der VCÖ fest. Von den rund 1,2 Millionen Teilzeit-Beschäftigten sind rund 80 Prozent Frauen. Der VCÖ fordert ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz und häufigere Verbindungen auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten. Insgesamt gibt es beim Mobilitätsverhalten in Österreich nach wie vor Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Im Schnitt gehen Frauen deutlich mehr zu Fuß und sind um ein Drittel weniger im Auto unterwegs.

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Große Unterschiede bei öffentlichem Verkehrsangebot in Österreichs Regionen

VCÖ (Wien, 28. Februar 2019) – Beim öffentlichen Verkehrsangebot in den Regionen gibt es in Österreich sehr große Unterschiede, wie eine heute präsentierte VCÖ-Publikation zeigt. Elf von 124 regionalen Zentren sind gar nicht mit der Bahn erreichbar. In vielen Bezirken ist zudem das Angebot an schulfreien Tagen sehr mangelhaft. Weiteres Problem: Vielerorts fehlt es an sicheren Geh- und Radwegen, wodurch auch viele kurze Wege mit dem Auto statt mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Der VCÖ fordert eine umfassende Verbesserung des Mobilitätsangebots in den Regionen. 

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Österreich bei neuzugelassenen E-Pkw am EU-Podest, aber deutlich hinter Spitzenreiter Niederlande

VCÖ (Wien, 26. Februar 2019) – Österreich hatte im Vorjahr im EU-Vergleich mit zwei Prozent den zweithöchsten Anteil an E-Pkw an den Pkw-Neuzulassungen, berichtet der VCÖ. EU-Spitzenreiter war die Niederlande mit 5,4 Prozent. Im Europa-Vergleich hat Norwegen mit 31,2 Prozent den höchsten E-Auto-Anteil, auch Island liegt mit 4,2 Prozent vor Österreich. Innerhalb Österreichs fällt auf, dass der Anteil der E-Pkw in vielen ländlichen Bezirken höher ist als in den Städten. Der VCÖ fordert eine ökosoziale Steuerreform mit einer CO2-Abgabe, um den Anteil der E-Autos deutlich zu erhöhen.

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EU-rechtskonforme Lösung für verpflichtende Nachrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten möglich

VCÖ (Wien, 21. Februar 2019) – Der VCÖ hält eine EU-rechtskonforme Regelung für die verpflichtende Nachrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten für möglich. Darüber hinaus ist ein im Jänner veröffentlichtes Rechtsgutachten der Hochschule Darmstadt zum Ergebnis gekommen, dass auch „einer Durchfahrtsbeschränkung für Lkw ohne Abbiegeassistenten keine europarechtlichen Hürden im Wege stehen“. Der VCÖ fordert die rasche Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen dafür. Zudem ist auf EU-Ebene die verpflichtende Ausstattung neuer Lkw mit Abbiegeassistenten auf spätestens 2020 vorzuverlegen.

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VCÖ zu Lkw-Sicherheitsgipfel: Weitergehende Maßnahmen gegen "toten Winkel" nötig

VCÖ (Wien, 19. Februar 2019) – Die heute nach dem Lkw-Sicherheitsgipfel präsentierten Maßnahmen sind höchstens ein kleiner Schritt, dem noch weitere und vor allem wirksamere Schritte für mehr Sicherheit folgen müssen, betont der VCÖ. Wichtig ist, die gesetzliche Grundlagen zu schaffen, dass nach Londoner Vorbild ein innerstädtisches Fahrverbot für gefährliche Lkw umgesetzt werden kann. Um die Sicht im Kreuzungsbereich zu verbessern, ist das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zehn Meter auszudehnen. Österreichs Regierung und EU-Abgeordnete können durch ihren Einsatz erreichen, dass die verpflichtende Ausrüstung von neuen Lkw mit Abbiegeassistenten früher als derzeit geplant in Kraft tritt.

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Erstmals CO2-Grenzwerte auch für Lastwagen - "Wichtiger Schritt, um Verkehr dem Klimaziel näher zu bringen"

VCÖ (Wien, 19. Februar 2019) – Erstmals gibt es auch für Lkw einen CO2-Grenzwert. Der VCÖ begrüßt den heutigen Beschluss auf EU-Ebene als wichtigen Schritt, um den Verkehr dem Klimaziel näher zu bringen. Neue Lkw müssen im Jahr 2025 einen um 15  Prozent niedrigeren CO2-Ausstoß haben als heute und im Jahr 2030 einen um 30 Prozent niedrigeren CO2-Ausstoß. Darüber hinaus sind verstärkte Maßnahmen in Österreich und auf EU-Ebene nötig, um den Güterverkehr stärker als bisher auf die Schiene zu bringen.

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