VCÖ: Auch Österreich braucht Zeitplan für Ausstieg aus Diesel und Benzin

VCÖ (Wien, 26. Juli 2017) – Nach Frankreich plant auch Großbritannien den Ausstieg aus Diesel und Benzin bis spätestens 2040. Der VCÖ betont, dass auch Österreich einen Zeitplan für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor braucht. Der VCÖ hält es für realistisch, dass bereits ab dem Jahr 2030 keine Neuwagen mehr mit Diesel- oder Benzinmotor verkauft werden. Für die Luftqualität ist eine beschleunigte Energiewende im Verkehr ebenso positiv wie für die heimische Energiebilanz. Erdöl muss teuer importiert werden, Strom aus erneuerbarer Energie kann Österreich selbstständig erzeugen.

Die Ära des Verbrennungsmotors neigt sich dem Ende zu. Jetzt geht es darum, die Energiewende im Verkehrsbereich zu beschleunigen, auch in Österreich, betont der VCÖ. Großbritannien plant so wie Frankreich bei Neuwagen den Ausstieg aus Diesel und Benzin bis spätestens 2040.

Auch für Österreich ist ein konkreter Zeitplan für ein Verkaufsende von Diesel- und Benzin-Pkw festzulegen so wie es einzelne Bundesländer bereits für Ölheizungen beschlossen haben. Zunehmend mehr Hersteller setzen sich konkrete Ziele für die Erhöhung des E-Pkw-Anteils. Volvo hat bekanntgegeben, ab dem Jahr 2019 nur mehr reine E-Pkw oder Hybrid-Pkw auf den Markt zu bringen, Daimler und VW möchten im Jahr 2025 einen E-Pkw-Anteil von 25 Prozent erreichen. Im Vorjahr hat sich in den Niederlanden die zweite Kammer des Parlaments für einen Verkaufsende neuer Diesel- und Benzin-Pkw ab dem Jahr 2025 ausgesprochen und in Deutschland der deutsche Bundesrat, im dem die Landesregierungen der Bundesländer vertreten sind, bis spätestens zum Jahr 2030.

Zusätzlich zum Zeitplan, ab wann keine neuen Diesel- und Benzin-Pkw mehr verkauft werden sollen, ist es wichtig, dass keine Förderungen mehr in die alten Antriebstechnologien fließen. Für Österreich bringt die Transformation Richtung E-Mobilität neben Umwelt- und Gesundheitsvorteilen auch eine verbesserte Energiebilanz. Erdöl wird aus Krisenregionen teuer importiert, den Strom für die E-Mobilität kann Österreich aus erneuerbarer Energie selber herstellen.

Zudem weist der VCÖ auf die wirtschaftspolitischen Chancen für das Exportland Österreich hin, da weltweit in den kommenden Jahren die Nachfrage nach klimaverträglichen Fahrzeugen und Technologien stark zunehmen wird. Mit dem Klimaabkommen von Paris wurde der globale Ausstieg aus fossiler Energie und damit aus Erdöl bis zum Jahr 2050 beschlossen, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Wenn sich Österreich als Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Mobilität positioniert, können langfristig viele Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden, betont der VCÖ.

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