VCÖ: Bei Aus für Alko-Locks braucht es andere wirksame Maßnahmen

VCÖ (Wien, 13. September 2016) – Laut Medienberichten steht die geplante Einführung der so genannten Alko-Locks vor dem Aus. Falls die Alko-Locks scheitern, sind stattdessen andere Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer zu beschließen. Allein in den Jahren 2012 bis 2015 kostete Alkohol am Steuer 129 Menschen das Leben. Im Schnitt passierte im Vorjahr wegen Alkohol am Steuer alle vier Stunden ein Verkehrsunfall bei dem Menschen verletzt wurden. Der VCÖ schlägt die Ausweitung der 0,1 Promille-Grenze, die für den Probeführerschein gilt, bis zum 25. Lebensjahr vor. Zudem sind präventive Maßnahmen zu forcieren, wie Discobusse, Nachtbusse und Anrufsammeltaxis.

Alkohol am Steuer ist tödlich. Allein zwischen 2012 und 2015 starben 129 Menschen bei Alko-Unfällen im Straßenverkehr, macht der VCÖ aufmerksam. Fachleute rechnen mit einer höheren Dunkelziffer, da bei tödlichen Alleinunfällen meist kein Alkotest durchgeführt wird. Darüber hinaus wurden mehr als 12.000 Menschen in diesem 4-Jahreszeitraum bei einem Alko-Unfall verletzt. „Im Vorjahr passierte im Schnitt alle vier Stunden ein schwerer Verkehrsunfall durch Alkohol am Steuer“, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Falls sich die Regierung auf die Einführung von Alko-Locks nicht einigen kann, sollten andere Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer umgesetzt werden. Besonders wirksam sind präventive Maßnahmen, wie Discobusse, Nachtbusse sowie Anrufsammeltaxis. Der VCÖ schlägt vor, einen Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen als Unterstützung für diese Projekte zur Verfügung zu stellen. Auch die Ausweitung der 0,1 Promille-Grenze etwa bis zum 25. Lebensjahr trägt wesentlich zu mehr Verkehrssicherheit bei. „Wer die ersten sieben Jahre der Führerscheinkarriere die Devise „Don’t drink and drive“ beherzigen muss, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch später daran halten“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest. Bereits mit 0,5 Promille steigt das tödliche Unfallrisiko auf das Doppelte.

Österreichweit sind heuer seit Jahresanfang bereits 303 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, die meisten in Niederösterreich (78), Oberösterreich (66) und Steiermark (43). Die niedrigste Opferzahl weist Vorarlberg mit sechs auf. Im Vergleich zu den verkehrssichersten Staaten Europas weist Österreich eine hohe Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle auf.

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