VCÖ: 25 Jahre Einsatz für Mobilität mit Zukunft - 20.06.2013

Vor 25 Jahren wurde der VCÖ gegründet. Die Mobilität hat sich verändert, ist vielfältiger geworden. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, ist aber in Österreich eine raschere Mobilitätswende nötig. Der Verkehr ist nach wie vor eines der größten Umweltprobleme Österreichs, wie auch der aktuelle Umweltkontrollbericht zeigt. Österreich sollte die Chance nutzen, Europas Kompetenzzentrum für klimafreundliche Mobilität zu werden und damit nachhaltig viele Arbeitsplätze schaffen und sichern, betont der VCÖ.

Vor 25 Jahren wurde der VCÖ von Verkehrswissenschaftern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Radfahrgruppen und der Anti-Transit-Bewegung gegründet. Von Anfang an setzte sich der VCÖ als unabhängige NGO für eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und effiziente Mobilität ein. VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak dankt den rund 10.000 Menschen, die den VCÖ unterstützen: „Die Spenden der Privatpersonen ermöglichen unseren Einsatz für eine Mobilität, die im Einklang mit der Umwelt ist und zu mehr Gesundheit, mehr Lebensqualität und mehr Wohlstand führt.“

Die lösungsorientierte Arbeit des VCÖ, der kritisch die brennenden Mobilitätsthemen benennt, wird von vielen geschätzt. Was Bundespräsident Fischer, Vorarlbergs Landesstatthalter Rüdisser, Niederösterreichs Verkehrslandesrat Wilfing, Wiens Bürgermeister Häupl, Tirols LH-Stv. Felipe, Vertreterinnen und Vertreter von NGOs, Interessensvertretungen, Unternehmen, der Wissenschaft, wie etwa Klimaforscherin Kromp-Kolb oder WIFO-Chef Aiginger über den VCÖ sagen, ist auf der VCÖ-Website nachzulesen unter http://www.vcoe.at/de/ueber-vcoe/id-25-jahre-vcoe/statements   

Der Verkehrsbereich steht vor großen Herausforderungen. Ohne Mobilitätswende sind die Klima- und Energieziele der EU nicht erreichbar, betont der VCÖ. Der aktuelle Umweltkontrollbericht zeigt, dass der Verkehr nach wie vor eines der größten Umweltprobleme Österreichs ist. Der Verkehr ist ein Hauptverursacher der Luftverschmutzung und der Treibhausgase. Zudem macht die durch Straßenbau und Parkplätze verursachte Versiegelung der Böden zunehmende Probleme, macht der VCÖ aufmerksam.

"Die Mobilitätswende ist nicht nur aus Umweltsicht eine Notwendigkeit, sondern auch eine große wirtschaftspolitische Chance. Die Verringerung des Erdölverbrauchs des Verkehrs stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich", stellt VCÖ-Geschäftsführer Nowak fest.

Österreich hat optimale Voraussetzungen, Europas Kompetenzzentrum für klimafreundliche Mobilität zu werden. Den öffentlichen Verkehr bundesweit auf Schweizer Niveau verbessern, die Infrastruktur für Gehen und Radfahren ausbauen, mit neuen Technologien die Effizienz und die Elektrifizierung des Verkehrs vorantreiben, umweltfreundlichen Tourismus, wie etwa Rad-Tourismus, forcieren - all das schafft nachhaltig viele Arbeitsplätze. „Klimafreundliche Mobilität kann so zu einem noch größeren Wirtschaftsfaktor werden, als sie es schon heute ist“, betont VCÖ-Geschäftsführer Nowak.

Zentral für die Zukunft, insbesondere in den Städten, ist eine gerechte Verteilung des Platzes. Die Menschen in Österreich sind sichtbar vielfältiger mobil. Der VCÖ setzt sich für ein Miteinander statt Gegeneinander im Verkehr ein. Intermodale Schnittstellen werden zentrale Aufgabe der Infrastrukturpolitik. Und Verkehrspolitik wird auch zunehmend Gesundheitspolitik. Durch optimale Bedingungen für Gehen und Radfahren kann Alltagsmobilität ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge werden.

Gemeinsam die Zukunft gestalten: Beim VCÖ-Mobilitätspreis sind vorbildhafte Projekte gesucht, die schon heute zeigen, wie Mobilität und Gütertransport im Jahr 2025 und danach klimafreundlicher sein können. Gemeinden, Städte, Unternehmen, Universitäten, Schulen, Vereine und Privatpersonen können Projekte einreichen. Informationen beim VCÖ: (01) 8932697, www.vcoe.at 

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