VCÖ: Erhöhte Unfallgefahr am Pfingstwochenende - 40 Verkehrstote in letzten 5 Jahren!

VCÖ (Wien, 11. Mai 2016) – Für das kommende Wochenende ist im Straßenverkehr erhöhte Aufmerksamkeit nötig: In den vergangenen fünf Jahren kamen in Österreich am Pfingstwochenende 40 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, macht der VCÖ aufmerksam. Mehr als 2.600 Personen wurden verletzt. Jedes zweite Todesopfer war ein Pkw-Insasse, jedes dritte war Motorrad- und Mopedfahrer. Aufmerksam, rücksichtsvoll und mit 0,0 Promille fahren sowie Tempolimits einhalten, empfiehlt der VCÖ, um das eigene Unfallrisiko zu verringern. Der VCÖ fordert zudem gute öffentliche Verkehrsverbindungen zu beliebten Freizeitzielen.

Acht Tote und 360 Verletzte. Das war die (vorläufige) Unfallbilanz des Pfingstwochenendes im Vorjahr. Der VCÖ weist darauf hin, dass in den vergangenen fünf Jahren am Pfingstwochenende 40 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren, 2.634 wurden verletzt. Neun von zehn Todesopfern verunglückten mit dem Pkw, Motorrad oder Moped. 

„Durch den Fahrstil kann einiges zur eigenen Sicherheit beigetragen werden. Die Devise lautet: Gleiten statt rasen, „Don’t drink and drive“ und „Don’t phone and drive““, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Bereits mit 0,5 Promille ist das tödliche Unfallrisiko doppelt so hoch wie mit 0,0 Promille, bei 0,8 Promille steigt das tödliche Unfallrisiko bereits auf das 5-Fache. Allein am vergangenen Pfingstwochenende wurden 342 Lenker wegen Alkohol am Steuer angezeigt.

Wer während des Lenkens ein Smartphone nutzt, riskiert nicht nur eine Strafe, sondern vor allem auch einen Unfall. „Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht, wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille“, verdeutlicht VCÖ-Experte Gansterer. Beim Schreiben eines SMS oder E-Mails erhöht sich das Unfallrisiko um bis zu das 23-Fache.

Ein großes Sicherheitsproblem ist das Schnellfahren. Im Vorjahr wurden rund 62.000 Lenkerinnen und Lenker mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Im Schnitt wurden pro Minute elf Kfz-Lenker beim Schnellfahren erwischt, so der VCÖ.

Der VCÖ begrüßt die verstärkten Verkehrskontrollen der Exekutive am Pfingstwochenende. Zudem kann mit Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen die Zahl der Unfälle reduziert werden. 

Zu Pfingsten gibt es vor allem viel Ausflugsverkehr. Wer mit Bahn oder Bus zum Ausflugsziel kommt, hat ein deutlich geringeres Unfallrisiko. „Vor allem beliebte Freizeitziele sollten gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Da gibt es in Österreich großen Aufholbedarf“, fordert VCÖ-Experte Gansterer mehr öffentliche Verkehrsverbindungen zu Freizeitzielen.

Der Alpenverein und die Naturfreunde bieten auf ihren Website Tipps für Bergtouren mit Öffis an: www.alpenverein.at und www.naturfreunde.at 

VCÖ:  40 Verkehrstote in den vergangenen fünf Jahren zu Pfingsten!
(Tödlich Verunglückte / Verletzte am Pfingstwochenende in Österreich)

Pfingsten 2015: 8 Verkehrstote / 360 Verletzte (vorläufige Bilanz BMI)
Pfingsten 2014: 13 Verkehrstote / 651 Verletzte
Pfingsten 2013: 4 Verkehrstote /464  Verletzte
Pfingsten 2012: 6 Verkehrstote /572 Verletzte
Pfingsten 2011: 9 Verkehrstote /587 Verletzte

Summe: 40 Verkehrstote / 2.634 Verletzte

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2016

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