VCÖ: Jährlich rund 2.000 Opfer durch Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht in Österreich!

VCÖ (Wien, 5. März 2014) – Heute Nacht hat sich in Tirol ein tödlicher Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ereignet. Ein Fußgänger wurde von einem Pkw angefahren und tödlich verletzt. Der VCÖ weist darauf hin, dass jährlich rund 2.000 Menschen Opfer eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht werden. Im Vorjahr gab es nach vorläufigen Zahlen sechs tödliche Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht, im Jahr 2012 acht. Opfer von Verkehrsunfällen mit Fahrerflucht haben beim Fachverband der Versicherungsunternehmen Anspruch auf Entschädigung, informiert der VCÖ.

„Schwere Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht sind leider keine Ausnahme. Im Schnitt passieren in Österreich täglich fünf Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen der Unfalllenker Fahrerflucht begeht“, macht VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek aufmerksam. Im Vorjahr gab es nach vorläufigen Daten sechs tödliche Fahrerfluchtunfälle. Heute Nacht wurde in Tirol ein 26-jähriger Fußgänger von einem Auto angefahren, tödlich verletzt. Die lenkende Person fuhr weiter. In den Jahren 2009 bis 2012 wurden in Österreich 39 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Fahrerflucht getötet und rund 8.000 Personen verletzt. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass acht von zehn Fahrerflüchtigen Männer sind.

Der VCÖ betont, dass Opfer von Fahrerfluchtunfällen nach dem Verkehrsopferschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung haben. Dieser erfolgt durch den Fachverband der Versicherungsunternehmen. „Damit der Anspruch bestehen bleibt, ist der Unfall ohne unnötigen Aufschub der nächsten Polizeistelle zu melden. Zudem ist der Unfall binnen drei Monaten dem Fachverband anzuzeigen“, erklärt VCÖ-Expertin Urbanek. Der Verband VVO ist unter der Internet-Adresse http://www.vvo.at/verkehrsopferschutz.html oder telefonisch unter (01) 71156-0 erreichbar.

Der VCÖ weist darauf hin, dass heuer in Österreich die Zahl der Verkehrstoten stark gestiegen ist. Bereits 76 Menschen kamen heuer bei Verkehrsunfällen ums Leben, im Vorjahr waren zur gleichen Zeit 53 Verkehrstote zu beklagen. Die meisten Todesopfer forderte heuer der Straßenverkehr in Niederösterreich, wo seit Jahresanfang bereits 25 Personen tödlich verunglückten.

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