VCÖ erfreut über Nein zu Gigaliner

VCÖ (Wien, 18. März 2014) - Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat sich heute gegen die Zulassung von Gigalinern im grenzüberschreitenden Verkehr ausgesprochen. Damit konnte vorerst verhindert werden, dass Österreich gezwungen wird, die Autobahnen für die Monstertrucks umzubauen. Das hätte mehrere Milliarden Euro gekostet. Der VCÖ fordert auf EU-Ebene verstärkte Maßnahmen zur Verringerung des Lkw-Verkehrs. Positiv sieht der VCÖ, dass in Zukunft Lkw für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden.

"Das heutige Abstimmungsergebnis ist ein Erfolg für die Bevölkerung, für die Umwelt und für die Budgets der öffentlichen Haushalte. Ein Ja zu grenzüberschreitenden Gigaliner Fahrten hätte teure Folgen gehabt. Die Autobahnen hätten um viel Steuergeld umgebaut werden müssen", ist VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen über das Abstimmungsergebnis des Verkehrsausschusses im EU-Parlament erfreut.

Sehr erfreulich sind auch die Änderungen für die Gestaltung der Lkw. Die Fahrerkabinen sollen zukünftig so gebaut werden, dass der tote  Winkel deutlich reduziert wird. Zudem gibt es zusätzliche Schutzmaßnahmen, die verhindern, dass Fußgänger oder Radfahrer bei Kollisionen unter den Lkw geraten.  Ab dem Jahr 2022 sollen diese Verkehrssicherheitsmaßnahmen verpflichtend gelten.

Positiv ist zudem auch, dass die Lkw in Zukunft aerodynamischer gebaut werden können, womit der Spritverbrauch und die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden können. Durch eine aerodynamischere Front kann der Spritverbrauch um sieben bis zehn Prozent reduziert werden, was bei aktuellen Spritpreisen eine Ersparnis von rund 3.000 Euro pro Lkw und Jahr bringen kann. Der Lkw-Verkehr in der EU ist ein großer Klimasünder. Der VCÖ fordert daher zusätzliche Maßnahmen auf  EU-Ebene, um den Lkw-Verkehr zu verringern. Dazu zählt der Ausbau des europäischen Schienennetzes und die Einführung einer Mindestmauthöhe. Die Verkehrsvermeidung sollte aber bereits an der Wurzel ansetzen. Es braucht auch im Sinne des Konsumentenschutzes strengere Vorgaben, damit Produkte wieder langlebiger werden. Damit können im Interesse der Anrainer, der Autofahrer und der Umwelt viele Lkw-Fahrten vermieden werden, stellt der VCÖ fest.

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