VCÖ: Bürgerentscheidung für verkehrsberuhigte Mariahilferstraße rasch umsetzen

VCÖ (Wien, 8. März 2014) - Die Bevölkerung des 6. und 7. Bezirks hat sich mehrheitlich für eine verkehrsberuhigte Mariahilferstraße ausgesprochen. Die Mariahilferstraße soll laut Votum der Bevölkerung Querungen haben und für das Radfahren offen sein. Der VCÖ spricht sich für die rasche Umsetzung der Entscheidung der Bevölkerung aus. Aus Sicht des VCÖ spiegelt sich im Abstimmungsergebnis auch der Trend zur Multimodalität wider. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer sind auch mit Öffis und dem Fahrrad unterwegs.

Die Bevölkerung hat sich mehrheitlich für die Verkehrsberuhigung ausgesprochen, obwohl in den vergangenen Monaten die Mariahilferstraße nur als ein Provisorium erlebbar war. "Die Bevölkerung möchte in ihrem Wohnumfeld wenig Autoverkehr, saubere Luft statt Schadstoffe und wenig Verkehrslärm. Und bei jungen Familien ist der Wunsch nach einem kindgerechten Umfeld groß. Verkehrsberuhigung trägt dem Bedürfnis nach mehr Lebensqualität Rechnung", stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest.

Jetzt ist die Entscheidung der Bevölkerung rasch umzusetzen, so der VCÖ. "Als die Kärntner Straße zur Fußgängerzone wurde, war die Skepsis der Bevölkerung groß. Heute ist die Kärntner Straße als Fußgängerzone unbestritten. Keiner kann sich mehr vorstellen, dass hier mal Autos Stoßstange an Stoßstange durchgefahren sind. Jetzt ist das Abstimmungsergebnis rasch umzusetzen, damit in einigen Jahren über die Mariahilferstraße ähnlich gedacht wird, wie heute über die Kärntner Straße", betont VCÖ-Experte Gansterer. Die erfolgreichsten Einkaufsstraßen sind Fußgängerzonen, womit der Handel von der Neugestaltung der Mariahilferstraße profitieren wird.

Das Votum für Verkehrsberuhigung, für Querungen und für das Radfahren in der Mariahilferstraße spiegelt auch den Trend zur Multimodalität wider. Die Menschen nutzen zunehmend mehr Verkehrsmittel. Heute sind viele Autofahrerinnen und Autofahrer auch mit Öffis oder Fahrrad unterwegs. Sie wollen auch gute Bedingungen für das Radfahren und ein gutes Öffi-Angebot. Dieser internationalen Entwicklung folgend setzen weltweit Großstädte wie New York Paris oder Rom zahlreiche Projekte um, die Straßen zu verkehrsberuhigten, attraktiven Lebensräumen machen.

" Viele nutzen heute das für den jeweiligen Zweck am besten geeignetste Verkehrsmittel. Das ist manchmal das Auto, aber gerade in der Stadt nutzen viele Autofahrer lieber die Öffis, gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad", so VCÖ-Experte Gansterer. Der VCÖ spricht sich für ein respektvolles Miteinander statt Gegeneinander im Verkehr aus.

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