VCÖ: Oberösterreichs Autofahrer tanken im Schnitt rund 900 Liter Sprit pro Jahr

VCÖ (Wien, 17. Februar 2015) – Im Schnitt fließen rund 900 Liter pro Jahr in ein oberösterreichisches Auto, macht der VCÖ aufmerksam. Der Sprit kostet Geld und belastet auch die Umwelt. Die katholische und evangelische Kirche rufen nun während der Fastenzeit zum Autofasten auf. Der VCÖ weist darauf hin, dass etwa jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer ist. Der VCÖ setzt sich für mehr Bus- und Bahnverbindungen sowie verbesserte Bedingungen zum Radfahren ein.

Oberösterreichs Haushalte haben rund 700.000 Autos. Im Schnitt werden mit einem Auto rund 12.800 Kilometer pro Jahr gefahren. „Es gibt aber bei den gefahrenen Kilometer große Unterschiede zwischen den Diesel-Pkw und den Benzin-Pkw. Während ein Diesel-Pkw im Schnitt fast 14.500 Kilometer pro Jahr gefahren wird, ist ein Benziner im Schnitt nur rund 11.000 Kilometer pro Jahr unterwegs“, macht VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer aufmerksam.

Entsprechend groß sind die Unterschiede beim Spritverbrauch: Oberösterreichs Diesel-Pkw „schlucken“ pro Jahr im Schnitt rund 960 Liter Sprit. Beim Verbrennen dieser Treibstoffmenge entstehen mehr als 2.550 Kilogramm klimaschädliches CO2, informiert der VCÖ. Zusätzlich wird die Luft mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden und Feinstaub verschmutzt. Und allein die Spritkosten machen bei derzeitigen Preisen fast 1.100 Euro im Jahr aus. In die Benzin-Pkw fließt aufgrund der geringeren Fahrleistung weniger Sprit, nämlich im Schnitt 810 Liter pro Jahr. Dadurch entstehen rund 1.900 Kilogramm CO2 und Kosten von rund 930 Euro.

Die Aktion „Autofasten“ der evangelischen und katholischen Kirchen ruft nun auf, während der Fastenzeit vielfältiger mobil zu sein und häufiger Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. „Anstatt aus Gewohnheit ins Auto zu steigen, lohnt sich die Überlegung, ob es nicht eine andere Alternative gibt. Es zahlt sich im wahrsten Sinn des Wortes aus, beispielsweise kurze Strecken mit dem Rad zu fahren oder ganz kurze Strecken zu Fuß zu gehen: Es schont die Umwelt, die Geldbörse und bewegungsaktive Mobilität ist vor allem sehr gesund“, ruft VCÖ-Experte Gansterer zur aktiven Teilnahme am Autofasten auf.

Zudem setzt sich der VCÖ für mehr Bahn- und Busverbindungen sowie verbesserte Bedingungen zum Radfahren ein. Dazu gehört auch eine Raumordnung der kurzen Wege. „Die Menschen sollen wieder eine gute Nahversorgung haben, die es ihnen ermöglicht, Einkäufe zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen. Wenn Supermärkte nur mehr mit dem Auto erreichbar sind, dann nimmt man zudem einer wachsenden Zahl älterer Menschen, die kein Auto haben, die Möglichkeit, Einkäufe selbstständig erledigen zu können“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

Anmeldemöglichkeit: www.autofasten.at

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