VCÖ-Analyse: August ist in Oberösterreich einer der unfallreichsten Monate!

VCÖ (Wien, 31. Juli 2014) – Bereits 43 Menschen sind heuer bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich ums Leben gekommen, macht der VCÖ aufmerksam. Und jetzt steht mit dem August noch ein besonders unfallreicher Monat bevor, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Der VCÖ fordert mehr Kontrollen, um Alko-Lenker und Raser rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen zu können. Zudem soll das Vormerksystem um Schnellfahren und Handy am Steuer erweitert werden.

Allein diese Woche verloren drei Menschen wegen Verkehrsunfällen in Oberösterreich ihr Leben. Besonders tragisch der Tod des Geschwisterpaars wegen eines alkoholisierten Geisterfahrers. Insgesamt wurden heuer bereits 43 Menschen bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich getötet, macht der VCÖ aufmerksam. Und jetzt steht ein weiterer Monat bevor, in dem in den vergangenen Jahren besonders viele Verkehrsunfälle passierten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.

„Gemeinsam mit dem Juli und Juni zählt der August in Oberösterreich zu den drei unfallreichsten Monaten. In den vergangenen drei Jahren krachte es im August im Schnitt 23 Mal am Tag so schwer, dass Menschen dabei verletzt wurden“, verdeutlicht VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek.

Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass in den vergangenen drei Jahren im August im Schnitt 716 schwere Verkehrsunfälle in Oberösterreich passierten. Nur im Juli waren es mit durchschnittlich 745 Verkehrsunfällen etwas mehr. Im August ereigneten sich um rund die Hälfte mehr schwere Verkehrsunfälle als beispielsweise im März.

Der vermehrte Urlauberverkehr erklärt die hohe Anzahl an Verkehrsunfällen nur zum Teil. Das schönere Wetter verleitet leider zu viele zum Schnellfahren. Umso wichtiger ist es, dass es mehr Tempo- und auch Alkohol-Kontrollen gibt, betont der VCÖ. Zudem spricht sich der VCÖ für eine Reform des Vormerksystems aus. Die häufigsten Unfallursachen Schnellfahren und Ablenkung sind derzeit nicht im Vormerksystem enthalten. Das Vormerksystem sollte daher um Schnellfahren und Handy am Steuer erweitert werden.

Wichtig für die Verringerung der Verkehrsunfälle ist aber auch der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs als Alternative zum Auto. Auch Tourismus- und Freizeitziele sollten gut mit Bahn oder Bus erreichbar sein, tritt der VCÖ für eine Ausweitung des Angebots ein.

Zudem kann jede und jeder einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit leisten: Aufmerksam und rücksichtsvoll fahren, Tempolimits unbedingt einhalten und auf keinen Fall beim Lenken eines Fahrzeugs mit dem Handy telefonieren oder gar im Internet surfen oder SMS schreiben. Und die Devise heißt: „Don’t drink and drive!“. Zudem empfiehlt der VCÖ wenn möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, denn mit dem Auto oder Motorrad ist das Unfallrisiko um ein Vielfaches höher als mit Bahn oder Bus.

VCÖ: August ist in Oberösterreich ein sehr  unfallreicher Monat (Anzahl Unfälle / Verletzte / Verkehrstote je Monat – Durchschnitt der Jahre 2011 bis  2013)

Juli: 745 Verkehrsunfälle / 949 Verletzte / 13 Verkehrstote

August: 716 Verkehrsunfälle / 912 Verletzte / 10 Verkehrstote

Juni: 705 Verkehrsunfälle / 893 Verletzte / 8 Verkehrstote

Mai: 654 Verkehrsunfälle / 832 Verletzte / 10 Verkehrstote

September: 641 Verkehrsunfälle / 822 Verletzte / 9 Verkehrstote

Oktober: 609 Verkehrsunfälle / 785 Verletzte / 8 Verkehrstote

April: 574 Verkehrsunfälle / 744 Verletzte / 9 Verkehrstote

März: 490 Verkehrsunfälle / 661 Verletzte / 4 Verkehrstote

November: 476 Verkehrsunfälle / 646 Verletzte / 8 Verkehrstote

Dezember: 471 Verkehrsunfälle / 630 Verletzte / 7 Verkehrstote

Jänner: 429 Verkehrsunfälle / 586 Verletzte / 7 Verkehrstote

Februar: 406 Verkehrsunfälle / 544 Verletzte / 5 Verkehrstote

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2014

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