VCÖ zum neuen EU-Luftqualitätspaket: Verstärkte Maßnahmen gegen Dieselabgase nötig

VCÖ (Wien, am 18. Dezember 2013) – Die Luftverschmutzung verursacht in der EU jährlich rund 400.000 Todesfälle. Das heute präsentierte EU-Luftqualitätspaket fordert verstärkte Maßnahmen der Mitgliedsstaaten für eine saubere Luft. Akuten Handlungsbedarf gibt es beim Verkehr, betont der VCÖ.

Ein Erwachsener atmet täglich rund 12.000 Liter Luft. „Die Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel. Doch vielerorts hat die Luftverschmutzung ein gesundheitsschädliches Ausmaß erreicht, auch in Österreich. Sowohl Feinstaub- als auch Stickoxid-Grenzwerte werden überschritten. Im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung ist die Politik gefordert, verstärkte Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung umzusetzen“, begrüßt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen die Zielsetzungen der heute in Brüssel präsentierten neuen EU-Luftqualitätsstrategie.

Vor allem die kleinen Feinstaubpartikel und die Stickoxide wurden bislang viel zu wenig bekämpft. Eine unlängst veröffentlichte Studie zeigt, dass der EU-Grenzwert für die PM2,5 Partikel viel zu hoch ist. Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter verschmutzen die Luft mit besonders vielen Feinstaubpartikeln. Krebs, Asthma, Bronchitis, Herz-Kreislauferkrankungen können dadurch verursacht werden. Zudem belasten Dieselabgase die Luft mit besonders hohen Stickoxid-Emissionen. Ballungsräume haben auch deshalb Probleme mit der Luftqualität, weil Fahrzeuge beim Fahren mehr Schadstoffe verursachen als die Abgasnormen vorschreiben. „Durch ressortübergreifende Maßnahmen kann die neue Bundesregierung Österreich zu Europas Vorreiter im Kampf gegen Luftverschmutzung machen. Es ist höchste Zeit, dass besonders starke Luftverschmutzer die rote Karte bekommen. Das nützt der Gesundheit unserer Kinder, unserer Umwelt und im Tourismusland Österreich profitiert davon auch die Wirtschaft“, so VCÖ-Expertin Rasmussen.

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