VCÖ: 33 Todesopfer durch Geisterfahrer seit dem Jahr 2000

33 Todesopfer durch Geisterfahrer seit dem Jahr 2000

VCÖ (Wien, 21. Jänner 2016) – Im Vorjahr gab es 14 Verkehrsunfälle durch Geisterfahrer, zum Glück endete kein einziger tödlich. Der VCÖ weist darauf hin, dass seit dem Jahr 2000 aber bereits 33 Menschen bei Geisterfahrerunfällen ums Leben kamen. Bei Ö3 wurden 383 Geisterfahrer gemeldet und damit um 25 mehr  als im Jahr 2014. . Der VCÖ weist darauf hin, dass der typische Geisterfahrer alkoholisiert und meist männlich ist. Der VCÖ fordert mehr Alkoholkontrollen im Umfeld von Autobahnauffahrten und ein österreichweites Disco- und Nachtbusnetz.

„Die Zahl der Geisterfahrer geht in Österreich zurück, ebenso die Zahl der tödlichen Geisterfahrerunfälle“, fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer die Geisterfahrerbilanz der vergangenen Jahre zusammen. Im Jahr 2005 starben noch acht Menschen bei von Geisterfahrern verursachten Verkehrsunfällen, 550 Geisterfahrer wurden bei Ö3 gemeldet. „Im Vorjahr gab es so wie in den Jahren 2011 und 2012 zum Glück keinen tödlichen Geisterfahrerunfall, aber 14 Menschen wurden verletzt“, berichtet VCÖ-Experte Gansterer.

Die meisten Geisterfahrer wurden im Vorjahr in Niederösterreich gesehen, 102 mal wurde auf Niederösterreichs Autobahnen und Schnellstraßen Geisterfahreralarm gegeben. Dahinter folgen die Steiermark (79), Tirol (50) , Oberösterreich (47), Kärnten (33), Salzburg (29), Wien (17), Vorarlberg (14) und das Burgenland (12).

Der typische Geisterfahrer ist männlich, viele sind alkoholisiert. Laut Geisterfahrerstatistik sind die meisten Geisterfahrer am Sonntag und am Samstag unterwegs und am späten Abend. Der VCÖ betont, dass durch verstärkte Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer auch die Zahl der Geisterfahrer verringert werden kann. Der VCÖ fordert daher mehr Alkoholkontrollen im Umfeld von Autobahnauffahrten. Auch verstärkte Maßnahmen gegen Ablenkung am Steuer sind wichtig, wie etwa die Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem. "Es ist wichtig, die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu erhöhen", betont VCÖ-Experte Gansterer. Als Präventionsmaßnahme setzt sich der VCÖ für ein österreichweites Disco- und Nachtbusnetz ein. Da viele Gemeinden diese Busse aus finanziellen Gründen nicht einführen können, schlägt der VCÖ vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für Disco- und Nachtbusse zweck gewidmet werden soll.

Im Langzeitvergleich waren seit dem Jahr 1987 in Niederösterreich die meisten Todesopfer durch Geisterfahrer zu beklagen, 38 Menschen starben bei Geisterfahrerunfällen, so der VCÖ. Hoch auch der Blutzoll in der Steiermark mit 31 Todesopfern, in Oberösterreich kamen 15 Menschen wegen Geisterfahrern ums Leben. Nur in einem Bundesland, in Vorarlberg, gab es seit dem Jahr 1987 keinen einzigen tödlichen Geisterfahrerunfall, berichtet der VCÖ. Seit dem Jahr 1987 verunglückten durch Geisterfahrerunfälle in Österreich 110 Menschen tödlich.

Besonders viele Geisterfahrer wurden auf der A7 im Raum Linz (14), auf der A12 im Oberland (14), auf der A10 im Raum Pongau (13), auf der S1 bei Schwecht-Vösendorf (12)  und auf der A2 im Raum Graz (10)  gemeldet.

VCÖ: Seit dem Jahr 2000 33 Todesopfer durch Geisterfahrer

Jahr 2015: Kein Todesopfer
Jahr 2014:  3 Todesopfer
2013: 2 Todesopfer
2012: 0 Todesopfer
2011: 0 Todesopfer
2010: 1 Todesopfer
2009: 2 Todesopfer
2008: 2 Todesopfer
2007: 1 Todesopfer
2006: 2 Todesopfer
2005: 8 Todesopfer
2004: 1 Todesopfer
2003: 3 Todesopfer
2002: 3 Todesopfer
2001: 1 Todesopfer
2000: 7 Todesopfer

Gesamt: 33 Todesopfer

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2016

VCÖ: Jeder dritte tödliche Geisterfahrerunfall passierte seit dem Jahr 1987 in Niederösterreich (Anzahl der Todesopfer durch Geisterfahrerunfälle seit dem Jahr 1987)

Niederösterreich: 38 Todesopfer
Steiermark: 31
Oberösterreich: 15
Salzburg: 12
Kärnten: 9
Tirol: 3
Burgenland: 1
Wien: 1
Vorarlberg: 0

Summe: 110

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2016

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