VCÖ-Mobilitätspreis Österreich für Energieinstitut Vorarlberg und CIPRA

VCÖ (Wien, 18. September 2014) – Das Energieinstitut Vorarlberg ist der Gesamtsieger beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Österreich. Ausgezeichnet wurde ein grenzüberschreitendes Projekt, das Pendlerinnen und Pendler motiviert, mit Bahn, Bus oder Fahrrad zur Arbeit zu kommen. 293 Projekte wurden bei Österreichs größtem Wettbewerb für klimafreundliche Mobilität eingereicht, elf innovative Projekte wurden ausgezeichnet. Kategoriesieger waren unter anderem der Alpenverein Salzburg, das LKH-Universitätsklinikum Graz, Zumtobel, die Gemeinde Hinterstoder und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe. Ausführliche Informationen zu den Projekten finden Sie hier

Beim VCÖ-Mobilitätspreis waren Projekte gesucht, die es den Menschen ermöglichen, umweltfreundlich unterwegs zu sein, etwa zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Schule oder um Freizeitziele zu erreichen. Etwa jede zweite Autofahrt ist kürzer als fünf Kilometer. „Der Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem, der Kfz-Verkehr ist zu mehr als 90 Prozent vom Erdöl abhängig und der Verkehr verbraucht eine Fläche, die fünf Mal so groß ist wie Wien. Die beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Verkehrsprobleme gelöst und unsere Mobilität umweltfreundlicher, effizienter und gesünder werden kann“, gratuliert VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak den Gewinnern.

Was braucht es, um Pendlerinnen und Pendler zum Umstieg vom Auto auf Bahn, Bus oder Fahrrad zu bewegen? Antwort auf diese Frage gibt der Gesamtsieger des VCÖ-Mobilitätspreis Österreich, das Energieinstitut Vorarlberg und CIPRA: In Vorarlberg, Liechtenstein und im Kanton St. Gallen wurden erfolgreich Maßnahmen umgesetzt, damit mehr Beschäftigte umweltfreundlich zur Arbeit kommen. Die wichtigsten Erkenntnisse mit zahlreichen Tipps für die Praxis wurden unter anderem in 13 YouTube Videos und einer Internetplattform anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Die Gewinner der Kategorie „Arbeitswege“ beim VCÖ-Mobilitätspreis, das LKH- Universitätsklinikum Graz und Zumtobel Lighting, stellen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a. Öffi-Jobtickets zur Verfügung und setzen Anreize mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Sie verringern damit die Verkehrsprobleme, tragen zum Umweltschutz bei und ersparen sich gleichzeitig den Bau zusätzlicher Parkplätze.

80 Prozent der Alltagswege beginnen oder enden zu Hause. Der „Mobilitätsfonds der Seestadt Aspern“ fördert umweltfreundliche Mobilitätsangebote, wie etwa Carsharing und ein Fahrradleihsystem. Pro Pkw-Stellplatz zahlt der Garagenbetreiber 1.000 Euro in den Fonds. Dieses Projekt wurde ebenso beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichnet, wie die Raumentwicklung Montafon, die in den Montafoner Gemeinden das Fußwegenetz ausbaute und massiv verbesserte.

Die weiteren Preisträger beim VCÖ-Mobilitätspreis 2014: Gewinner der Kategorie „Einkaufswege“ ist „Goodville Mobility“ für das Merkur Service Bike. Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe wurden für eine Bewusstseinskampagne für Jugendliche ausgezeichnet. Der Alpenverein Sektion Salzburg gewann mit dem Projekt „Wander- und Schitouren mit Bahn, Bus und Fahrgemeinschaften“ und die Gemeinde Hinterstoder mit dem Projekt „Sanft mobil“. Die Wienerin Eva Westhauser wurde für die Idee „BringRad Mahü“ prämiert. Die Kategorie „International“ gewann das Projekt „Fahrtziel Natur“, eine Kooperation deutscher Umweltorganisationen und der Deutschen Bahn.

Ursula Zechner, Sektionsleiterin im bmvit betont: „Angesichts der steigenden Kosten für fossile Brennstoffe und der zunehmenden Klimaproblematik ist es ein Gebot von wirtschaftlicher und ökologischer Vernunft, rechtzeitig auf klimafreundliche Mobilität zu setzen.“ Günter Liebel, Sektionschef im Umweltministerium, gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Umweltfreundliche Mobilität ist der Weg der Zukunft! Vernetzte Verkehrssysteme, alternative Antriebssysteme wie Elektromobilität sind nachhaltig weiter zu entwickeln.“ „Flexible Öffi-Angebote für die letzte Meile werden immer wichtiger, für den täglichen Berufsverkehr genauso wie für Freizeitaktivitäten. Die Nachfrage etwa nach Kombinationen von Bahn und Fahrradverleih oder Bahn und CarSharing wird deutlich steigen“, ist Birgit Wagner, Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehr AG, überzeugt.

Zum VCÖ-Mobilitätspreis Österreich

Ziel des VCÖ-Mobilitätspreis ist es, nachhaltige Lösungen für Verkehrsprobleme bekannt zu machen und zur Nachahmung zu motivieren. Der VCÖ-Mobilitätspreis Österreich wurde heuer zum 22. Mal vergeben und in Kooperation mit dem Verkehrsministerium, Umweltministerium und ÖBB durchgeführt. Eine Fachjury von 33 Personen bewertete die in den einzelnen Kategorien beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich eingereichten Projekte. Die Projekte wurden unter anderem auch nach ihrer Vorbildwirkung für ganz Österreich beurteilt.

Informationen zu den Projekten gibt es im Internet unter www.vcoe.at

 

VCÖ-Mobilitätspreis 2014 „unterwegs – klimafreundlich.gesund.energieeffizient“  – Die Preisträger

Gesamtsieger:
Energieinstitut Vorarlberg & CIPRA: Alpstar – nachhaltig und entspannt zur Arbeit

Kategorie „Unterwegs zur Arbeit“
LKH-Univ. Klinikum Graz: Mitarbeitermobilität NEU
Zumtobel Lighting GmbH: Mobilitätskonzept Light Mobility

Kategorie „Unterwegs zum Einkaufen“
Goodville Mobility OG: „Merkur Service Bike“

Kategorie „Unterwegs zur Ausbildung“
Innsbrucker Verkehrsbetriebe: Jugend bewegt

Kategorie „Urlaub und Freizeit“
Gemeinde Hinterstoder: Hinterstoder sanft mobil
Alpenverein Sektion Salzburg: Wander- und Schitouren mit Bahn, Bus & Fahrgemeinschaften

Kategorie „Wohnen und Wohnumfeld“
Wien 3420 Aspern Development AG: Mobilitätsfonds Aspern
Raumentwicklung Montafon: „Wege, die verbinden“

Kategorie „Ideen“
Gewinner:  Mag.a Eva Westhauser „BringRad Mahü“

Kategorie „Internationale Projekte“
Gewinner: Kooperation Fahrtziel Natur: Fahrtziel Natur 

Weitere Informationen unter www.vcoe.at

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