VCÖ: Autofahrten möglichst vermeiden – kürzere Strecken bewegungsaktiv zurücklegen

VCÖ: WHO empfiehlt mindestens halbe Stunde Bewegung pro Tag

VCÖ (Wien, 16. November 2020) – Das Problem des Bewegungsmangels verschärft sich im Lockdown. Der VCÖ weist darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens eine halbe Stunde Bewegung pro Tag empfiehlt. Bewegung stärkt das Immunsystem und wirkt sich auch auf das psychische Wohlbefinden positiv aus. Um auf das von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Pensum Bewegung zu kommen, rät der VCÖ Erledigungen möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu machen. Das Auto sollte nur genutzt werden, wenn es keine andere Wahl gibt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen eine halbe Stunde Bewegung pro Tag, für Kinder und Jugendliche eine Stunde Bewegung pro Tag. Sporteinrichtungen, Fitnessstudios sind nun geschlossen, für die Schulkinder entfallen die Turnstunden. Der Lockdown ist ohnedies eine psychische Ausnahmesituation. Zusätzlich wirkt sich Bewegungsmangel negativ auf das psychische Wohlbefinden aus. „Umso wichtiger ist es, dass jede Möglichkeit der Bewegung genutzt wird. Gerade im Bereich der Mobilität ist das Potenzial groß, etwa indem man Autofahrten möglichst vermeidet und die nötigen Erledigungen, wie beispielsweise Einkäufe, wann immer möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad macht“, empfiehlt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Jene, die nicht im Homeoffice arbeiten können, können den Arbeitsweg nutzen, um auf eine gesunde Portion Bewegung zu kommen. Distanzen bis zu fünf Kilometer, sind in der Regel auch für untrainierte Personen gut zu bewältigen, für sportliche Personen oder mit den boomenden Elektro-Fahrrädern sind auch längere Distanzen leicht zu bewältigen. Im Lockdown geht der Autoverkehr deutlich zurück, womit die Bedingungen zum Radfahren deutlich angenehmer sind.

Der VCÖ sieht aber auch die Gemeinden und Städte gefordert, dem Gehen und Radfahren mehr Platz einzuräumen. „Der Kfz-Verkehr geht im Lockdown deutlich zurück und braucht daher weniger Platz. Gerade für Familien mit Kindern ist es sehr wichtig, dass sie auf autofreien Fahrbahnen unterwegs sein können“, spricht sich VCÖ-Sprecher Gratzer für die rasche Umsetzung sogenannter Pop-Up Radwege aus. Auch können Straßen in Wohngebieten in temporäre Begegnungszonen umgewandelt werden.

Wer längere Stecken zurückzulegen hat, kann durch die Kombination von Öffentlichem Verkehr und bewegungsaktiver Mobilität auf ein gesundes Bewegungspensum kommen, etwa indem man mit dem Fahrrad zum Bahnhof fährt. „In den Öffentlichen Verkehrsmitteln ist derzeit viel Platz, der Sicherheitsabstand kann eingehalten werden, der Mund-Nasen-Schutz sorgt für Sicherheit“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Zudem belegen zahlreiche medizinische Studien, dass es im Öffentlichen Verkehr keine erhöhte Infektionsgefahr gibt. Zuletzt wurde beispielsweise das Ergebnis einer britischen Studie veröffentlicht: In den Londoner U-Bahnen wurden weder auf Kontaktflächen noch in der Luft Spuren des Coronavirus gefunden. In Deutschland hat die Charité Research Organisation die Situation in den Zügen untersucht und festgestellt: „Zugfahren ist sicher.“

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