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Hasen lebten im Vorjahr in Österreich besonders gefährlich. Der VCÖ weist darauf hin, dass 41.035 Hasen von Lkw und Pkw erlegt wurden, um fast 7.000 mehr als im Jahr davor. Besonders hoch ist die Opferzahl in Niederösterreich, wo mehr als 21.000 Hasen unter die Räder kamen. Ein aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass der Straßenverkehr in Österreich im Vorjahr mehr als 100.000 Wildtieren das Leben kostete. Der VCÖ fordert, dass in schützenswerten Naturgebieten keine neuen Straßen gebaut werden.
Wer die Augen offen hält, wird dieser Tage viele Hasen über Wiesen und Felder laufen sehen. Es ist Paarungszeit und damit sind Hasen besonders aktiv. Doch leider wird der Lebensraum von Hasen sehr oft von Straßen zerschnitten und das macht das Leben für die Vierbeiner extrem gefährlich, macht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer aufmerksam. Eine aktuelle Analyse des VCÖ zeigt, dass allein im Vorjahr 41.035 Hasen und Wildkaninchen dem Straßenverkehr zum Opfer fielen, um 20,5 Prozent mehr als im Jahr 2007.
Der VCÖ erinnert, dass Hasen vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs sind, vor allem dort, wo es viele Felder gibt. Entsprechend hoch ist die Opferzahl in Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland. In Niederösterreich kostete der Verkehr 21.781 Hasen ihr Leben. Den stärksten Anstieg gegenüber dem Jahr 2007 verzeichnet mit 41,6 Prozent das Burgenland, wo im Vorjahr 5.695 hoppelnde Vierbeiner unter die Räder kamen. In Oberösterreich waren es 8.591.
So beliebt Tiere bei den Menschen sind, der Straßenverkehr hinterlässt im Tierreich eine Blutspur. Der VCÖ betont, dass mehr als 100.000 Wildtiere im Vorjahr dem Verkehr zum Opfer fielen. Hasen und Rehe sind die häufigsten Unfallopfer. Für 37.098 Bambis endete das Leben durch einen Zusammenstoß mit einem Auto oder einen Lastwagen. Auch Rehe sind vor allem in der Dämmerung unterwegs, sie halten sich am liebsten in Waldgebieten und am Waldesrand auf.
Zusammenstöße mit Rehen enden auch für Menschen oft mit schweren Verletzungen. Eine VCÖ-Untersuchung zeigt, dass im Zeitraum 2005 bis 2007 bei Verkehrsunfällen mit Wild 501 Menschen verletzt wurden, drei Personen kamen ums Leben. Jeder dritte schwere Wildunfall passiert in Niederösterreich.
Der VCÖ fordert mehr Schutz für den Lebensraum von Wildtieren. In schützenswerten Naturgebieten soll es einen Straßenbaustopp geben. Österreich hat bereits ein sehr dichtes Straßennetz. Viele Straßen, die in der Vergangenheit geplant wurden, werden heute und auch in Zukunft aus Verkehrssicht nicht gebraucht. Jede neue Autobahn zerstört den Lebensraum vieler Tiere, hofft VCÖ-Sprecher Gratzer für die Zukunft auf einen sorgsameren Umgang mit der Natur.
VCÖ: Niederösterreichs Straßen sind für Hasen am gefährlichsten (Zahl der Feldhasen und Wildkaninchen, die im Jahr 2008 (in Klammer 2007) unter die Räder kamen)
Österreich: 41.035 (34.045 plus 20,5 %) Niederösterreich: 21.781 (18.552 plus 17,4 %) Oberösterreich: 8.591 (6.545 plus 31,3 %) Burgenland: 5.695 (4.014 plus 41,6 %) Steiermark: 3.597 (3.709 minus 3,0 %) Salzburg: 814 (682 plus 19,4 %) Kärnten: 473 (530 minus 10,8 %) Wien: 92 (75 plus 22,7 %) Vorarlberg: 10 (18 minus 44,4 %) Tirol: 2 (4 minus 50 %) Quelle: Jagdstatistik, VCÖ 2009
VCÖ: Die meisten Opfer unter den Wildtieren sind Hasen und Rehe Hasen: 41.035 Rehwild: 37.098 Fasane: 14.413 Füchse: 2.684 Marder: 1.754 Dachse: 1.310 Rebhühner: 762 Schwarzwild: 643 Rotwild: 633 Quelle: Jagdstatistik, VCÖ 2009
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