VCÖ-Klimabilanz von Pendlerstrecken zeigt: Österreichs Bahnpendler leisten großen Beitrag zum Klimaschutz

VCÖ (Wien, 27. November 2015) – Wer mit der Bahn statt mit dem Auto von Wels nach Linz zur Arbeit pendelt, vermeidet im Schnitt pro Jahr rund 2.600 Kilogramm CO2, macht der VCÖ aufmerksam. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt die Klima-Bilanz für mehr als 100 Pendlerstrecken in Österreich. Ein Pkw verursacht pro 1.000 Personenkilometer 13 Mal so viel CO2 wie die Bahn. Der VCÖ fordert mehr und häufigere Bahnverbindungen, damit mehr Pendler die Möglichkeit haben, klimafreundlich und kostengünstiger zur Arbeit zu fahren.

Am Montag beginnt in Paris die UN-Klimakonferenz. „Es braucht globale Klimaziele. Aber auch jeder einzelne Beitrag zum Klimaschutz ist sehr wichtig, wie etwa jener von Österreichs Bahnpendlerinnen und Bahnpendler. Sie vermeiden besonders viel klimaschädliches CO2“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest.

Der VCÖ hat beispielhaft für mehr als 100 Pendlerverbindungen in Österreich einen Klimabilanz-Vergleich zwischen Auto und Bahn erstellt. Das Auto verursacht im Schnitt 13 Mal so hohe CO2-Emissionen wie die Bahn. Wer auf der Strecke St. Pölten nach Wien mit der Bahn statt mit dem Auto zur Arbeit pendelt, vermeidet  im Schnitt rund 4.500 kg CO2 pro Jahr, von Villach nach Klagenfurt spart ein Bahnpendler 2.850 kg CO2 pro Jahr ein, von Feldkirch nach Dornbirn vermeidet ein Bahnpendler 2.140 kg CO2 pro Jahr und auf der Strecke Hallein nach Salzburg sind es 1.850 kg CO2 pro Jahr. Die Bilanz bezieht sich auf ein Arbeitsjahr mit 220 Arbeitstagen.

Insgesamt arbeiten fast 850.000 Österreicherinnen und Österreicher in einem anderen Bezirk als sie wohnen und weitere 530.000 arbeiten außerhalb ihres Bundeslandes. „Das Potenzial für den Umstieg vom Auto auf die Bahn ist groß. Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Durch häufigere Bahnverbindungen und Anreize steigen viele vom Auto auf die Bahn um“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. So ist der Anteil der Bahnpendler im Korridor St. Pölten nach Wien zwischen 2009 und 2014 um fast ein Drittel von 32 Prozent auf 42 Prozent gestiegen.

Der VCÖ spricht sich für eine weitere Verbesserung der Bahnverbindungen aus. „Der Verkehr ist beim Klimaschutz Österreichs größtes Sorgenkind. Hier sind verstärkte Anstrengungen nötig. Das Angebot an klimafreundlicher Mobilität ist auszubauen und weiter zu verbessern“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Der VCÖ hat für die Bevölkerung Tipps zusammengestellt, wie jeder und jede einzelne in der Mobilität einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die Tipps für klimafreundliche Mobilität gibt es im Internet unter www.vcoe.at

VCÖ: Österreichs Bahnpendler leisten großen Beitrag zum Klimaschutz (CO2-Vermeidung pro Jahr von Pendler durch Bahn- statt Autofahren, bei 220 Arbeitstagen)

Amstetten – St. Pölten: 4.640 kg CO2
Baden – Wien: 2.920 kg CO2
Bludenz - Feldkirch: 1.640 kg CO2
Bruck an der Mur – Graz: 3.710 kg CO2
Eferding – Linz: 1.780 kg CO2
Feldkirch - Dornbirn: 2.140 kg CO2
Hallein – Stadt Salzburg: 1.850 kg CO2
Leibnitz – Graz: 3.210 kg CO2
Lustenau - Bregenz:1.210 kg CO2
Mürzzuschlag – Kapfenberg: 2.640 kg CO2
Neusiedl – Eisenstadt: 2.420 kg CO2
Neusiedl – Wien: 3.850 kg CO2
Oberndorf  - Stadt Salzburg: 1.280 kg CO2
Purbach – Eisenstadt: 1.420 kg CO2
Schwaz – Innsbruck: 2.140 kg CO2
Spittal an der Drau – Villach: 2.710 kg CO2
St. Johann im Pongau – Stadt Salzburg: 3.420 kg CO2
St. Pölten – Wien: 4.500 kg CO2
St. Veit an der Glan – Klagenfurt: 1.500 kg CO2
Villach – Klagenfurt: 2.850 kg CO2
Vöcklabruck – Wels: 3.780 kg CO2
Wattens – Innsbruck: 1.280 kg CO2
Wels – Linz: 2.600 kg CO2
Wörgl – Kufstein: 1.280 kg CO

Quelle: Umweltbundesamt,  VCÖ 2015

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