VCÖ: Wienerinnen und Wiener traten in kalter Jahreszeit fleißig in die Pedale

VCÖ (Wien, 14. Februar 2014) – Die Wienerinnen und Wiener sind in der kalten Jahreszeit deutlich mehr Rad gefahren als in den Jahren davor, macht der VCÖ aufmerksam. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass zwischen November und Jänner je nach Zählstelle um 15 bis 62 Prozent mehr Radfahrende unterwegs waren. Im heurigen Jänner waren im Schnitt doppelt so viele Radfahrer unterwegs als im Jänner 2013. Der VCÖ setzt sich für eine verbesserte Radfahrinfrastruktur ein.

„Die Wienerinnen und Wiener sind im heurigen Winter so viel Rad gefahren wie noch nie seit Einführung der Radverkehrszählstellen im Jahr 2002“, fasst VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek eine aktuelle VCÖ-Analyse zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr waren bei allen Zählstellen zwischen November und Jänner mehr Radfahrende unterwegs als im Jahr davon, die Zunahme beträgt zwischen 15 und 62 Prozent. Das milde Wetter im Jänner führte dazu, dass sich im Jänner die Zahl der Radfahrenden verdoppelte, so der VCÖ.

Auch der Langzeitvergleich macht sichtbar, dass die Wienerinnen und Wiener im heurigen Winter besonders fleißig in die Pedale getreten haben. Im November wurde bei sieben von zehn Zählstellen ein neuer Höchstwert erreicht, im Dezember bei fünf Zählstellen und im Jänner bei neun Zählstellen, wie die VCÖ-Analyse zeigt.

Insgesamt fahren nun deutlich mehr Wienerinnen und Wiener das ganze Jahr über mit dem Rad. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass vor allem innerhalb des Gürtels auch in der kalten Jahreszeit viel Rad gefahren wird. So wurden bei der Zählstelle Argentinierstraße zwischen November und Jänner im Schnitt rund 1.130 Radfahrende pro Werktag gezählt, zwischen Juni und August 2013 waren es im Schnitt 2.200 pro Werktag. "Damit weist diese Stecke im Zeitraum November bis Jänner rund 50 Prozent des Wertes der Sommermonate auf", stellt VCÖ-Expertin Urbanek fest. Bei der Operngasse waren es rund 45 Prozent, bei der Zählstelle Margaritensteig etwa jeder dritte und bei der Zählstelle Liesingbach etwa jeder vierte.

Die am stärksten befahrene Zählstelle in Wien ist die seit Juli des Vorjahres bestehende Zählstelle Operngasse, wo im November im Schnitt 2.907 Radfahrerinnen und Radfahrer pro Werktag gefahren sind und im Jänner waren es 2.007 Radfahrende pro Werktag.

„Für die Luftqualität in Wien ist es positiv, wenn Strecken im Alltag mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden. Auch die Straßen werden entlastet, ein Beitrag zur Stauverringerung wird geleistet. Gleichzeitig ist das Radfahren eine gute Möglichkeit, die tägliche gesunde Portion Bewegung in den Alltag zu integrieren. Wichtig ist, dass es ein rücksichtsvolles und freundliches Miteinander gibt. So sind viele Konflikte vermeidbar“, so VCÖ-Expertin Urbanek. Der VCÖ fordert eine Verbesserung der Radfahrinfrastruktur, damit es mehr Wienerinnen und Wienern möglich wird, kürzere Strecken mit dem Rad zu fahren.

 

 

VCÖ: Heuer in der kalten Jahreszeit deutlich mehr Radfahrer in Wien
(Durchschnitt Radfahrende pro Werktag, in Klammer Änderung zu Vorjahr )

Zählstelle Opernring Innen

Jänner 2014: 1.492 (plus 96,3 Prozent gegenüber Jänner 2013)
Dezember 2013: 1.359(plus 27,7 Prozent gegenüber Dezember 2012)
November 2013: 2.201 (plus 4,4 Prozent gegenüber November 2012)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 28,5 Prozent

Zählstelle Argentinierstraße

Jänner 2014: 1.023 (plus 78,2 Prozent)
Dezember 2013: 915(plus 12,5 Prozent)
November 2013: 1.462 (plus 3,5 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 21,4 Prozent

Zählstelle Neubaugürtel

Jänner 2014: 860 (plus 70,3 Prozent)
Dezember 2013: 778(plus 17,2 Prozent)
November 2013: 1.251 (plus 1,5 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 20,3 Prozent 

Zählstelle Lasallestraße

Jänner 2014: 813 (plus 68,0 Prozent)
Dezember 2013: 716 (plus 18,9 Prozent)
November 2013: 1.369 (plus 15,9 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 27,8 Prozent 

Zählstelle Opernring Außen

Jänner 2014: 719 (plus139,7 Prozent)
Dezember 2013:  702 (plus 64,0 Prozent)
November 2013: 1.083 (plus 33,5 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 62,7 Prozent 

Zählstelle Margaritensteig

Jänner 2014: 494 (plus 75,8 Prozent)
Dezember 2013: 457 (plus 14,3 Prozent)
November 2013: 745 (minus 5,7 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 15,3 Prozent

Zählstelle Donaukanal

Jänner 2014: 435 (plus 155,9 Prozent)
Dezember 2013: 340 (plus 59,6 Prozent)
November 2013: 479 (plus 2,6 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 47,5 Prozent 

Zählstelle Wienzeile

Jänner 2014: 378 (plus 104,3 Prozent)
Dezember 2013: 334 (plus 40,3 Prozent)
November 2013: 534 (plus 1,9 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner:  plus 31,6 Prozent 

Zählstelle Langobardenstraße

Jänner 2014: 186 (plus 102,2 Prozent)
Dezember 2013: 170 (plus 16,4 Prozent)
November 2013: 285 (plus 11,8 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 30,0 Prozent 

Zählstelle Liesingbach

Jänner 2014: 139 (plus 195,7 Prozent)
Dezember 2013: 132 (plus 48,3 Prozent)
November 2013: 221 (plus 0,5 Prozent)
Änderung Schnitt November bis Jänner: plus 38,2 Prozent

Zählstelle Operngasse (seit Juli 2013 in Betrieb)

Jänner 2014: 2.007 (keine Vergleichsdaten)
Dezember 2013: 1.899 (keine Vergleichsdaten)
November 2013: 2.907 (keine Vergleichsdaten)

Zählstelle Praterstern (seit Juli 2013 in Betrieb)
Jänner 2014: 1.174 (keine Vergleichsdaten)
Dezember 2013: 1.022 (keine Vergleichsdaten)
November 2013: 1.639 (keine Vergleichsdaten) 

Quelle: NAST, VCÖ 2014

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