VCÖ: Wiener legen jeden zehnten Arbeitsweg mit Rad zurück

VCÖ (Wien, 29. April 2016) – Von den rund 4,7 Millionen Alltagswegen, die von den Wienerinnen und Wienern pro Werktag zurückgelegt werden, sind rund 800.000 Arbeitswege. Der VCÖ weist darauf hin, dass jeder zehnte Arbeitsweg mit dem Rad zurückgelegt wird. Die Hälfte fährt mit den Öffis zur Arbeit. Ab morgen Samstag ist die U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing gesperrt. Der VCÖ betont, dass auch das Fahrrad eine Alternative sein kann, um staufrei zur Arbeit zu kommen.

Ab morgen Samstag ist die U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing gesperrt. Neben den Öffi-Ausweichrouten, wie die Straßenbahnen 49, 52 und 58, die S-Bahnlinien S45, S50 und S80 sowie der Zusatzbus U4Z kann auch das Fahrrad eine gute Alternative sein. „Das Fahrrad hat den Vorteil, staufrei ans Ziel zu kommen. Routenplaner wie anachb.at helfen, die Zeit richtig abschätzen zu können, was vor allem auch für den Arbeitsweg wichtig ist“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Der Arbeitsweg ist ein wichtiger Teil unserer Alltagsmobilität. Im Schnitt legen die Wienerinnen und Wiener pro Werktag rund 800.000 Fahrten für den Arbeitsweg zurück. Der VCÖ weist darauf hin, dass das beliebteste Verkehrsmittel der Wienerinnen und Wiener am Arbeitsweg die Öffis sind. Die Hälfte fährt mit Öffis zur Arbeit. Drei von zehn nehmen Pkw oder Moped und Motorrad, um in die Arbeit zu kommen. Im Jahresschnitt wird ein Zehntel der Arbeitswege mit dem Rad gefahren, zwischen April und Oktober ist der Anteil höher. Und jeder elfte Weg zur Arbeit wird zu Fuß zurückgelegt.

Betrachtet man die Länge der Arbeitswege, dann ist das Potenzial für mehr Radfahrten zur Arbeit groß. Jeder dritte Wiener Beschäftigte wohnt weniger als fünf Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt, sieben von zehn haben weniger als zehn Kilometer in die Arbeit, macht der VCÖ aufmerksam. „Natürlich kann nicht jeder, der einen kürzeren Arbeitsweg hat, mit dem Rad zur Arbeit kommen. Aber es könnten deutlich mehr sein als heute“, so VCÖ-Experte Gansterer. So legen die 40 bis 49-Jährigen 14 Prozent der Arbeitswege mit dem Rad zurück, bei den 15- bis 29-Jährigen beträgt der Anteil hingegen nur sechs Prozent.

Der VCÖ fordert die Verbesserung der Infrastruktur fürs Radfahren, etwa durch möglichst kreuzungsfreie Verbindungen von den Außenbezirken ins Zentrum. „Der Wientalradweg ist vom Westen kommend bis Hietzing eine sehr gute Verbindung. Ab Hietzing bis ins Zentrum ist der Verbesserungsbedarf jedoch groß“, nennt VCÖ-Experte Gansterer ein Beispiel.

Zudem können Betriebe und Unternehmen dazu beitragen, dass mehr Beschäftigte mit dem Rad zur Arbeit kommen. Schon heute bieten österreichweit zahlreiche Unternehmen neben guten Radabstellplätzen und Duschmöglichkeiten auch Jobräder, Radservicestation (Pumpe, Schläuche usw.) bis hin zu finanziellen Anreizen an. Der Nutzen für die Betriebe: Es sind weniger Pkw-Parkplätze nötig. Und internationale Studien zeigen, dass die Zahl der Krankenstandstage mit einer Zunahme des Radverkehrsanteils verringert werden kann.

Der persönliche Nutzen: Wer regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fährt, erhöht die eigene Fitness, beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor und verbrennt Kalorien statt Sprit. Der VCÖ ruft zur Teilnahme an der Aktion „Radelt zur Arbeit“ auf. Die Aktion läuft im gesamten Mai, es gibt zahlreiche Preise zu gewinnen. Beschäftigte können als Team von zwei bis vier Personen an der Initiative teilnehmen (Informationen unter www.radeltzurarbeit.at)

Der VCÖ erhebt derzeit im Rahmen einer Umfrage, wie zufrieden die Wiener mit den Bedingungen zum Radfahren sind. An der Umfrage kann auch via Internet unter www.vcoe.at/radfahren teilgenommen werden.

VCÖ: Jeder zehnte Arbeitsweg wird mit Rad gefahren (Wie die Wienerinnen und Wiener zur Arbeit kommen)

Öffentlicher Verkehr: 51 Prozent
Mit Pkw / Moped / Motorrad: 30 Prozent
Fahrrad: 10 Prozent
Zu Fuß: 9 Prozent

Quelle: Omnitrend, VCÖ 2016

VCÖ: Bei den 40 bis 49-Jährigen ist Radanteil am Arbeitsweg am höchsten

40 bis 49 Jahre: 14 Prozent der Arbeitswege mit dem Fahrrad
30 bis 39 Jahre: 12 Prozent der Arbeitswege mit dem Fahrrad
50 bis 65 Jahre: 8 Prozent der Arbeitswege mit dem Fahrrad
15 bis 29 Jahre: 6 Prozent der Arbeitswege mit dem Fahrrad

Quelle: Omnitrend, VCÖ 2016

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