VCÖ: Heuer weniger tödliche Radfahrunfälle

VCÖ (Wien, 26. September 2014) - Die Zahl der tödlichen Radfahrunfälle ist heuer zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen kamen seit Jahresbeginn 27 Radfahrerinnen und Radfahrer bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben. Rund drei Viertel waren 60 Jahre oder älter, macht der VCÖ aufmerksam. Der VCÖ weist darauf hin, dass im Oktober mehr Personen Rad fahren als im März. Im Herbst sind aufgrund von nassem Laub auf der Fahrbahn und der schlechteren Sichtverhältnisse eine aufmerksamere Fahrweise und eine gute Beleuchtung besonders wichtig.

27 Radfahrerinnen und Radfahrer kamen nach vorläufigen Zahlen seit Jahresbeginn bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der tödlichen Radunfälle ist um sieben niedriger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Beides sind vorläufige Daten (in den endgültigen Daten sind auch Unfallopfer inkludiert, die bis 30 Tage nach dem Unfall ihren Verletzungen erliegen). Der VCÖ weist darauf hin, dass der Anteil älterer Menschen bei den tödlich Verunglückten sehr hoch ist: 14 tödlich verunglückte Radfahrer waren 70 Jahre oder älter, weitere sechs waren zwischen 60 und 69 Jahre. Damit waren rund drei Viertel der Todesopfer 60 Jahre oder älter.

„Unser Verkehrssystem ist nicht seniorengrecht. Es braucht verstärkte Maßnahmen, damit für ältere Menschen das Radfahren sicherer wird. Wichtig sind im ländlichen Raum Radwege entlang von Freilandstraßen sowie im Ortsgebiet niedriges Tempo in den Wohngebieten“, betont VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer. Sichere und gute Bedingungen für das Radfahren sind für ältere Menschen umso wichtiger, da Bewegung für die Gesundheit älterer Menschen zentral ist. Durch regelmäßige Bewegung, etwa Radfahren, bleiben ältere Menschen länger fit, das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz sinkt. 

Im Herbst gehen zwar die Freizeitfahrten mit Mountainbike und Rennrädern deutlich zurück, für Alltagserledigungen wird aber weiterhin viel Radgefahren. Im Oktober wird mehr Radgefahren als im März, wie die Radverkehrszählstellen zeigen. Bei der repräsentativen VCÖ-Radfahr-Umfrage sagten 45 Prozent der Radfahrenden, dass sie im Herbst täglich oder mehrmals die Woche radeln, weitere 32 Prozent fahren mehrmals im Monat mit dem Rad.

Der VCÖ hat für das sichere Radfahren im Herbst Tipps zusammengestellt. Nasses Laub kann die Fahrbahn rutschiger machen, vor allem bei Kurven und Brücken ist entsprechend langsamer zu fahren. Insgesamt ist eine aufmerksame und umsichtigere Fahrweise wichtig. Die Tage werden kürzer, in der Früh ist es noch dämmrig. „Das menschliche Auge nimmt starke Lichtquellen zuerst wahr. Das heißt, die Scheinwerfer von Autos werden früher gesehen als das Licht eines Fahrrads“, so VCÖ-Experte Gansterer. Umso wichtiger sind daher Radwege entlang von Freilandstraßen sowie möglichst kreuzungsfreie Hauptradrouten vom Umland in die Stadtzentren. 

Sehr wichtig ist zudem eine gute, funktionierende Beleuchtung. Der VCÖ empfiehlt als Rücklicht so genannte Standlichter, die auch beim Stehen an der Kreuzung weiter leuchten Auch Reflektoren und eine helle Kleidung erhöhen die Sichtbarkeit. Weiters ist auf gut funktionierende Bremsen und gut geschmierte Ketten zu achten. Der VCÖ empfiehlt für Fahrräder, die im Frühjahr und Sommer viel genutzt wurden, ein Service.

 

VCÖ-Tipps zum sicheren Radfahren im Herbst

1. Aufmerksamer und besonders umsichtig fahren

2. Auf gut funktionierende Bremsen achten

3. Die Fahrbahn kann durch nasses Laub rutschiger sein, daher besonders bei Kurven, Brücken und auch Straßenbahnschienen achtsam sein.

4. Auf gute Beleuchtung achten, als Rücklicht ist ein Standlicht zu empfehlen. Sichtbarkeit bringt Sicherheit.

5. Reflektoren und helle Kleidung erhöhen die Sichtbarkeit

6. Ketten ölen. Wer seit dem Frühjahr viel Rad gefahren ist, sollte das Fahrrad einem Service unterziehen (lassen).

Quelle: VCÖ

Mehr zum Thema Radfahren auf www.vcoe.at

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