VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg

VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg für regional abgestimmtes Parkraummanagement der plan-b Gemeinden und Lustenau

In den plan-b Gemeinden Bregenz, Lauterach, Hard, Schwarzach und Wolfurt sowie in Lustenau wurde ein regional abgestimmtes Parkraummanagement im November 2018 eingeführt bzw. in Bregenz erweitert. Damit soll die Verkehrsbelastung reduziert und die Nahversorgung gestärkt werden. Dauerparker haben in der Vergangenheit Parkplätze für innerörtliche Einkäufe verstellt. Für Dauerparker gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.

Einbezogen wurden auch die Parkplätze bei Schwimmbädern, Veranstaltungsorten sowie Freizeit- und Ausflugszielen. Damit wird ein Anreiz für eine autofreie Anreise gesetzt. Im Vorfeld wurde die Infrastruktur für den Radverkehr verbessert, der öffentliche Nahverkehr um ein Anrufbus-Angebot erweitert,  Carsharing-Standorte errichtet und betriebliches Mobilitätsmanagement forciert wurde, unter anderem mit dem Bonussystem „Ecopoints“ und Job-Rad. Die Maßnahmen wirken: Innerörtliche Parkflächen sind besser verfügbar, Pendlerinnen und Pendler verstärkt auf Fahrrad und Öffentlichen Verkehr umgestiegen.

„Neben der erzielten Wirkung ist vor allem auch die gemeindeübergreifende Kooperation bei der Einführung vorbildlich“, gratuliert VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Den VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg nahmen stellvertretend für die sechs Gemeinden Wolfurts Bürgermeister Christian Natter, Schwarzachs Bürgermeister Thomas Schierle und die Bregenzer Vizebürgermeisterin Sandra Schoch entgegen.

Mikro-ÖV von Postbus und Lustenau als „vorbildliches Projekt“ ausgezeichnet

Das nachfrageorientierte Bus verkehrt  seit November 2018 dort, wo es kein öffentliches Linienangebot gibt und ist eine Initiative der Marktgemeinde Lustenau, dem Gemeindeverband Unteres Rheintal und der ÖBB-Postbus Gmbh. Der barrierefreie Bus für bis zu acht Personen steht von Montag bis Freitag zwischen acht Uhr in der Früh und acht Uhr am Abend zur Verfügung. Die Fahrt kostet mit Jahreskarte 1 Euro, ohne Jahreskarte 2,50 Euro. Insgesamt gibt es für ganz Lustenau 100 Haltepunkte und wird pro Woche von rund 80 Fahrgästen genutzt. „Anrufbusse, wie dieser reduzieren die Anzahl der Elterntaxis und können dazu führen, dass Familien kein Zweitauto brauchen. Kinder und Jugendlichen können so selbständiger mobil sein. Ältere Menschen sind nicht von anderen abhängig, wenn sie etwa Einkäufe oder Arztbesuche zu erledigen haben“, gratuliert VCÖ-Experte Schwendinger den Preisträgern. Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg als „vorbildliches Projekt“ nahmen Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer, Postbus-Regionalmanager Wolfram Gehri und der Geschäftsführer vom Landbus Unteres Rheintal Michael Stabodin entgegen.

Feldkirch für Innenstadtentwicklung als „vorbildliches Projekt“ ausgezeichnet

Feldkirch möchte die Innenstadt aufwerten. Die Projektlösungen sind in drei Teilprojekte gegliedert. Im Teilprojekt „Fußgängerzone Neustadt“ wurde die Fußgängerzone durch eine Neugestaltung aufgewertet und durch verkehrsberuhigende Maßnahmen mehr autofreier Platz geschaffen, welcher beispielsweise für Veranstaltungen oder die Ausweitung der Gastgärten genützt werden kann. Die Fußgängerzone wurde heuer am 15. Juni eröffnet.

Im zweiten Teilprojekt wurde unter anderem  ein neuer Geh- und Radweg zwischen der Fußgängerzone Neustadt und dem Bahnhof geschaffen, der bereits gut angenommen wird. Beim dritten Teilprojekt wird im Amt der Stadt Feldkirch betriebliches Mobilitätsmanagement umgesetzt. Mit „Ecopoints“ gibt es Belohnungen für jene, die umweltverträglich zur Arbeit kommen.

Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg nahmen Vize-Bürgermeisterin Gudrun Petz-Bechter und die Fahrradbeauftragte der Stadt Feldkirch Elisabeth Mair entgegen.

Landesrat Johannes Rauch gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern recht herzlich: "Der VCÖ-Mobilitätspreis macht jedes Jahr deutlich, wie mit kreativen Ideen einerseits das Klima geschont und andererseits nachhaltige Formen von Mobilität gefördert werden können." Der VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Vorarlberg und Rhomberg Bau unterstützt.

„Jede Idee, die den Zugang und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel vereinfacht, ist ein Gewinn für die Weiterentwicklung der Mobilität in unserem Land“, sagt ÖBB-Regionalmanager Marcus Ender: „Wir müssen mit unserem Angebot die Leidenschaft bei den Fahrgästen wecken und da sind kreative Ideen mehr denn je gefragt, damit künftig noch mehr Menschen in Vorarlberg auf umweltfreundliche Mobilität umsteigen und so einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.“

Um auf dem Laufenden zu bleiben, können Sie hier den VCÖ-Newsletter bestellen.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und den ÖBB durchgeführt:

   

Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wird auch unterstützt von:

      

Ausgezeichnete Projekte

Wählen Sie ein Jahr aus und informieren Sie sich über die beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichneten Projekte (PDF-Dokumente).

2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006

Der VCÖ verwendet Spenden sparsam und zielgerichtet und trägt daher das Österreichische Spendengütesiegel.

Aktuelle VCÖ-Themenschwerpunkte

In Gemeinden und Regionen Mobilitätswende voranbringen

Die Mobilitätswende in Gemeinden und Regionen spielt für die Erreichung der Klimaziele eine entscheidende Rolle, da hier der Großteil der Treibhausgas-Emissionen im Personenverkehr in Österreich anfällt.

mehr erfahren

Mobilitätswende braucht mehr Öffentlichen Verkehr

Der Öffentliche Verkehr ist das Rückgrat eines umweltverträglichen und sozial gerechten Verkehrssystems. Sharing-Angebote sind als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum Öffentlichen Verkehr auszuweiten.

mehr erfahren