VCÖ-Bahntest 2017 - Ergebnisse

 


VCÖ-Bahntest 2017 -
Die Ergebnisse

Das sagen Bahnfahrende 2017
Am VCÖ-Bahntest 2017 nahmen von Anfang Mai bis Mitte Juni 13.862 Fahrgäste in den Zügen von acht Bahnunternehmen teil. Die Bereitschaft häufiger Bahn zu fahren nimmt in Österreich weiter zu, wie die Umfrage zeigt: bereits jeder zweite Fahrgast hat Autofahrten auf die Bahn verlagert. Das verbesserte Angebot der Bahnen bringt auch mehr Fahrgäste.

Hier erhalten Sie einen Überblick über das, was Bahnfahrende in Österreich 2017 bewegt hat.

Credits: ÖBB

Beim VCÖ-Bahntest 2017 sagten 37 Prozent der Fahrgäste, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten häufiger Bahn gefahren sind, 54 Prozent gleich viel, neun Prozent seltener. Nur drei Prozent der Bahntest-Teilnehmenden waren mit ihrer aktuellen Bahnfahrt insgesamt wenig oder gar nicht zufrieden. Jedoch beklagten mit zwölf Prozent viermal so viele die mangelnde Anzahl der Zugverbindungen. Noch unzufriedener damit sind Fahrgäste auf dem Weg in die Arbeit oder zur Ausbildung mit rund 15 Prozent sowie jene in Zügen des Regionalverkehrs mit rund 16 Prozent.

60 Prozent der Fahrgäste finden, dass es bei Österreichs Bahnhöfen Fortschritte gibt. Bei den Wartebereichen wird der größte Verbesserungsbedarf gesehen. Eine bessere Anbindung des Bahnhofs mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist vor allem für jene relevant, die (öffentlich oder privat) zum Bahnhof gebracht werden, insbesondere für junge Befragte.

Credits: ÖBB

Zu seltene Zugverbindungen sind ein wesentlicher Grund, warum Bahnfahrende für manche Strecken das Auto verwenden. Angesichts flexiblerer Arbeitszeiten sind auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten häufige Verbindungen nötig. Auch der verstärkte Ausbau der grenzüberschreitenden Bahnverbindungen in Europa ist hoch an der Zeit. Bereits die Hälfte der Fahrgäste sind mit einem Nachtzug gereist, weitere 31 Prozent können sich vorstellen, das zu tun.

78 Prozent der Fahrgäste verwenden digitale Angebote wie Fahrplanauskunft oder Ticketkauf. Auch in der Altersgruppe der über 65-Jährigen sind es fast zwei Drittel. Bereits jeder zweite Fahrgast nutzt die Fahrplanabfrage via Smartphone-App. Drei von zehn nutzen das Online-Ticketing, 15 Prozent kaufen zumindest gelegentlich ein Ticket per App. Während der Zugfahrt verwenden drei Viertel der Fahrgäste mobiles Internet. Die Hälfte erlebt eine bessere Verbindungsqualität im Vergleich zu früher, aber jeder Dritte beurteilt sie aktuell als zu schlecht. 

Zahlen, Daten & Fakten:
Das bewegt Bahnfahrende 2017 in Österreich 

Credits: ÖBB


Pünktlichkeit, bequemes Sitzen, mobiles Surfen und
saubere Abteile machen Bahn fahren attraktiver.

Die Analyse des SORA-Instituts zeigt, dass die Beurteilung der Qualität des mobilen Internets gemeinsam mit der Bequemlichkeit des Sitzplatzes der stärkste Einflussfaktor auf die Absicht ist, künftig häufiger oder seltener Bahn zu fahren. Ähnlich wichtig dafür ist nur die Sauberkeit des Zuginneren. 

Die Bewertung von Qualität und Komfort des Bahnfahrens wird vor allem durch die Beurteilung der Waggons, der Pünktlichkeit sowie von Informations- und Servicequalität beeinflusst. Danach folgen die Häufigkeit der Zugverbindungen, Qualität der Bahnhöfe und die Abstimmung von Bahn und anderem Öffentlichen Verkehr. Die Beurteilungen der Fahrgäste beim VCÖ-Bahntest zeigen sehr gut, in welchen Bereichen Verbesserungen bei den Bahnen nötig sind.

Das sind die VCÖ-Empfehlungen:

  • Häufigere Bahnverbindungen insbesondere in den Ballungsräumen und zwischen regionalen Zentren
  • Verbesserung der aktiven Information bei Verspätungen und Störungen, vor allem während der Zugfahrt
  • Weitere Verbesserung des Empfangs für mobiles Internet, bekannt machen der Möglichkeiten per Smartphone-App
  • Modernisierung von Bahnhöfen fortsetzen, Bahnhöfe zu multimodalen Schnittstellen ausbauen: Anbindung des städtischen und regionalen Öffentlichen Verkehrs an die Bahnhöfe verbessern, gute Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Fahrrad sicherstellen, ausreichend viele wetter- und diebstahlgeschützte Radabstellanlagen sowie Leihradstationen und Carsharing anbieten
  • Europaweiter Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindungen, insbesondere mit Nachtreisezügen als Alternative zu Kurzstrecken-Flügen
  • Ausbau des Taktfahrplans, ganzjährig regelmäßige Verbindungen auch am Abend und am Wochenende

    → Noch mehr Daten zum VCÖ-Bahntest 2017
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