VCÖ: Zu Pfingsten erhöhte Unfallgefahr – 33 Verkehrstote in den letzten 5 Jahren

VCÖ (Wien, 4. Juni 2014) – 33 Tote und 2.791 Verletzte. Das ist die traurige Unfallbilanz der Pfingstwochenenden in den vergangenen fünf Jahren, macht der VCÖ aufmerksam. Im Vorjahr passierte auf Österreichs Straßen zu Pfingsten im Schnitt jede Viertelstunde ein schwerer Verkehrsunfall mit Verletzten, so die VCÖ-Analyse. Heuer starben bereits 189 Menschen bei Verkehrsunfällen. Jeder 3. tödliche Unfall passierte wegen zu hoher Geschwindigkeit. Der VCÖ fordert bessere öffentliche Verkehrsverbindungen zu Ausflugszielen und verstärkte Maßnahmen gegen die häufigsten Unfallursachen Schnellfahren und Ablenkung.

„Am kommenden Pfingstwochenende ist erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr geboten“, appelliert VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek besonders aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. An den Pfingstwochenenden ist die Zahl der Verkehrsunfälle in den vergangenen Jahren besonders hoch gewesen. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass allein in den vergangenen fünf Jahren an den Pfingstwochenenden 33 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, 2.791 wurden verletzt. Im Vorjahr wurden bei 398 Verkehrsunfällen 464 Menschen verletzt, drei starben. Die verstärkten Kontrollen der Exekutive haben einen höheren Blutzoll verhindert, betont der VCÖ. 237 Lenkern wurde der Führerschein abgenommen, 483 Lenker wegen Alkohol am Steuer angezeigt.

Für das Wochenende wird schönes Wetter vorhergesagt, was viel Ausflugsverkehr und mehr Motorradfahrer bedeutet. „Schöne Wochenenden werden leider oft durch eine Zunahme schwerer Verkehrsunfälle getrübt. Nicht nur weil mehr Menschen unterwegs sind, sondern auch weil bei schönem Wetter zu viele zu schnell fahren“, so VCÖ-Expertin Urbanek.

Zu hohes Tempo ist die Hauptursache der tödlichen Verkehrsunfälle. Heuer stieg die Zahl der Verkehrstoten auf 189, im Vorjahr waren es zur gleichen Zeit 155. Jeder 3. tödliche Unfall passierte heuer wegen zu hohem Tempo, macht der VCÖ aufmerksam. Jeder 5. tödliche Unfall passierte wegen Ablenkung und Unachtsamkeit, die zweithäufigste Unfallursache.

„Unser aller Ziel ist, dass die Menschen mobil sein können, ohne dass sie bei einem Unfall verletzt oder gar getötet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es vermehrte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen. Zudem ist es wichtig, dass Ausflugsziele besser mit öffentlichen Verkehrsverbindungen erreichbar sind“, betont VCÖ-Expertin Urbanek. Das Unfallrisiko ist mit dem Auto um ein Vielfaches höher als mit Bahn oder Bus.

Die VCÖ-Analyse zeigt, dass es in Niederösterreich heuer die meisten tödlichen Verkehrsunfälle gab, wo bereits 58 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen. Stark gestiegen ist die Zahl der Verkehrstoten in der Steiermark (40 Verkehrstote). In Oberösterreich starben 22 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die wenigsten tödlichen Unfälle gab es in Vorarlberg (9 Verkehrstote), Salzburg, Tirol und Wien weisen jeweils elf tödlich Verunglückte auf, das Burgenland 13 und Kärnten 14.

 

VCÖ:  33 Verkehrstote in den vergangen fünf Jahren zu Pfingsten!
(Verkehrsunfälle / Verletzte / Tödlich Verunglückte)

Pfingsten 2013: 398 /464 /  3  (vorläufige Daten BMI)
Pfingsten 2012: 488 / 572 / 6
Pfingsten 2011: 424 / 587 / 9
Pfingsten 2010: 440 / 582 / 6
Pfingsten 2009: 425 / 586 / 9

Summe: 2.175 Unfälle / 2.791 Verletzte/ 33 Verkehrstote
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2014

 

VCÖ: Im Vorjahr viele schwere Verkehrsunfälle zu Pfingsten
(Verkehrsunfälle von Freitag bis Montag des Pfingstwochenendes 2013)

Burgenland: 11 Unfälle / 13 Verletzte / kein Verkehrstoter
Kärnten: 36 Unfälle / 36 Verletzte / kein Verkehrstoter  
Niederösterreich: 86 Unfälle / 97 Verletzte /1 Verkehrstoter
Oberösterreich: 61 Unfälle / 73 Verletzte / 2 Verkehrstote
Salzburg: 33 Unfälle /39 Verletzte / kein Verkehrstoter
Steiermark: 60 Unfälle / 67 Verletzte / kein Verkehrstoter
Tirol: 38 Unfälle /43 Verletzte / kein Verkehrstoter
Vorarlberg: 18 Unfälle /18 Verletzte / kein Verkehrstoter
Wien: 55 Unfälle /78 Verletzte / kein Verkehrstoter
Österreich: 398 Unfälle / 464 Verletzte / 3 Verkehrstote

Quelle: BMI, VCÖ 2014

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