Eine Stadt ohne Ampeln – Planen für die Zukunft

TU Wien, Institut für Verkehrswissenschaften, Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik

Seit über 100 Jahren leistet die Ampel Dienste für die Abwicklung und Organisation des Verkehrs in der Stadt. Personen, die zu Fuß unterwegs sind oder Radfahren werden durch Ampeln jedoch benachteiligt. Einerseits indem sie oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, andererseits weil nicht einmal die regelkonforme Benutzung der Ampel ihnen Sicherheit in den verschiedenen Verkehrssituationen bietet, wie die Vielzahl an Kreuzungsunfällen bei Grün für diese Gruppen belegt.
Gegenwärtig ist laut Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) eine Verkehrslichtsignalanlage zu errichten, wenn bestimmte Grenzwerte hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Qualität und Sicherheit des Verkehrsablaufes unter- beziehungsweise überschritten werden. Das Projekt „Ampelfreie Stadt“ verfolgt genau den umgekehrten Grundgedanke. Wie müssten die baulichen, rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen gestaltet sein, um keine Ampel laut RVS errichten zu müssen? Darauf aufbauend werden die verkehrlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen einer solchen Struktur abgeschätzt sowie die Möglichkeiten und die Hindernisse aufgezeigt, um eine ampelfreie Stadt zu errichten. Das Projektergebnis soll in einem Handbuch erfasst werden, das, aufgeteilt nach Handlungsthemen, wie Baufragen, Rechtsfragen oder Raumplanung und nach einem Zeitplan, aufzeigt, wie ein städtisches Verkehrssystem gestaltet werden muss, um nicht auf Ampeln angewiesen zu sein.

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