VCÖ: Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien - 10.04.2013

Radfahren im Alltag macht fit und schlanker. Der VCÖ weist darauf hin, dass schon eine halbe Stunde gemütliches Radfahren so viele Kalorien verbrennt wie eine Marmeladesemmel hat. Immerhin jeder zweite Österreicher bringt zu viele Kilo auf die Waage. Eine halbe Stunde Radfahren pro Tag senkt laut Weltgesundheitsorganisation das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent. Der VCÖ fordert den Ausbau der Radfahrinfrastruktur in Österreich.

Radfahren im Alltag hilft allen, die nach dem langen Winter den Winterspeck wieder loswerden möchten. Immerhin bringt jeder zweite Österreicher zu viele Kilo auf die Waage. Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass eine Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht durch eine halbe Stunde Radfahren mit leichter Anstrengung 240 Kilokalorien (kcal) verbrennt, bei mäßiger Anstrengung sogar 320 Kilokalorien. „Wer eine halbe Stunde mit Anstrengung radelt, kann ein kleines Wiener Schnitzel verbrennen. Viele Österreicher haben keine Zeit für regelmäßigen Sport. Umso wichtiger ist es, die Bewegung in den Alltag zu integrieren“, so VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek.

Der VCÖ weist darauf hin, dass rund eine Million Beschäftigte innerhalb ihres Wohnortes bzw. in Wien innerhalb ihres Bezirks arbeiten. Viele können den Arbeitsweg nutzen, um auf ihr tägliches Pensum Bewegung zu kommen. Schon gemütliches Radfahren verbrennt viele Kalorien. Wer eine halbe Stunde lang langsamer als 15 km/h radelt, verbraucht bei 80 Kilogramm Körpergewicht 160 kcal, bei 65 kg immer noch 130 kcal. Je flotter Rad gefahren wird, umso größer natürlich der Kalorienverbrauch.

„Radfahren macht nicht nur eine gute Figur, sondern ist de facto eine vorbeugende Medizin gegen viele Krankheiten. Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag senkt laut Weltgesundheitsorganisation das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent. Zudem wird durch regelmäßiges Radfahren im Alltag das Immunsystem gestärkt“, betont VCÖ-Expertin Urbanek. Und beim Radfahren werden mehr als 100 Muskeln aktiviert.

Der VCÖ fordert bessere Bedingungen zum Radfahren. „Es wird dort viel Rad gefahren, wo sich die Menschen beim Radfahren sicher fühlen. Durch Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet, verkehrsberuhigte Zonen und Fahrradstraßen kann diese Sicherheit geschaffen und mehr Menschen der Umstieg auf das Fahrrad ermöglicht werden“, so VCÖ-Expertin Urbanek. Zudem setzt sich der VCÖ für Radwege entlang von Freilandstraßen ein, um von den Siedlungen sichere Verbindungen in den nächstgelegenen Ort zu schaffen.

In einer österreichweiten Umfrage erhebt der VCÖ derzeit, wie zufrieden die Österreicherinnen und Österreicher mit den Bedingungen zum Radfahren sind. An der Umfrage kann auch um Internet unter www.vcoe.at teilgenommen werden.

VCÖ: Mit Radfahren den Winterspeck loswerden
(Kalorienverbrauch halbe Stunde Radfahren mit 80 kg Körpergewicht / 65 kg Körpergewicht)
Sehr gemütliches Radfahren: 160 kcal / 130 kcal
Leichte Anstrengung beim Radfahren: 240 kcal / 195 kcal
Mäßige Anstrengung beim Radfahren: 320 kcal /260 kcal
Stärkere Anstrengung beim Radfahren: 400 kcal / 325 kcal
Quelle: www.gesuender-abnehmen.com,  VCÖ 2013

VCÖ: Eine halbe Stunde Radfahren verbrennt so viele Kalorien wie folgende Lebensmittel haben
(Radfahren mit leichter Anstrengung – 80 kg Körpergewicht)
45 Gramm Alpenmilchschokolade
70 Gramm Parmesan
80 Gramm Emmentaler
100 Gramm Weißbrot
120 Gramm Lachs
130 Gramm Dunkles Brot
150 Gramm Rib-Eye-Steak
270 Gramm Mais
290 Gramm Erdbeeren
420 Gramm Äpfel
1 Kilogramm Karotten
1 Krügerl Bier
Quelle: www.kalorientabelle.net, VCÖ 2013

VCÖ: Jeder zweite Österreicher bringt zu viele Kilo auf die Waage
(Anteil Bevölkerung in Prozent mit Übergewicht, laut BMI Index der WHO, in Klammer Anteil stark übergewichtig)
Österreich: 48 Prozent (12 Prozent)
Burgenland: 53 Prozent (17 Prozent)
Niederösterreich: 51 Prozent (14 Prozent)
Steiermark: 49 Prozent (10 Prozent)
Oberösterreich: 48 Prozent (14 Prozent)
Wien: 47 Prozent (13 Prozent)
Kärnten: 45 Prozent (9 Prozent)
Vorarlberg: 43 Prozent (13 Prozent)
Salzburg: 42 Prozent (9 Prozent)
Tirol: 41 Prozent (8 Prozent)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2013

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