VCÖ: Heuer bereits 466 Verkehrstote in Österreich – Im Weihnachtsreiseverkehr mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren

VCÖ (Wien, 23. Dezember 2015) – Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist heuer in Österreich stark gestiegen. Bereits 466 Menschen kamen heuer bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, um 36 mehr als im gesamten Vorjahr und auch mehr als vor zwei Jahren. Die meisten Todesopfer gab es in Niederösterreich. Ausnahmen sind Vorarlberg und Wien, die heuer die niedrigste Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle seit Bestehen der Unfallstatistik aufweisen. Im Weihnachtsreiseverkehr besonders aufmerksam fahren: Gleiten statt rasen sowie „Dont drink & drive“ und „Don’t phone and drive“ beherzigen, betont der VCÖ.

„Für die Verkehrssicherheit war 2015 ein trauriges Jahr. Erstmals seit dem Jahr 1999 ist die Zahl der Verkehrstoten in Österreich sehr stark gestiegen“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Seit Jahresanfang kamen bereits 466 Menschen bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, um 36 mehr als im Vorjahr und um elf mehr als im gesamten Jahr 2013. Heuer hat besonders die Zahl der tödlichen Pkw-Unfälle zugenommen. Zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit sind die Hauptursachen der tödlichen Unfälle. Der VCÖ fordert, dass Handy am Steuer ins Vormerksystem aufgenommen wird. 

Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall passierte in Niederösterreich, 126 Menschen verloren hier bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Die wenigsten Verkehrstoten waren in Vorarlberg und Wien zu beklagen. In Vorarlberg starben seit Jahresanfang neun Menschen bei Verkehrsunfällen, in Wien elf. „Beide Bundesländer steuern auf die niedrigste Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle seit Bestehen der Unfallstatistik zu“, berichtet VCÖ-Experte Gansterer. Wien hat dank des hohen Öffi-Anteils und dem niedrigeren Tempo des Stadtverkehrs eine höhere Verkehrssicherheit.

In sechs Bundesländern nahm die Zahl der Verkehrstoten zu. Besonders stark in Tirol (plus 76 Prozent), Salzburg (plus 59 Prozent) und Kärnten (plus 50 Prozent), informiert der VCÖ. In Oberösterreich stieg die Zahl der Verkehrstoten bis dato um zwölf Prozent, im Burgenland um neun Prozent und in Niederösterreich um vier Prozent. Neben Wien und Vorarlberg ging die Zahl der Verkehrstoten auch in der Steiermark zurück, nämlich um zehn Prozent.

Der VCÖ appelliert im Weihnachtsreiseverkehr besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren: Gleiten statt rasen, „Don’t drink & drive“ und „Don’t phone & drive“. Bei längeren Fahrten ausreichend Pausen machen.

 

VCÖ: Heuer bereits mehr Verkehrstote als im gesamten Vorjahr

(Anzahl der Verkehrstoten im Gesamtjahr)

1.1-22.12.2015: 466 Verkehrstote (vorläufig)
Jahr 2014: 430 Verkehrstote
Jahr 2013: 455 Verkehrstote
Jahr 2012: 531 Verkehrstote
Jahr 2011: 523 Verkehrstote
Jahr 2010: 552 Verkehrstote
Jahr 2009: 633 Verkehrstote
Jahr 2008: 679 Verkehrstote
Jahr 2007: 691 Verkehrstote
Jahr 2006: 730 Verkehrstote
Jahr 2005: 768 Verkehrstote

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2015

 

VCÖ: In sechs Bundesländern heuer mehr Verkehrstote als im Vorjahr

(Anzahl Verkehrstote 1.1. bis 22.12. 2015 – Änderung gegenüber Gesamtjahr 2014)

Niederösterreich: 126 Verkehrstote (plus 5 Todesopfer)
Oberösterreich: 84 (plus 9)
Steiermark: 77 (minus 9)
Tirol: 53 (plus 23)
Salzburg: 43 (plus 16)
Kärnten: 39 (plus 13)
Burgenland: 24 (plus 2)
Wien: 11 (minus 10)
Vorarlberg: 9 (minus 13)

Quelle: BMI, VCÖ 2015

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