VCÖ: Schnellfahren, Handy-Telefonieren und Alkohol am Steuer kommen im Ausland teuer

VCÖ: Aufmerksam, nüchtern, rücksichtsvoll fahren – „gleiten statt rasen“

VCÖ (Wien, 29. Juni 2017) – In den Top-Urlaubsländern der Österreicherinnen und Österreicher können Verstöße im Straßenverkehr teuer kommen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. In Italien ist die Strafe für Schnellfahren tagsüber dreimal und in der Nacht viermal so hoch wie in Österreich, in Spanien ist für Handy-am-Steuer viermal so viel zu zahlen. In Ungarn und Tschechien gelten 0,0 Promille. Für die sichere Urlaubsfahrt rät der VCÖ aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren, „gleiten statt rasen“ sowie „Don’t drink & drive“ und „Don’t phone and drive“ zu beherzigen.

Morgen Freitag beginnen in Wien, Niederösterreich und Burgenland die Sommerferien. Im Vorjahr machten die Österreicherinnen und Österreicher laut Statistik Austria im Juli und August knapp mehr als drei Millionen Urlaubsreisen ins Ausland, macht der VCÖ aufmerksam. Die meisten mit dem Auto. In den beliebtesten Urlaubsländern kann das Nicht-Einhalten von Verkehrsregeln deutlich mehr kosten als in Österreich, wie eine VCÖ-Analyse zeigt.

So werden in Italien für 20 km/h zu schnell fahren tagsüber mindestens 170,- Euro fällig, in den Nachtstunden mindestens 220,- Euro. In Spanien und Griechenland ist die Mindeststrafe mit 100,- Euro doppelt so hoch wie in Österreich, auch in Kroatien und Slowenien kostet das Nicht-Einhalten von Tempolimits mehr als hierzulande, berichtet der VCÖ. In der Schweiz ist die Mindeststrafe dreimal so hoch und die Toleranzgrenze beim Überschreiten des Tempolimits beträgt höchstens 5 km/h. Auf Autobahnen darf in der Schweiz höchstens 120 km/h gefahren werden.

Besonders gilt es in Skandinavien auf Tempolimits zu achten: Auf Freilandstraßen gilt in Schweden Tempo 70, in Norwegen Tempo 80, auf Autobahnen sind in Schweden höchstens 110 km/h erlaubt und in Norwegen höchstens 100 km/h. Wer um 20 km/h schneller als erlaubt fährt, zahlt in Schweden mindestens 250,- Euro und in Norwegen rund 400,- Euro aufwärts. Beide Länder zählen gemeinsam mit der Schweiz zu den verkehrssichersten Staaten Europas, macht der VCÖ aufmerksam.

Auch bei Handy am Steuer ist die abschreckende Wirkung der Strafen im Ausland meist höher als in Österreich. So ist die Mindeststrafe in Frankreich mit 135,- zweieinhalb Mal so hoch wie in Österreich, in Italien dreimal so hoch, in Spanien viermal so hoch und in Großbritannien fast fünfmal so hoch. „Wer mit dem Handy am Ohr beim Autolenken telefoniert, reagiert vergleichbar schlecht und langsam wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille. Deshalb Hände weg vom Handy beim Autolenken“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

Neben „Don’t phone and drive“ ist auch „Don’t drink and drive“ zu beherzigen. In Ungarn, Tschechien und Slowakei gilt ohnehin die 0,0 Promille Grenze, informiert der VCÖ. In den beliebten Urlaubsländern der Österreicher gilt wie hierzulande die 0,5 Promille-Grenze. Wer diese in Italien überschreitet, reduziert sein Urlaubsbudget um mindestens 530,- Euro, in Spanien und Deutschland mit mindestens 500,- Euro.

VCÖ: Schnellfahren sowie Handy und Alkohol am Steuer in Urlaubsländern teuer (Strafhöhen für 20km/h zu schnell / Handy am Steuer / Alkohol am Steuer in Top-Urlaubsländern der Österreicher )

Italien: ab 170 Euro (in Nacht ab 220,-) / ab 160,- / ab 530,-
Frankreich: ab 135,- / ab 135,- / ab 135,-
Großbritannien: ab 110,- / ab 230,- / bis 5.710,-
Spanien: ab 100,- / ab 200,- / ab 500,-
Griechenland: ab 100,- / 100,- / ab 80,-
Ungarn: bis 95,- / bis 95,- / bis 965,- (es gilt 0,0 Promille)
Slowenien: ab 80,- /120,- / ab 300,-
Kroatien: ab 65,- / ab 65,- / ab 95,-
Tschechien: ab 40,- / ab 55,- / ab 100,- (es gilt 0,0 Promille)
Deutschland: bis 35,- / 60,- / ab 500,-
Österreich: ab 50,- / 50,- / ab 300,-

Quelle: Adac, VCÖ 2017 

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