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VCÖ-Kritik: Kilometergeld fürs Radfahren seit Einführung des Euros nicht mehr erhöht!

Ausgabe: 2008-106 vom 04.08.2008

Die Regierung möchte, dass die Österreicher bis zum Jahr 2015 doppelt so viel Rad fahren wie heute.

Doch während das Pkw-Kilometergeld seit Euro-Einführung um 18 Prozent erhöht wurde, ist das Fahrrad-Kilometergeld seit Jahren unverändert, macht der VCÖ aufmerksam.

Im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen der Regierung ist zudem, dass auf den ersten fünf Kilometern das Pkw-Kilometergeld um 80 Prozent höher als jenes für das Radfahren. Der VCÖ fordert eine rasche Erhöhung des Fahrrad-Kilometergeldes auf 0,46 Euro.

„Österreich erlebt aufgrund der steigenden Spritpreise einen Radfahrboom. Auch für Dienstfahrten wird das Fahrrad zunehmend genutzt“, stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass für dienstliche Fahrten Kilometergeld bezogen werden kann. Beim Radfahren beträgt dieses für die ersten fünf Kilometer 0,233 Euro pro Kilometer,  bei längeren Strecken erhöht sich das Kilometergeld ab dem sechsten Kilometer auf 0,465 Euro.

Der VCÖ betont, dass umweltbewusste Menschen, die kurze Dienstfahrten mit dem Rad zurücklegen gegenüber dem Auto mehrfach benachteiligt werden: Das Kilometergeld fürs Radfahren wurde seit der Euro-Einführung um keinen einzigen Cent erhöht, obwohl die Verbraucherpreise seither um rund zwölf Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig wurde das Pkw-Kilometergeld um 18 Prozent erhöht. „Und das Pkw-Kilometergeld beträgt ab dem ersten Kilometer 0,42 Euro und ist damit bei Strecken bis fünf Kilometer um 80 Prozent höher als jenes fürs Radfahren“, weist VCÖ-Experte Blum auf eine weitere Ungerechtigkeit hin.

Dabei wird das Fahrrad vor allem auf kurzen Strecken als schnelle und umweltfreundliche Alternative genutzt. Wer in der Stadt mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, erspart der Gesellschaft Kosten von rund 40 Cent pro Kilometer. „Radfahren verursacht keine Staus und keine Abgase. Jeder Autofahrer, der auf das Rad umsteigt, entlastet die Straßen und verbessert die Luftqualität. Deshalb sollte das Fahrrad-Kilometergeld ab dem ersten Kilometer 0,46 Euro betragen“, betont VCÖ-Experte Blum. Die vom VCÖ geforderte Erhöhung des Radfahr-Kilometergeldes steht im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung: Diese möchte, dass bis zum Jahr 2015 in Österreich doppelt so viel Rad gefahren wird wie heute.

VCÖ-Kritik: Radfahr-Kilometergeld seit Euro-Einführung nicht mehr erhöht!
Pkw-Kilometergeld:
0,42 Euro (plus 18 Prozent seit 1.1. 2002)

Fahrrad-Kilometergeld:
0,235 Euro für 1. bis 5. Kilometer
0,465 Euro ab dem 6. Kilometer

VCÖ-Forderung: Fahrrad-Kilometergeld ab dem 1. Kilometer von 0,465 Euro
Quelle: BMF, VCÖ 2008


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