VCÖ: Im verregneten Sommer deutlich weniger tödliche Verkehrsunfälle

VCÖ (Wien, 5. September 2014) – Im Juli und August passierten heuer deutlich weniger tödliche Verkehrsunfälle als in den Sommermonaten des Vorjahres, macht der VCÖ aufmerksam. Nach vorläufigen Zahlen kamen im Juli und August 73 Menschen bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, im Vorjahr gab es nach endgültigen Zahlen 124 Verkehrstote. Dennoch ist die Zahl der Verkehrstoten in Österreich weiter hoch: Bereits 314 Menschen starben heuer bei Verkehrsunfällen. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit.

VCÖ (Wien, 5. September 2014) – Im Juli und August passierten heuer deutlich weniger tödliche Verkehrsunfälle als in den Sommermonaten des Vorjahres, macht der VCÖ aufmerksam. Nach vorläufigen Zahlen kamen im Juli und August 73 Menschen bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, im Vorjahr gab es nach endgültigen Zahlen 124 Verkehrstote. Dennoch ist die Zahl der Verkehrstoten in Österreich weiter hoch: Bereits 314 Menschen starben heuer bei Verkehrsunfällen. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung  und Unachtsamkeit.

„Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle war  in diesem Sommer so niedrig wie noch nie seit Bestehen der Unfallstatistik“, stellt VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek fest. Nach vorläufigen Zahlen kamen auf Österreichs Straßen im Juli und August 73 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, um 51 weniger als nach endgültigen Zahlen im Juli und August des Vorjahres. Das ist ein Rückgang um rund 40 Prozent, macht der VCÖ aufmerksam

Der regenreiche Sommer hatte auf diese Entwicklung wesentlichen Einfluss. Infolge des häufigen Regens wurde  weniger Motorrad gefahren. Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle ging stark zurück: Heuer verunglückten in den beiden Sommermonaten 15 Motorradfahrer tödlich, im Vorjahr waren es – ebenfalls nach vorläufigen Daten – mit 33 doppelt so viele. „Ziel muss sein, dass auch bei schönem Wetter weniger Verkehrsunfälle passieren. Vor allem gegen die  Hauptunfallursachen braucht es verstärkte Maßnahmen“, betont VCÖ-Expertin Urbanek.

Der VCÖ weist darauf hin, dass heuer jeder dritte tödliche Verkehrsunfall wegen zu hohem Tempo passierte, jeder sechste tödliche Unfall wegen Ablenkung und Unachtsamkeit. Die Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle ist auf diese Hauptunfallursachen zurückzuführen. „Doch ausgerechnet die Hauptunfallursachen sind in Österreichs Vormerksystem nicht enthalten. Hier braucht es rasch eine Reform“, stellt VCÖ-Expertin Urbanek fest. Eine VCÖ-Analyse zeigt, dass in 20 EU-Staaten Schnellfahren Teil des Vormerksystems bzw. des Punkteführerscheins ist, in 12 EU-Staaten ist Handy am Steuer ein Vormerkdelikt. 

Zudem setzt sich der VCÖ dafür ein, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für Verkehrssicherheitsmaßnahmen von Gemeinden zweck gewidmet wird: So verringern Disco- und Nachtbusse die Zahl der Verkehrsunfälle von Jugendlichen, deren flächendeckende Umsetzung scheitert aber derzeit an der Finanzierung. Zudem erinnert der VCÖ anlässlich des kommenden Schulbeginns in sechs Bundesländern, dass jede Bushaltestelle durch einen sicheren Gehweg erreichbar sein sollte. In ländlichen Regionen ist aber viel zu häufig zu sehen, dass Kinder entlang von Freilandstraßen gehen müssen, um die Bushaltestelle zu erreichen. Hier braucht es dringend von der Fahrbahn getrennte Gehwege, betont  der VCÖ.

 

VCÖ: Deutlich weniger tödliche Verkehrsunfälle im heurigen Sommer (Verkehrstote zwischen 1. Juli und 31. August in Österreich)

1.7. bis 31.8. 2014: 73 (vorläufige Zahl)

1.7. bis 31.8. 2013: 124

1.7. bis 31.8. 2012: 128

1.7. bis 31.8. 2011: 107

1.7. bis 31.8. 2010: 121

1.7. bis 31.8. 2009: 134

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2014  

Zurück zur Übersicht