VCÖ: „Don`t drink and drive“ am Faschingshöhepunkt

VCÖ (Wien, 28. Februar 2014) – Der Fasching erreicht in den nächsten Tagen seinen Höhepunkt. Der VCÖ appelliert, unbedingt die Devise „Don’t drink and drive“ zu beherzigen. Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko. Der VCÖ setzt sich für mehr Disco- und Nachtbusse ein. Da deren Umsetzung oft an der Finanzierung scheitert, soll ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen dafür zweck gewidmet werden, schlägt der VCÖ vor. Seit Jahresanfang sind in Österreich bereits 66 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, um 16 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Der diesjährige Fasching erreicht in den kommenden Tagen seinen Höhepunkt. Der VCÖ appelliert, die Devise „Don’t drink and drive“ zu beherzigen. Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 0,8 Promille auf das 5-Fache und bei 1,2 Promille auf das 12-Fache. „Autofahren und Alkohol passen einfach nicht zusammen. Deshalb gscheit sein und nüchtern bleiben, wenn man noch Autofahren muss. Auch im Fasching“, sagt VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. 

Der VCÖ erinnert daran, dass Alkohol am Steuer in der Vergangenheit bereits sehr viel menschliches Leid verursacht hat. Zwischen 2005 und 2012 sind in Österreich bei Verkehrsunfällen, die von Alko-Lenkern verursacht wurden, 391 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 27.700 Personen wurden verletzt. „Damit wurden in diesem Zeitraum mehr Menschen durch Alkolenker verletzt als Krems Einwohner hat“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Urbanek.

Viele Alkoholunfälle passieren am Wochenende in den Nachstunden. Der VCÖ betont, dass durch Disco- und Nachtbusse viele schwere Verkehrsunfälle vermeidbar sind. Oft scheitert die Umsetzung aber an der Finanzierung. Deshalb schlägt der VCÖ vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Discobussen zweck gewidmet werden. „Ziel sollte sein, dass möglichst viele Jugendliche in Österreich Disco-oder Nachtbusse als sichere Alternative zum Auto oder Moped haben“, so VCÖ-Expertin Urbanek. Der VCÖ sammelt Unterschriften für mehr öffentliche Verkehrsverbindungen. Die Initiative kann auch unter www.vcoe.at/mehroeffis unterschrieben werden.

Der VCÖ weist darauf hin, dass heuer in Österreich seit Jahresanfang bereits 66 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind, um 16 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die meisten Todesopfer waren in Niederösterreich zu beklagen (20), in der Steiermark starben 18 Menschen bei Verkehrsunfällen, im Burgenland sieben, in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Wien jeweils vier, in Kärnten drei und in Vorarlberg zwei.

 

VCÖ: Heuer deutlich mehr Verkehrstote als im Vorjahr
(Anzahl Verkehrstote 1.1. bis 27.2. 2014 (in Klammer Jänner und Februar 2014))

Niederösterreich: 20 (13)
Steiermark: 18 (10)
Burgenland: 7 (0)
Oberösterreich: 4 (11)
Salzburg: 4 (3)
Tirol: 4 (3)
Wien: 4 (1)
Kärnten: 3 (8)
Vorarlberg: 2 (1) 

Österreich: 66 (50)

Quelle: BMI, VCÖ 2014

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