VCÖ zu Schulbeginn: Aufmerksam fahren – „Don’t phone and drive!“

VCÖ (Wien, 7. September 2015) – Schulbeginn in Wien: Der VCÖ appelliert an die Autofahrenden im Umfeld von Schulen jetzt wieder besonders vorsichtig und langsamer zu fahren. Gerade das Telefonieren und SMSen am Steuer ist eine wachsende Unfallgefahr. Damit Wiens Schulwege noch sicherer werden, führt der VCÖ die Initiative „Sicherer Schulweg“ durch. Eltern und Schulen können Gefahren- und Problemstellen melden und in eine Online-Karte unter schulweg.vcoe.at eintragen.

Schulzeit heißt für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mit erhöhter Aufmerksamkeit, bremsbereit und mit geringerem Tempo zu fahren. „Beim Autolenken bitte Hände weg vom Handy“, so VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer, denn: „Wer beim Lenken eines Fahrzeugs telefoniert, reagiert ähnlich schlecht und langsam wie ein alkoholisierter Lenker mit 0,8 Promille.“

Das Unfallrisiko nimmt um das vier- bis fünffache zu. Noch gefährlicher ist das Schreiben von SMS oder E-Mail während des Fahrens, warnt der VCÖ. Dabei kann das Unfallrisiko um das acht bis sogar 23-fache steigen. Laut einer heuer durchgeführten Erhebung werden in Österreich beim Autofahren täglich rund 900.000 Telefonate ohne Freisprecheinrichtung geführt und rund 200.000 SMS pro Tag aus dem Auto versendet.

Durch das Handy-Telefonieren am Steuer verlängert sich die Reaktionszeit im Schnitt um rund 50 Prozent. Ein Beispiel des VCÖ verdeutlicht die Folgen: Ein aufmerksamer Autofahrer hat bei Tempo 30 auf trockener Fahrbahn einen Anhalteweg  von rund 11 Metern. Wer mit dem Handy telefoniert, hat bei Tempo 30 einen um vier Meter längeren  Anhalteweg (rund 15 Meter). Nach elf Metern hat dieses Auto noch eine Geschwindigkeit von 28 km/h. Wird ein Kind mit diesem Tempo von einem Auto angefahren, können schwerste Verletzungen die Folge sein.

Im Vorjahr passierten in Wien 79 Schulwegunfälle, um 14 weniger als im Jahr 2013. Die Zahl der verletzten Kinder ging von 99 auf 81 zurück, berichtet der VCÖ. Damit Wiens Schulwege noch sicherer werden, hat der VCÖ die Aktion „Sicherer Schulweg“ gestartet. Eltern können Problem- und Gefahrenstellen am Schulweg ihres Kindes melden und in eine Online-Karte unter schulweg.vcoe.at eintragen. Der VCÖ leitet dann die gemeldeten Problemstellen an die zuständigen Behörden weiter.

Viele Schulen haben das Problem, dass Eltern ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen. Dadurch gibt es vor den Schulen ein regelrechtes Verkehrschaos, was wiederum das Unfallrisiko für alle Kinder erhöht. „Eltern-Taxis nehmen dem Kind aber auch die Möglichkeit am Schulweg die Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen. Und sie nehmen dem Kind auch die Chance, auf einen Teil der täglichen gesunden Portion Bewegung zu kommen“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

VCÖ-Aktion "Sicherer Schulweg": Gefahrenstellen melden und in Online-Karte unter schulweg.vcoe.at eintragen

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