VCÖ: Dem EU-Klimaziel müssen rasch konkrete Maßnahmen folgen

VCÖ: In Österreich ökosoziale Steuerreform vorziehen

Foto: Büro Markus Zahradnik

VCÖ (Wien, 11. Dezember 2020) - Der VCÖ begrüßt die Einigung des EU-Gipfels, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Fünf Jahre nach dem Beschluss des UN-Klimaabkommens von Paris ist das wichtiger Meilenstein, um die Klimakrise bewältigen zu können. VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen betont: "Der Zielsetzung müssen nun rasch konkrete Klimaschutz-Maßnahmen folgen."

Die Treibhausgas-Emissionen sind bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu reduzieren. Auf den Verkehrssektor in Österreich umgelegt, bedeutet das eine Reduktion der Emissionen auf höchstens 6,2 Millionen Tonnen. Im Vorjahr verursachte der Verkehr 24,2 Millionen Tonnen CO2, also fast vier Mal so viel. „Die Emissionen des Verkehrs im nötigen Ausmaß zu reduzieren ist möglich und auch nötig. Wir alle haben die Verantwortung, unseren Kindern eine intakte Umwelt zu übergeben. Wichtig ist, dass alle Akteure nun an einem Strang ziehen, den Ernst der Lage erkennen. Wir brauchen einen nationalen Schulterschluss für den Klimaschutz“, stellt VCÖ-Expertin Rasmussen fest.

Wichtig ist, die ökosoziale Steuerreform vorzuziehen. Der VCÖ weist darauf hin, dass die ökosoziale Steuerreform auch im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit hilft. "Wird CO2 und Umweltverschmutzung endlich bepreist, dann können die Steuern auf Arbeit reduziert werden, was die Schaffung neuer Arbeitsplätze unterstützt", so VCÖ-Expertin Rasmussen. Zudem ist die globale Nachfrage nach klimaverträglichen Technologien für das Exportland Österreich eine enorme wirtschaftliche Chance. Gerade Österreich hat sehr gute Voraussetzungen, den Klimaschutz als Konjunkturlokomotive und Jobmotor zu nutzen.

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